Family, Life

Erkenntnisse des Alltags

Man sagt ja, beim zweiten Kind wird man gelassener. Das ist wahr.

Was einem aber nicht gesagt wird, ist, daß man gar keine andere Wahl hat. Natürlich legt man sich auch mit dem 10monatigen bis zum Einschlafen mit ins Bett. Verwöhnen hin oder her. Denn wenn man das nicht tun würde, dann würde er brüllen und die 4jährige aufwecken und das möchte man tunlichst vermeiden. Unter allen Umständen!
Wenn er aus dem Bett kullert (und brüllt), wird er getröstet und kurz untersucht (beim zweiten Kind weiß man, wenn es noch brüllt, dann ist es nicht sooooo schlimm), aber man rast nicht mehr mit quietschenden Reifen in die Notaufnahme, denn dann müßte man ja – wieder – die Große aus dem Schlaf reissen . Solange also Blut nur in überschaubaren Mengen fließt, tut notärztliche Hilfe nicht not.
Statt gesundem Bio-Obst bis Vollendung des ersten Lebensjahres gibt es (immerhin Bio-)Kekse – gut, ich habe ein schlechtes Gewissen aber wenn die Maus einen Keks ißt, dann will der Kurze auch einen. Und wer glaubt, so ein knapp 75cm kleiner Wicht würde den Unterschied nicht kennen, dem leihe ich gerne meine Kinder.

Wahrscheinlich hat die Natur das kompensatorisch so eingebaut, weil der Zweitgeborene im Gegensatz zur Erstgeborenen ja von Anfang an Mama und Papa teilen muss. Hat eben alles seine Vor- und Nachteile.

Und da ich beim ersten Teil der Produktion schon wertvolle Erfahrungen gesammelt habe, beiße ich jeden Abend meine Zähne zusammen bin jeden Abend ruhig und gelassen, denn ich weiß: Eines Tages werde auch ich wieder eine Sendung von 20:15 ohne Unterbrechung bis zum Schluß sehen dürfen. Die Frage ist nur wann…

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