Ich bin dann mal weg

So. Koffer gepackt, Tickets ausgedruckt, Rechner geht gleich zu – ich bin dann ab morgen mit Kind Nummer Eins auf Mutter-Tochter-Tour. Der Autor und Kind Nummer Zwei hüten Haus und Garten und vergnügen sich mit Bier, Fußball und Weibern oder so.

Ich werde versuchen, aus dem diesmal hoffentlich sonnigen und mit einem WLAN versehenen Spanien zu bloggen. Ich tue, was ich kann. Versprechen kann ich das allerdings nicht.

Ansonsten lesen wir uns nächste Woche!

Und wehe, ihr habt hier gutes und wir da unten schlechtes Wetter…

Published in: on 15. Mai 2009 at 19:40  Hinterlasse einen Kommentar  
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Frohe Ostern!

Eigentlich wäre gerade ein neuer, interessanter Eintrag dran. Da ich aber gerade wieder bis zu den Ellbogen in Teig stehe und Osternester sowie Hefezöpfe backe und gleich bis zu den Handgelenken im Eierbemalfarbe stecken werde, hab ich leider keine Zeit, von Parkplätzen auf Rügen zu berichten, wo ich kurzfristig den Karfreitag verbracht habe. Ich verspreche aber, das nachzuholen.

Einstweilen bleibt mir aus Zeitgründen nur allen Frohe Ostern zu wünschen. Ich hoffe, jeder begeht die Feiertage so, wie er es sich wünscht!

Und ich erzähle keinem, daß ich vorhin in der Eile vergessen habe Eier zu kaufen. Ausgerechnet.

Published in: on 11. April 2009 at 19:43  Hinterlasse einen Kommentar  

Gaumenfreuden im Bunker

Der Autor hatte ja bekanntlich letzte Woche Geburtstag. Und was schenkt man einem Mann, der sich einen neuen Monitor wünscht? Richtig, man schenkt ihm eine romantische Nacht im Burghotel mit Candle-Light-Dinner. Und um die Romantik perfekt zu machen noch eine Führung durch einen Atombunker.

Und so luden wir beide Kinder schlechten Gewissens bei Freunden ab – schlechten Gewissens deshalb, weil Kind Nummer Zwei ja noch nicht durchschläft, was aber aber natürlich diese Nacht ausnahmsweise mal getan hat, was ich wiederum einfach mal nicht persönlich nehme – und fuhren dahin. So richtig mit 4-Gang-Menü und Wellness und so. Ich hab den Autor aus der Erlebnisdusche gar nicht mehr rausbekommen und mir zusammen mit den restlichen Besuchern seine Begeisterungsstürme bezüglich des “Tropical rains” und des “Caribian Dream” anhören dürfen. Stürmelang.

Ja, und heute waren wir dann im logistischen Atombunker der Deutschen Demokratischen Republik. Und weil ich eine liebende Ehegattin bin, bin ich mitgegangen. Ich hab vielleicht gefroren – in dem Ding herrschen gerade mal 12 Grad, eine Heizung gibt es nicht – logisch, wär das Ding mit über 400 Leuten voll besetzt und alle Maschinen an, wäre da auch so rubbeldiekatz 30 Grad drin. Abgesehen von der Tatsache, daß der Autor und ich in unseren dünnen Fähnchen um die Wette gebibbert haben, war es super interessant und wirklich aufschlußreich. Zwar sind einige Witze an uns Wessis schlicht vorbei gegangen – so konnten wir mit der Erwähnung von blauweißkarierter Bettwäsche jetzt wenig anfangen, die umstehenden Mitbesucher hingegen wollten sich fast ausschütten vor Lachen – aber alles in allem war es schon klasse. Und heftig zu sehen, daß 20 Jahre eine Ewigkeit sein können, was die Technologie und Einrichtung angeht. 1976 war das Ding das Modernste an Bunker, was es gab. Schon 13 Jahre später lohnte das technische Equipment schon nicht mehr die Arbeit, es aus 29 Meter nach oben zu holen, so veraltet war es. Was uns heute ein eindrucksvolles Museum beschert. Trotzdem war ich froh als ich wieder hoch in den Wald krabbeln konnte.

