Change in the village

Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Eintrag schreiben und dann arbeiten. Aber dann hab ich doch die Rede Obamas gesehen. Die volle Packung, die vollen 45 Minuten. Gut, es hat geholfen, vorher hier übersetzt zu lesen, worum es geht.

Nun bin ich ja Deutsche und dementsprechend sind mir diese Masseninzenierungen eigentlich eher suspekt. Und dieses ganze Gebimmbamborium brauche ich weder in der Politik noch anderswo. Aber abgesehen davon, daß dieser Mann ein Art an sich hat, die mich fesselt, hat er ziemlich zu Anfang eine Sache gesagt, bei der ich vor dem Rechner gesessen und nur laut

“Ja! Jaa! Jaaaaa!”

gerufen habe. Er sagte

“We are better than the last eight years, we are a better country than this.”

Das, genau das ist es, was ich seit Jahren versuche durchaus gebildeten Leuten klar zu machen, die mich mitleidig anlächeln wenn ich sage, mein Mann und die Hälfte meiner Kinder sind Amerikaner. Amerika ist nicht das, was es in den letzten acht, zugegeben für mein Dafürhalten schlimmen Jahren, dargestellt hat. Amerika ist nicht Bush und wie er es repräsentiert hat und was zur Folge hatte, daß europäische Medien nur noch Negatives zu berichten wußten.

Bedauerlicherweise hat Obama aber auch gesagt, daß Wohlstand und Glück auch immer in der harten Arbeit des einzelnen liegen. Was mich wiederum mit einem schlechten Gewissen zurückläßt, da sich die Berge auf meinem Schreibtisch stapeln. Und auch hier läßt mich der hoffentlich künftige Präsident nicht allein. Darum sage ich jetzt meinen virtuellen Aktenbergen den Kampf an und in der tiefen Hoffnung heute noch fertig zu werden, rufe ich:

“Yes, I can”

Published in: on 29. August 2008 at 09:41  Hinterlasse einen Kommentar  
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