Murphy´s law, die frachmichwievielte

Nach manchen Dingen kann man ja die Uhr nach stellen.

Zum Beispiel, daß Kunden genau dann einfällt, daß dringenst noch was gemacht werden muß, wenn man mit einem Bein schon auf dem Ski steht. Das gehört sich aber so, hab ich gehört und ist somit normal und wird eingeplant.

Bei mir kommt aber immer noch was dazu. Immer. Dieses Mal ist mir gerade eben ein Stiftzahn rausgefallen. Was zur Folge hat, daß ich morgen zwischen Arbeiten (s.o.), Kinder abholen (und da ist schon eins ausserplanmäßig verkauft bei), letzte Einkäufe für den Autor Allein-zu-Haus (erstaunlich, was es an Fertigtiefkühlessen mittlerweile gibt) machen, Koffer packen (den letzten), den Rechner für nur noch sporadischen (lies: teuren) Internetzugang präparieren und Kindertaschen packen (und vier mal wieder auspacken) auch noch zum Zahnarzt muß, denn so kann ich nicht los.

Mein Zahnarzt freut sich bestimmt jetzt schon, daß an einem Freitag abend noch schnell eine Patientin nach Feierabend kommt.

Ich meld mich dann wieder vom Berg. Mit allen Zähnen im Mund. Hoffe ich jedenfalls.

Published in: on 26. Februar 2009 at 23:21  Hinterlasse einen Kommentar  

Was Hänschen nicht lernt

In einem meiner Foren gab es heute eine Diskussion darüber, ob bei einem Schlaffest ein Kind im Kindergarten schlafen muß, wenn es nicht will.

Einhellige Meinung: Natürlich nicht. Wenn das Kind Angst hat oder einfach noch nicht so weit ist – dann respektiert man selbstverständlich seinen Willen. Gar keine Frage.

Aber dann ging die Diskussion weiter, unter anderem in die Richtung, daß es unverständlich ist, warum es solche Feste überhaupt gibt, wenn es doch Kinder gibt, die es nicht wollen, es nicht tun und sich dadurch dann schlecht fühlen. Es wäre besser, alle Kinder würden darauf verzichten, in der Schule kämen Klassenfahrten noch früh genug.

Hm. Das läßt mich schon den ganzen Tag nicht los.

Bei allem Respekt für die Bedürfnisse und Ängste meiner und anderer Kinder – ich bin nicht der Meinung, daß die “Schwächsten” der Gruppe das Tempo bestimmen sollten, damit sie sicher auch nicht minderwertig fühlen. Ich glaube, daß Menschen im allgemeinen und Kinder im Besonderen, an den an sie gestellten Herausforderungen wachsen. Ein echtes Erfolgserlebnis bringt mehr als 1000 noch so gut gemeinte Worte von uns Eltern. Klar, manchmal muß man erst genau die sprechen, bevor sie sich trauen – aber erstmal müssen diese Herausforderungen gestellt werden.

Wie sollen Kinder lernen, daß es sich lohnt, sich zu überwinden, wenn sie gar nicht wissen wofür? Und wie gut Erfolg sich anfühlt. Passend dazu habe ich übrigens gerade heute diesen schönen Eintrag meines Lieblingskinderarztes gefunden.

Und ich würde gerne weitere Argumente schreiben und darüber, daß unsere Gesellschaft daran krankt, daß wir unseren Kindern nichts zutrauen, aber Kind Nummer Zwei hat gerade die Herausforderung angenommen, erfolgreich eine Dose mit losem Tee aufzubekommen und freut sich jetzt dermaßen über den Erfolg, daß er meinen Lieblings-Sencha quer durch die Küche verteilt hat.

Published in: on 24. Februar 2009 at 17:36  Hinterlasse einen Kommentar  
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Wenn die Mutter mit der Tochter

Ich bin müde. Meine Tochter und ich hatten gestern unsere erste Mutter-Tochter-Party. Noch so ein Ding, von dem ich noch nicht einmal wußte, daß es existiert.

Wenn man in einem Dorf lebt, dann verschmelzen Beziehungen ja ineinander und so war es nicht ganz klar, ob wir nun zum 30ten einer guten Bekannten von mir gehen oder zum 30ten der Mutter von Tochters bester Kindergartenfreundin – aber da es sich um ein und dieselbe Person handelt, braucht man sich mit solch komplizierten Beziehungsgeflechten zumindest in diesem Fall nicht weiter aufzuhalten.