Und jetzt sollte ich sowas sagen wie

“Ach, aber ich war froh, als ich meine Kinder wieder in den Arm schließen konnte”

Um ehrlich zu sein, hat das noch etwas gedauert, denn die hatten sich mit den Nachbarskindern und eigenem Nachwuchs der Sitter leider gerade zu einer Zirkustruppe zusammen getan und konnten die Eltern leider gerade gar nicht brauchen.

Und so hatten nicht nur der Autor und ich unsere lange notwendige Auszeit, sondern auch unsere Kinder, wie sie uns sehr eindrucksvoll klarmachten.

Erwähnte ich, daß wir bei sowas gerne glauben möchten, daß wir gravierernd etwas richtig gemacht haben?

Published in: on 5. April 2009 at 19:31  Hinterlasse einen Kommentar  
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Emanzipation andersherum

Als ich auf den Berg geflogen bin, hab ich mal Mann gespielt. Im TuiFly-Terminal sind nämlich die Wickelräume zumindest teilweise in den Männertoiletten. Jedenfalls an unserem Abflug-Gate. Und wie es nun mal so ist, meinte mein Sohn seiner Aufregung direkt vor dem Abflug in Form einer vollen Windel Ausdruck verleihen zu müssen.

Also Kind Nummer Eins auf dem Stuhl festgetackert, Kind Nummer Zwei unter den Arm geklemmt und rein in die Herrendomäne. Der Wickeltisch befand sich im Waschvorraum.

Versteckte Kamera hätte es nicht besser machen können. Ausnahmslos alle Männer, sind rückwärts wieder rausgegangen, haben auf das kleine Männchen auf der Tür geschaut, nur um dann wieder reinzukommen und mich verständnislos anzustarren.

Ich hab mich dann drauf beschränkt, auf meinen Sohn zu zeigen und zu sagen

“Es ist ein Junge”

was einen einigermaßen fassungslosen Ausdruck auf den Gesichtern der Herren der Schöpfung und ein Lächeln auf meines gezaubert hat.

Denn wenigstens weiß ich jetzt, daß “zusammen mit einer Frau auf einer Toilette zu sein” nicht unbedngt auf der Prioritätenliste der meisten Kerle steht!

Published in: on 7. März 2009 at 15:54  Hinterlasse einen Kommentar  

Zum Dessert heute: Brüllaffe

Gestern beim Abendessen – immer noch auf dem Berg.

Ein Kind vom Nebentisch kriegt einen Heulkrampf. Bei den ersten lauten Tönen gehen die Köpfe der Eltern an den drei umligenden Tischen ruckartig hoch, es wird hektisch bei den eigenen Kinder nach Brüllanzeichen gefahndet.

Wenn diese nicht da sind oder – noch besser – gleich das ganze Kind durch Abewesenheit glänzt, entspannt man sich, denkt

“Nicht mein Kind”

blendet das Geschrei aus und wendet sich wieder dem hervorragenden Tafelspitz nebst Grünem Veltliner zu.

Ja, so ist das, wenn man Kinder hat. Man wird zwar nicht schadenfreudig, das nicht, aber ein klitzekleines

“Besser deren Kind als meines”

kann man sich irgendwie doch nicht verkeifen. Gemein ist nur, daß auch hier die Gerechtigkeit zuschlägt und es irgendwann mal eines von meinen Kindern sein wird. Das ist sicher. Leider.

Published in: on 5. März 2009 at 14:24  Hinterlasse einen Kommentar  
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Der Berg ruft – die Kinder rennen

Also entweder wir machen ganz grundsätzlich was richtig oder was grundlegend verkehrt. Ich bin mir da noch nicht ganz sicher.

Tochter Nummer Eins mausert sich zur begeisterten Skifahrerin. Jeden Morgen wird sie um 9:30 Uhr mit dem Skibus der Skischule abgeholt. Jeden Morgen steigt sie ein, fragt noch schnell, ob ich wieder zum Mittag auf die Station hoch komme und fährt dann mit einem erwartungsvollen Grinsen im Gesicht los. Neben sich Kinder mit rotgeweinten Augen, auf dem Schoß von genervten Elternteilen, weil die Kids, obschon locker 6 oder 7, nicht ohne Erziehungsberechtigten losfahren wollen.

Desgleichen Kind Nummer Zwei. Der empörte sich heute lautstark, daß es zum Frühstück und dann erst in den Hotelkindergarten ging

“Groß! Ich großen Kindergarten going!”

