Mütter kennen das – man braucht eine Sommer-, Winter-, Herbstgardrobe, weil man das restliche Jahr lediglich für die Brut einkaufen geht und somit im eigenen Kleiderschrank die Motten schon aus lauter Verzweiflung Selbstmord begehen. Daher schaufelt man sich einen Tag frei, fährt in ein großes Einkaufszentrum und legt los.
Oh, Shirts für den Kleinen im Angebot – mal sehen….
Ah, endlich die kurzen Shorts, die Kind Nummer Eins dringend für das Trainingscamp braucht.
Ohhhh, ein Hemdenausverkauf von der einzigen Marke, die dem Autor steht.
Leinenhosen, traumhaft, und so günstig – leider nur noch in den Größen 34 (wer trägt denn sowas), 36 (die Zeiten sind lange vorbei), 42 (eh, nein) und 44 (danke, auch eher nicht). Aber da wäre noch ein Kleid, meine Größe, mein Material, mein Schnitt – leider für Riesinnen gemacht. T-Shirts, traumhaft schön – leider vom Schnitt her nicht für mich gemacht….und so ging es gestern in einer Tour. Irgendwann gab ich auf.
Am Ende schleppte ich drei große Tüten ins Auto – mit genau keinem Teil für mich. Null. Nada. Niente. Das stand so nicht in der Jobbeschreibung als Mutter, dass ich in Klamotten von vor Jahren rumrenne. Und zwar nicht lediglich aus finanziellen Gründen sondern einfach, weil man irgendwann keinen Nerv mehr hat, für einen selbst auch noch rumzurennen.
Da hilft nur eins: Das nächste Mal nehme ich mir fest vor, nur was für die Kinder und den Autor zu kaufen und auf keinen Fall was für mich selbst. Vielleicht hilft das ja.