Österlicher linguistischer Exkurs

Kind Nummer Zwei stellt eine Frage, die schon Millionen von Kindern umtrieb.

“Mama, wie sieht denn der Osterhase aus?”

“Das weiß ich nicht, ich hab ihn doch auch noch nie gesehen!” Antwort gegeben, bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

“Aber Mama, natürlich hast Du den schon gesehen, der sagt Dir doch immer, wo er was versteckt und wo wir suchen müssen.” Kleines, kluges Ding.

“Eh, jaaaaaaa, der ruft mir das immer zu, damit wir das wissen.” Noch mal rausgewunden.

“Mama, wann hast Du den Osterhasisch gelehernt?” Ehhhh…

“Ehhhh, ach, das lernt man, wenn man Kinder kriegt.” Ist gut jetzt?

“Eeeeecht? Mama, sag mal was auf Osterhasisch bitte….” Kopf -> Tischkante

Und so ging die Konversation noch ein paar Minuten lang, wobei ich festgestellt habe, dass, wenn man mal die Grammatik und Rechtschreibung wegläßt, die Entwicklung einer neuen Sprache so schwer gar nicht ist.

Vor allem, wenn sie hauptsächlich aus den Worten “Hecke” “dort” und “Schokolade” besteht.

Published in: on 2. April 2012 at 06:54  Kommentare (2)  
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