Wenn man ihn dann dort abgibt, wird Little Horsie noch schnell der Erzieherin in die Hand gedrückt und dann wird erkundet, was sich seit gestern alles geändert haben könnte. Wenn Mutter die Schneesachen geordnet und den Abhol- und Essensplan besprochen hat, dann wird noch schnell der Kopf für einen Kuss hingehalten und dann hat sie aber auch bitte zu gehen! Während die anderen Mütter mit einem Buch auf sehr kleinen Stühlen sitzen und die minütliche Kontrollrunde ihrer Sprösslinge abwarten.

Und abends sind die beiden am Kinderstammtisch – da sieht und hört man sie sowieso nicht, außer wenn sie sich nach zwei Stunden wieder kurz anmelden, nur um dann wieder zum Spielen zu verschwinden.

Bleibt also die eingangs gestellte Frage: Sind unsere Kinder sich unserer Liebe so sicher und haben so ein starkes Urvertrauen, daß sie guten Gewissens loslassen können?
Oder aber sind wir so schlechte Eltern, daß beide Kinder nur froh sind, wenn sie weg von uns kommen und sich von uns erholen müssen?

Naturgemäß wünsche ich mir, daß ersteres der Fall ist – wissen werde ich das aber erst, wenn ich die Therapiestunden für die Kinder zahlen werde.

Published in: on 3. März 2009 at 10:12  Hinterlasse einen Kommentar  

Wieder auf dem Berg

So, ich wäre dann wieder auf dem Berg. Kind Nummer Eins ist von halb zehn bis halb vier auf den Skiern und Kind Nummer Zwei ist ganz stolz, weil es jetzt groß ist und in den hoteleigenen Kindergarten darf.

Und beide Kinder lieben die Tatsache, daß sie abends zum Kinderstammtisch dürfen, während Großvater und Mutter den extrem guten Wein und die wirklich gute Küche des Hotels genießen dürfen.

Nun wird man schon mal schräg von der Seite angeschaut, wenn man im Speiseraum fast die einzigen ohne Kind ist und dem sehr netten Kellner sagt, die Kinder würden heute nicht mit uns, sondern der Erzieherin essen. “Rabeneltern” sieht man in den Gesichtern stehen – ungeachtet der Tatsache, daß die Kinder den anwesenden männlichen Teil der Familie “Opa” rufen.

Im Laufe des Essens wandelt sich diese Haltung allerdings. Nach der Vorspeise gab es die ersten Diskussionen zwischen Eltern und Kindern. Nach dem Zwischengang verschwanden die ersten Sprösslinge Richtung KinderClub. Und nach dem Milchkalb gab es erste offene Rovolten von circa 5jährigen und Eltern, die am Rande des Wahnsinns standen. Und als kurz vor dem Dessert meine beiden von der Erzieherin mit Eis statt extrem leckeren, doch sehr kompliziertem Nachtisch kamen, war klar – ab morgen harren nur noch die Minigourmets bei ihren Eltern aus. Von 26 Kindern tippe ich mal auf 4.

Tochterkind sahen wir übrigens nur noch sehr sporadisch – nur noch, um uns zu erzählen, wie toll wir doch wären, weil sie nämlich mit ihrer neuen besten Freundin durch das Haus flitzen durfte. Was wiederum erneute Diskussionen an den Nebentischen mit den verbliebenem Nachwuchs zur Folge hatte, Ich glaube, die anderen Eltern mögen mich nicht.

Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein – irgendwie ist eine halbe Flasche Weißwein 1600 m über n.N, nicht das Gleiche wie in Westpolen.

Published in: on 1. März 2009 at 21:35  Hinterlasse einen Kommentar  

Die Piste zum Kinderglück

Der Großvater meiner Kinder legt ja Wert drauf, daß selbige früh auf die Ski kommen. Und da auch ich ein Vertreter der Theorie mit dem Hänschen bin – deren lebendes Beispiel ich bin – schaue ich gerade wieder nach schönen, familienfreundlichen Skigebieten.