Viel interessanter ist, daß Mutter und Tochter gestern gemeinsam vor dem Spiegel standen und sich brezelten. Auf der Feier selber hatten wir beide ständig ein gut gefülltes Glas vor uns mit Substanzen, die wir sonst nicht ständig zu uns nehmen (ich habe keine Ahnung, wieviel Fanta meine Tochter inhaliert hat und ebensowenig weiß ich, warum der Vodka-Redbull nie wirklich leer wurde). Und wenn wir nicht mit irgendwelchen Leuten ständig im Gespräch waren, dann sah man uns nur auf der Tanzfläche (note to myself: für die nächste Party nicht die 10er Heels, die machen sich schlecht, wenn man mit einem 22kg Kind Hubschrauber als tänzerische Einlage bringen muß).

Mit einem Satz: Wir haben uns prächtig amüsiert.

Leider muß ich wieder ein Vorurteil revidieren. Ich hab ja immer gedacht, Mütter die mit Ihren Töchtern gemeinsam auf die Rolle gehen, würden einfach die Gegebenheiten des Alters nicht akzeptieren. Und natürlich ist das in unserem Fall was ganz, ganz, ganz anderes.

Übrigens – ich bin heute total fertig, während der angehende Rockstar des Hauses es kaum erwarten kann, wann wir wieder losziehen. Was so in 8 Wochen der Fall sein wird, wenn ich mich ansatzweise von gestern abend erholt habe.

Published in: on 22. Februar 2009 at 12:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Das Geheimnis von Kleopatras Jugend

Aus Kostengründen decke ich mich ja kosmetiktechnisch in den USA ein. Das ist dann gut, wenn man, GlobalisationseiDank, weiß was man will und es genau das dann dort auch noch gibt. Blöd ist es dann, wenn die gewünschte Creme gerade das werbetechnisch Zeitliche segnete und durch ein neues, vielvielviel Tolleres ersetzt wurde. Dann hat man zwei Möglichkeiten: A) man läßt den Kauf bleiben und rennt in Deutschland in jede Parfümerie im Umkreis von 25km und kauft den Restvorrat auf. Oder b) man schmeißt alle Bedenken über Bord und kauft den Nachfolger.

Ich hab mich für die zweite Möglichkeit entschieden. Lt. Werbung sollte meine Haut nach nur vier Wochen 10 Jahre jünger aussehen. Und ich muß sagen…es stimmt. Das Zeug verjüngt um Jahrzehnte. Seit einer Woche hab ich wieder Pickel – die hatte ich nicht mehr, seitdem ich 20 war.

Da sage noch einer, die Werbung lügt.

Published in: on 19. Februar 2009 at 20:32  Hinterlasse einen Kommentar  
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Jammern auf hohem Niveau!

Was ist das Äquivalent zum Rasenmähen?

Schnee schippen! Nur mit dem Unterschied, daß Rasen mähen alle drei Wochen dran ist und Schnee schippen jeden Tag. Jeden einzelnen Tag. Und unsere Einfahrt ist lang. Sehr lang. Und der Autor hat so blöde Schicht, daß ich diejenige bin, die den Hof so frei hält, daß man wenigstens mit dem Auto raus und rein kommt.

Seufz, Emanzipation ist ja schön und gut – aber kriegen wir das bitte mal bequmer hin?

Published in: on 17. Februar 2009 at 22:10  Hinterlasse einen Kommentar  

Noch jemand ´ne Nuß?

Gerade eben kommt meine Tochter sehr empört aus dem Bett in die Küche geflogen und rupft sich die Kopfhörer aus den Ohren.

“Mama, die Märchen auf englisch, die Du mir draufgespielt hast, die sind gar nicht englisch. Die haben da den Nußknacker und der ist nämlich eigentlich deutsch,”

Als kulturbefließene Mutter habe ich natürlich gleich korrigierend eingegriffen

“Schatz, ganz eigentlich ist der Nußknacker ein Ballett und wurde von Tschaikowski geschrieben. Und der wiederum war ein Russe. Die Geschichte ist auf Deutsch und Englisch übersetzt worden. Tschai-kow-ski”

Kind nimmt das so hin, rauscht wieder nach oben und murmelt vor sich hin

“Und der Nussknacker ist doch aus Deutschland”

Hach, denke ich, was für ein schöner Eintrag und mache mich ans Schreiben, goggle aber sicherheitshalber noch mal nach. Tja, und was soll ich sagen? Der Nußknacker wurde ursprünglich doch von einem Deutschen geschrieben und erst später von Tschaikowski zu dem allseits beliebtes Ballett vertont.

