Erziehung in Theorie und Praxis – Teil 1

Irgendein kluger Mensch hat mal gesagt „Früher hatte ich sechs Theorien über Erziehung, heute habe ich sechs Kinder und keine Theorie mehr.“ Recht hat er.

Ich habe früher immer gesagt, wenn mein Kind irgendwann mal sein Butterbrot vergißt, dann werd´ ich den Teufel tun, es ihm hinterherzubringen.

Es war dann kein Butterbrot (die Kinder bekommen heutzutage in der KiTa ja alles, was sie brauchen) es war der Ballettbeutel, der noch vom letzten Auftritt im Auto lag. Also bin ich wie der Teufel zurück zum Kindergarten, weil die Ballett-Lehrerin vom nun, sagen wir mal alten russischen Schlag ist und ich meiner Tochter einen Tadel ersparen wollte.

Und was hatte ich davon? „Mama, ich hab schon so auf Dich gewartet“ (Bin ich so vorhersehbar???) „Warum hast Du denn vorhin meinen Ballettbeutel vergessen?“ (Wer ich? Wieso ich? HALLO!) „Mama, bleibst Du noch hier?? Biiiittteeee!!“ (Eh, nein, ich wollte eigentlich meinen ersten Kaff…) „Oh biiiiittteeee, bitte…..bleib doch hier und gucke zuuuuuhuuuuu“ schallte es aus zehn Kinderkehlen (Hrmpf!).

Der erste Kaffee schmeckt um 10.00 Uhr schließlich auch noch gut.

Warum nur bin ich nicht bei der Theorie geblieben?

Veröffentlicht in:  on 10. Juli 2007 at 14:34 Kommentar schreiben