Tage der Liebe

Wir hatten ja gestern Hochzeitstag. Den elften. Die beste Schwiegermutter von allen sagt ja, ab dem zehnten Hochzeitstag wird es…nun ja, normal. Glaub ich ja nicht.

Bei uns jedenfalls fing der Tag nach einer sehr turbulenten Nacht mit Kind Nummer Zwei an, der dann um sechs meinte, die Nacht sei zu Ende. Und weil ich meinen Mann auch nach der ganzen Zeit noch liebe, will ich ihm das Beste gönnen, was das Leben zu bieten hat – Zeit mit seinen Kindern. Also sprach ich heiter zum Kinde

“Geh zu Deinem Vater in den Gästekeller!”

Was es auch tat und ich bis acht Uhr schlafen konnte. Es folgte ein liebevoll bereitetes, ernährungsphysiologisch perfekt ausgewogenes Frühstück, bestehend aus Kaffee für mich und IKEA-Keksen für den Rest der Familie.

Danach ging der Autor in de Garage, um Regale zu bauen und ich ging mit Kind Nummer Eins die Einkäufe erledigen. Gleich nachdem wir wieder da waren, nahmen wir uns Zeit und Muße unsere Geschenke auszutauschen, was in etwa 2 Minuten dauerte, da unbeaufsichtigte Kinder und eine eingesteckte Kreissäge keine gute Kombination sind.

Nach einem netten Lunch bestehend aus einem Wiener Würstchen vom Metzger legten wir uns zu einem wohlverdienten Nickerchen nieder. Der Autor mit Kind Nummer Zwei und ich mit Kind Nummer Eins, um sie überhaupt zum Schlafen zu bekommen.

Der Rest des Nachmiitags verging in der einhelligen Pflege des Eigenheims im Sinne von Renovierungsarbeiten im Bad und noch mehr Basteln des Regals. Unser abendliches Hochzeitstagsmenu bestand dann aus dem kulinarischen Highlight von überbackenen Mettbrötchen vom Holzbrett in der Garage. Im Stehen. Hernach ich die Kinder nach guter Manier und nur mittelmäßigem Murren ihrerseits ins Bett brachte, um mich danach der Grundsanierung der Küche zu widmen, derweil der Autor das nun fertiggestellte Regal lasierte.

Um 23 Uhr dann endlich konnten wir uns in die Arme schließen und beschlossen, nun endlich ins Bett zu gehen, als das kleine zarte Stimmchen unseres Sohnes erklang. Und so ging ich, ihn zu beruhigen. Ich bin dann gegen vier Uhr heute morgen neben seinem Bett mit schmerzenden Glieder aufgewacht.

Einen romantischen Hochzeitstag mit einem wundervollen Ausflug mit zwei herzigen Kindern und anschließendem Candle-Light Dinner zu zweit kann schließlich jeder.

Published in: on 16. August 2009 at 21:04  Hinterlasse einen Kommentar  
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 240 Followern an