Was will mir das sagen, wenn meine Fünfjährige mehr über diese Klassiker weiß, als ich?

Published in: on 14. Februar 2009 at 21:26  Hinterlasse einen Kommentar  

Dreht Euch nicht um, der Virus geht herum

Ich hätte dann mal gerne sowas wie eine unsichtbare Blase um meine Familie herum. Hier grassiert grade die Seuche. In der KiTa sind von 44 Kindern noch 17 da und bei der Tagesmutter sind auch nicht alle auf dem Damm. Nach dem Bronchitis geht jetzt Magen-Darm um. Die Kinderärztin ist bei drei Stunden Wartezeit.

Am liebsten würde ich die Glucke geben und meine Kinder daheim lassen, aber abgesehen davon, daß sie mir ob des Wetters und des daraus resultierenden Bewegungsmangels hier schon über Tisch und Bänke gehen, habe ich zu lesen arbeiten.

Noch schwieriger als den Kindern genug Auslauf zu verschaffen, gestaltet sich im Moment Unterbringsituation. Am Freitagabend habe ich einen fast unaufschiebbaren Termin. Gestern rief Gastmutter Eins für Kind Nummer Eins an – die Seuche hat ihr Kind ergriffen und daher kann sie nicht meines nehmen. Kurz darauf der Anruf von der besten Tagesoma der Welt – ihr im Haus lebender der Enkel hat…na was wohl….

Jetzt wurde Tochterkind von mir bei einer anderen Freundin – eine von drei gesunden Kindern in ihrer Gruppe, wovon meins eins ist – zwangseingewiesen und der Kleine geht jetzt zu einer Freundin, die zwar angeschlagen ist, aber dankenswerterweise nicht mit dem Magen-Darm-Virus sondern einer Lungengeschichte.

Jetzt hilft nur noch das Prinzip Hoffnung, daß meine beiden bis Samstag durchhalten. Ich wette das werden sie auch. Sie lieben ihre Mutter.

Die wahrscheinlich dafür ab Freitagnachmittag den Thron anbeten wird – wer hält dagegen?

Published in: on 12. Februar 2009 at 13:32  Hinterlasse einen Kommentar  

Was wäre wenn?

Das Internet ist böse. Intrinsisch böse. Klar, das wissen wir alle, die wir die Medien verfolgen. Aber wie böse, hab ich jetzt durch meine Freundin, der Gattin von Herrn Thinkberg, erfahren müssen. Sie hat mich nämlich auf die Fanfiction-Seite gebracht. Ganz schlecht für Firmenführung, Blogeintragregelmäßigkeit und Kindererziehung. Ganz schlecht.

Dort schreiben nämlich Fans von diversen Büchern, Filmen u.ä. selbige um. Sie nehmen einfach ein Detail (oder auch mehrere) als geändert an und schreiben mit den gleichen Charakteren andere Geschichten. Natürlich sind welche darunter, die niemals einen Literaturpreis bekommen würden, aber erstaunlich viele lassen sich gut und spannend lesen. Ich frage mich, was diese Leute in der Pre-Internet-Zeit gemacht haben. Ich meine, es gab keine breite Plattform für diese Art von Literatur. Da sage noch einer, das Internet würde keine Kreativität fördern.

Es juckt einem wirklich in den Fingern, selbst was zu dem einen oder anderen Buch zu schreiben. Ehm, also eigentlich nur zu einem Buch im Moment.

Aber erst, wenn ich die 43 Kapitel von Wide Awake gelesen habe. Und wenn Frau Thinkberg mir nicht eine neue, dankenswerterweise schon selektierte Liste zukommen läßt. Oder ich mich selbst in den Tiefen der Seite verliere.

Wenn Ihr mich jetzt entschuldigen würdet, ich habe zu lesen.

Published in: on 9. Februar 2009 at 19:22  Hinterlasse einen Kommentar  
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Petit Point in der Windel

Meine Tochter ist nicht meine Tochter. Jedenfalls hat sie nicht meine Gene. Oder anders, in ihrer DNA ist Erbgut enthalten, das auf meiner Seite jedenfalls locker mindestens zwei Generationen übersprungen hat. Das Handarbeitsgen auf des Autors Seite hingegen ist stark in der Familie – schließlich nennen wir die Quiltgöttin der westlichen Welt unser Eigen. Und das scheint wohl zu reichen um meine nicht vorhandene weibliche Fähigkeit zu adäquater Fingerbeschäftigung auszugleichen – denn Kind Nummer Eins malt nicht nur, daß es eine wahre Wonne ist, sie fängt jetzt auch an zu sticken. Und das nur, weil ich ihr häkeln erfolgreich ausreden konnte.

