Ich bewundere ja meine Freundin Simone immer mehr.
Wir kommen gerade vom Koreanisch-Kurs. Sprachlehrgang kombiniert mit einem Kochkurs. Während ich da sass und drei Lektionen gebraucht habe, um überhaupt den Aufbau der Lerneinheiten zu begreifen, hat sie nicht nur einwandfrei ihre Vokabeln gesprochen, sondern auch noch verstanden, was die Lehrerin gefragt hat. Ich hab mich – wiedermal – aufs Lächeln beschränkt und aus dem Wohnzimmerfenster des 22. Stockwerkes geschaut. Und während ich Teile von Seoul studierte und um mich herum, koreanische Vokabeln wiederholt wurden ertönt über mir plötzlich eine Kuckucksuhr. Mit Hirschgeweih. Und irgendwie war ich die Einzige, die das auch nur ansatzweise seltsam fand. Aber wahrscheinlich findet man nichts mehr seltsam, wenn man länger in dieser Stadt wohnt.
Danach haben wir koreanisch gekocht, Dak Chim und Bulgogi. Jaha. Gebt mir irgendwas, was mit Essen oder Kochen zu tun hat und ich behalte die wahnwitzigsten Dinge und das ziemlich schnell. Dak Chim ist übrigens ein Hühnereintopf, der gnadenlos gut schmeckt. Und Bulgogi eine Art koreanisches Grillen am Tisch. Auch das ein sehr leckeres Gericht, das man gut in einer Gruppe essen kann. Unter der Kuckucksuhr. Mit zehn interessanten, netten Frauen aus nicht unter 6 Nationen. In einem Wort: Es war toll!
So, und gleich werden wir zu einer der Schmuckstraßen gehen, damit ich meinen Gutschein einlösen kann, den ich vom Autor bekommen habe. Was wetten wir, daß ich die koreanischen Worte für “Schmuck” “Stein” oder auch “Kette” noch viel schneller beherrsche als Dak Chim?!