Nun hat ein guter Freund uns Serfaus empfohlen, ein Gebiet, das sehr gute, kindertaugliche Bewertungen bekommen hat. Also hab ich mich guten Mutes dran gemacht. Und bin sowas von vom Glauben abgefallen. Das günstigeste Angebot, das ich bekommen habe, ist 3989 Euro (in Worten: dreitausendneunhundertneunundachzig). Geht bis hin zu 4378. Und nein, ich hab keine Privatpiste und auch nicht die Präsidentensuite. Es sind noch nicht mal Fünfsternehäuser und weder Anfahrt noch der Martini an der Bar sind da drin. Und auch kein Skipass für mich oder Kind Nummer Zwei. Von Leihgebühren rede ich erst gar nicht. Ich fahr auch nicht zur Ferien- oder Faschingszeit!

Sind die irre? Wer bitte kann sich denn sowas leisten? Ich rede hier von einer Woche und nicht vom Jahresurlaub von zwei bis drei Wochen. Da bin ich (bzw. der Kindsgroßvater) ja mit Anfahrt, Wein an der Bar und Leihgebühr für die Ski mindestens 5000 Euro los. Für eine Woche. Ich glaub das immer noch nicht!

So gerne ich also in dieses Kinderparadies fahren würde – deren phantastische Preise sind wir nicht gewillt zu zahlen. Ich ruf dann gleich mal wieder im Vorarlbergland an – da hab ich Kinderfreundlichkeit zu Preisen, die zwar nicht ohne, aber wenigstens bezahlbar sind.

Wir sehen uns auf der Loipe!

Published in: on 16. Januar 2009 at 20:24  Hinterlasse einen Kommentar  

Die Nacht, die ist zum Schlafen da!

Ich hab irgendwann mal geschrieben, ich würde gerne mal wieder eine Sendung abends durchgehend gucken dürfen. Und dann hab ich mal geschrieben, daß ich mal gerne wieder durchschlafen würde. Im Moment würde ich gerne mal meine Kinder durchgehend von 20 – 22 Uhr im Bett haben. Gleichzeitig.

So gut die Beiden reisen (während des eigentlichen Prozesses des Fortgewegends zu Fuß, im Auto, im Zug oder im Flugzeug – da sind die Kinder das Beste, was Eltern, Mitpassagieren, Flugpersonal und Sicherheitsbeamten passieren kann), so heftig sind die Nachwehen. Beide Kinder haben Probleme mit dem Jetlag und sind extrem anhänglich. Vor allem und gerade nachts.

Und da der Autor sich auf der Nachtschicht vergnügt schon seit Nächten schwer arbeitet und die Butter aufs Brot verdient, fällt mir die Aufgabe zu, eingequetscht zwischen zwei Kindern zu liegen und bald hier zu beruhigen bald da zu streicheln.

Hilft aber nicht – Kind Nummer Zwei quengelt sich gerade durch den Abend und Kind Nummer Eins jammert, weil Sie gemeinerweise in ihr Bett mußte – um 22:12 Uhr.

Aber morgen, morgen ist der Autor von der Arbeit erlöst und ich vom nächtlichen Kinderbespaßungsdienst. Fragt sich, wer erleichterter ist.

Published in: on 2. Januar 2009 at 21:23  Hinterlasse einen Kommentar  

Das Klo anderswo

Wenn ich mir was für das Neue Jahr wünschen darf, dann wäre es, das die Menschen etwas mehr nachdenken würden. Im Großen, etwa bevor sie irgendwelche Bombenangriffe starten wie auch im Kleinen, etwa wie man semiöffentliche Toiletten designt. Wobei ich mit Letzterem noch nicht mal das Aussehen als vielmehr die Zweckmäßigkeit meine.

Beispielsweise gibt es in den USA in vielen Toilettenkabinen von Restaurants oder Einkaufszentren kleine Klappsitze mit Gurten, auf denen man den Sprößling festschnallen kann, während man selbst in Ruhe seines Geschäftes nachgehen kann, ohne daß man wahlweise das Kind am Abrollen sämtlicher Klopapierrollen oder dem chemischen Untersuchen der Kloputzbürste hindern muß.

Da hat mal jemand mitgedacht – oder wahlweise alltägliche Erfahrungen einer Mutter gemacht.

In diesem Sinne – einen schönen letzten Abend des alten Jahres und ein glückliches neues Jahr!

Published in: on 31. Dezember 2008 at 09:46  Hinterlasse einen Kommentar  
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