Und so sitzt dieses Kind hier des Abends im Lichte der Leselampe vor dem Kamin und stickt ihre Katze, während ich kopfschüttelnd daneben sitze. Was natürlich von Kind Nummer Zwei so nicht hingenommen werden kann, denn was eine fast 6jährige kann, kann ein gerade 2jähriger schließlich auch.

Und so kommt es, daß sich das Kind einen Wollfaden klaut, auf strahlend auf mich zurennt und

“Auch stinken”

brüllt.

Was er in erstaunlicher Häufigkeit parallel zur Handarbeit auch tut.

Published in: on 7. Februar 2009 at 09:08  Hinterlasse einen Kommentar  
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Die Sache mit der selbsterfüllenden Prophezeiung

Ehrlich gesagt, ich kann es nicht mehr hören. Finanzkrise hier, Weltuntergangsstimmung da – man hört nichts anders mehr. Es ist das alles beherrschende Thema, daneben schafft es gerade nur noch der Fehltritt des Papstes, was auch nicht gerade eine Sternstunde der Leichtigkeit des Seins ist.

Ja, liebe Medienleute, Regierungsveranwortliche und Wirtschaftsbosse – und was kann ich dafür? Ich kann es ja nun nicht ändern. Hab ich Bilanzen gefälscht, in nicht existierende Hedge-Fonds investiert oder anderweitig Millionen zum Fenster rausgeschmissen? Ist es nicht genug, daß Ihr es verbockt habt? Reicht es denn wirklich nicht aus, daß Ihr die Blase immer weiter aufgepumpt habt und jetzt jammert, daß sie geplatzt ist? Tut es denn wirklich not, daß Ihr jetzt auch noch Experten auf uns hetzt, die tagein-tagaus Weltuntergangsstimmung predigen?

Im übrigen die gleichen Experten, die noch vor einem Jahr “Gewinne, Rendite und Dividende satt” gejubelt haben. Und vor allem – warum schreien jetzt genau die Leute nach staatlicher Hilfe, die noch vor kurzem über die überbordende Reglementierung gewettert haben? Und es aller Vorraussicht nach in drei Jahren wieder tun werden.

Ich denke, wir haben nun mittlerweile alle begriffen, daß Arbeitsplätze gleichermaßen wie Geld vernichtet wurden und werden, daß wir alle den Gürtel – mal wieder – ein wenig enger schnallen und den Arsch Hintern zusammen kneifen und durch müssen.

Und es hilft wirklich nicht, weitere Horrorszenarien an die Wand zu malen. Was helfen würde, wären funktionierende Ideen für den Weg aus der wahrscheinlich noch nicht erreichten Talsohle. Es wäre nett, wenn mal ein paar Zeichen des Optimismus kämen – nichts Überbordendes sondern kleine Pflänzchen der Hoffnung. Natürlich wird eine Krise nicht besser, wenn man sie schön redet. Aber wenn man sie alle Farben ausser Grau und Schwarz aus jeglicher Berichterstattung verbannt hilft das mit Sicherheit auch nicht, das Glas statt halb leer halb voll erscheinen zu lassen.

Um eine lange Rede kurz zu machen. Jau, die Wirtschaft geht gerade den Bach runter. Yupp, die ganze Sache ist hausgemacht von ein gewissenlosen Zockern, Bankern und Managern. Und nein, die Welt wird davon nicht untergehen. Es wird sich viel ändern, das Leben wird nicht unbedingt leichter werden und hoffentlich werden ein paar Köpfe rollen, aber das Leben wird weitergehen und die Menschheit hat schon Schlimmeres überstanden.

Aber vor allem berechtigt der ganze Schlamassel nicht dazu, uns die Lust am Leben und den Optimismus zu vergällen.

So, und jetzt hab ich 30 Minuten versucht, einen witzigen, versöhnlichen Abschluß für diesen Eintrag zu finden und es klappt nicht. Das nehm ich Euch jetzt wirklich übel.

Published in: on 4. Februar 2009 at 21:12  Hinterlasse einen Kommentar  
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