Wenn die Mutter mit der Tochter

Ich bin müde. Meine Tochter und ich hatten gestern unsere erste Mutter-Tochter-Party. Noch so ein Ding, von dem ich noch nicht einmal wußte, daß es existiert.

Wenn man in einem Dorf lebt, dann verschmelzen Beziehungen ja ineinander und so war es nicht ganz klar, ob wir nun zum 30ten einer guten Bekannten von mir gehen oder zum 30ten der Mutter von Tochters bester Kindergartenfreundin – aber da es sich um ein und dieselbe Person handelt, braucht man sich mit solch komplizierten Beziehungsgeflechten zumindest in diesem Fall nicht weiter aufzuhalten.

Viel interessanter ist, daß Mutter und Tochter gestern gemeinsam vor dem Spiegel standen und sich brezelten. Auf der Feier selber hatten wir beide ständig ein gut gefülltes Glas vor uns mit Substanzen, die wir sonst nicht ständig zu uns nehmen (ich habe keine Ahnung, wieviel Fanta meine Tochter inhaliert hat und ebensowenig weiß ich, warum der Vodka-Redbull nie wirklich leer wurde). Und wenn wir nicht mit irgendwelchen Leuten ständig im Gespräch waren, dann sah man uns nur auf der Tanzfläche (note to myself: für die nächste Party nicht die 10er Heels, die machen sich schlecht, wenn man mit einem 22kg Kind Hubschrauber als tänzerische Einlage bringen muß).

Mit einem Satz: Wir haben uns prächtig amüsiert.

Leider muß ich wieder ein Vorurteil revidieren. Ich hab ja immer gedacht, Mütter die mit Ihren Töchtern gemeinsam auf die Rolle gehen, würden einfach die Gegebenheiten des Alters nicht akzeptieren. Und natürlich ist das in unserem Fall was ganz, ganz, ganz anderes.

Übrigens – ich bin heute total fertig, während der angehende Rockstar des Hauses es kaum erwarten kann, wann wir wieder losziehen. Was so in 8 Wochen der Fall sein wird, wenn ich mich ansatzweise von gestern abend erholt habe.

Published in: on 22. Februar 2009 at 12:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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