Ich bin ja noch eine kurze Rückmeldung schuldig, was mein 7 Wochen mehr angeht.
Was soll ich sage, es hat geklappt. Nicht immer und nicht jeden Tag natürlich, es gab Tage, da hatte ich nicht eine Minute für mich. Aber es gab eben auch Tage, da hatte ich gleich mehrere Stunden. Das Freischaufeln war nicht so das Problem, es gab ein ganz anderes.
Nämlich dieses bewußte “Jetzt ist meine Zeit”. Es gab Tage, da sass ich auf der Couch, las etwas und stellte erst nachher fest, dass es meine Zeit war. Das ist auf der einen Seite gut, das bedeutet nämlich, dass ich mir diese Zeit jetzt ganz automatisch nehme. Auf der anderen Seite aber auch schade, weil man damit Dinge und Momente gar nicht als bewußt wahrnimmt und oft immer noch gestresst durch die Gegend rennt, weil man meint, keine Zeit für sich zu haben.
Was hab ich also gelernt? Zwischendurch innehalten, in mich reinhören und mich selbst fragen, ob es langsam mal wieder Zeit wird für eine kurze Auszeit. Und sie sich dann auch nehmen. Und andererseits eben auch reflektieren, ob man wirklich keine hatte oder sie einfach nur nicht so wahrgenommen hat.
So oder so, es war wichtig es täglich durchgezogen zu haben. So wichtig, dass ich es einfach nach Ostern weiter gemacht habe.
Heute abend zum Beispiel werde ich nicht arbeiten, wie ich es angedacht habe (dafür lass ich einfach mal meine Mittagspause sausen) und werde mich mit einem Glas eisgekühltem Weißwein und einem belanglose, aber kurzweiligen Buch auf die Terasse setzen. Ganz bewußt.