Family, Life

9 Jahre!

9 Jahre bin ich heute verheiratet! Zeit, sich zu überlegen, was sich in diesen 9 Jahren alles verändert hat. Würde ich auch gerne tun, wenn ich mir nicht gerade einen halben Liter sehr guten Wein zusammen mit noch besserem Essen einverlaibt hätte. Deswegen sollte ich jetzt einfach unsere beiden Kinder unfallfrei ins Bett bekommen.

Übrigens – weil wir die Familie sind, die wir sind, habe ich einen iPod (4GB, Product red) und der Autor iLife 8.0 zum Hochzeitstag bekommen. Nicht sehr romantisch, ich weiß, aber hey – Romantik geht im Alltag schon mal gerne verloren – kleine Inseln der Entspannung bleiben!!! Und ein Leben, das zu zweit begann und jetzt zu viert weitergeführt wird, auch!

So, und jetzt versuch ich mal nüchtern zu werden! 🙂

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Die Rache der Mücke!

Die Mücke von vor einer Woche war doch nicht von uns gegangen. Sie hat ihren Verwandten Bescheid gesagt. Ich hab keine Ahnung, was genau für Viecher sich in ihrer Familie tummeln, aber irgend so ein Biest hat mich an der Wade erwischt. Der Stich (Biß??) ist groß und rot und juckt und juckt und juckt (was auch wiederum gut ist, denn Borrelien jucken nicht). Damit steht es 2:2 und geht in die Verlängerung.

Oh warte!

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Und was warst Du?

Ich bin ja nicht nur Bloggerin, nein, ich bin auch in verschiedenen Foren aktiv. Unter anderem auch in einem Eltern-Forum. Dort wird im Moment ausgehend von der Palästinensertuch- und Parkafrage gerade entlarvt, wes Geistes Kind man war – damals. Überschrieben ist das ganze bezeichnenderweise mit dem Titel „An die alten User“ – zu denen ich ganz ohne Frage auch gehöre.

Und wir hatten damals eine Menge (für die Jungspundblogger – Achtung, hier kommt jetzt ein Exkurs in die „gute alte Zeit“. Sicherheitshalber gebe ich mal erklärende Links an) an Richtungen:

Wir hatten die Punks. Zu denen gehörte ich nicht, weil sie a) bunt waren, b) mir ihre Musik zu unmelodisch war und c) ich den Mut, mich mit meinen Eltern zu überwerfen denn doch nicht hatte. Außerdem tranken die Bier und Bier hab ich noch nie gemocht.

Dann hatten wir die Popper. Die wiederum fand ich viel zu spießig und gelackt. So unpolitisch war ich nun wahrlich nicht. Außerdem hatte ich keine Kohle für den Markenfetischismus, der mir bis heute fremd ist. Naja, fast fremd. Wir nähern uns langsam an.

Gothics auch Grufties genannt. Meine beste Freundin Manuela war ein Gruft und mein späterer Ex gehörte auch in die Gruppe. Einige meiner Zeitgenossen meinten ja, ich sei auch so eine. Schwarz war die einzig akzeptable Farbe, eine Seite lang, eine Seite fast abrasiert und diese Klaaaamooooottttttennnnnn. Das fand ich schon cool. Leider mochte ich schon wieder weder die Musik noch die Stimmung dort, zum Lachen ging man in den Keller. Ich war schon beim ersten Zusammentreffen mit einer größeren Gruppe unten durch und als viel zu unpessimistisch und unmorbide abgeschrieben.

Dann gab es noch die Leute um die Antifa. An sich wäre das politisch gesehen meine Gruppe gewesen, aber sie waren mir entschieden zu radikal und zu schmuddelig. Und die Klaaaamooootten!! Ne. Nix für mich. Außerdem hatte ich ein sehr ablehnendes Verhältnis Drogen gegenüber und mochte, wie schon erwähnt, kein Bier. Und die gemäßigte Fraktion war mir zu…zu…oh neeeee!

Dann gab es noch die Skins Zumindest damals waren die meisten von ihnen rechtsradikal und daher eines meiner ersten echten Haßobjekte.

Und mit der aufkommenden Aciiiiiiiiiiid-Techno-Szene konnte ich wegen der Musik schon mal gar nix anfangen. Außerdem kamen die mir vor wie aufgeregte Hühner, bei denen der Fuchs gerade zu Besuch war. Und diese figurunbetonte Kleidung – wieder Nä!

Im Gegensatz zu heute, wo die überwiegende Mehrheit der männlichen Kids in Hosen mit Hintern bis zum Boden, Schlabbershirt und Conehead-BaseCap und die Mädels in Hüftjeans, Bauchfrei auf Deibel komm raus und glattgestriegelten blonden Haaren trägt, eine geradezu wahnsinnige Vielfalt.

Aber hey, das ist nur die Sichtweise einer steinalten Mutter. Und in zwanzig Jahren wird in dem, was nach dem Internet kommt, wieder ein Jetzt-Teenie über die Jungendkultur seiner Zeit auslassen! Deswegen heißen die Dinger auch Jugendkultur – weil wir alten Säcke sie nicht mehr verstehen!

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Aus aktuellem Anlass: Informationsmonopol – Teil 3

Seitdem ich den Autor kenne, geht er nicht wie ein normaler Mensch zum Friseur – nein, er klippert sich die Haare. Er geht als mit einem Langhaarschneider auf 3mm durch die Haare. Und ebenfalls seit ich den Autor kenne, bettele ich ihn quasi an, einem Friseur doch wenigstens mal eine Chance zu geben. Vergebens.

Heute ist es dann passiert. Er ist irgendwie abgerutscht und hat sich ein Loch in die Haarpracht gesäbelt. Jeder Versuch, zu retten was noch zu retten war, endete in einem noch schlimmeren Desaster. Zum Schluss sah er aus wie…nun, sagen wir einfach, er sah aus, als ob er mit seiner Haarpracht ca. 60 Jahre zu spät wäre.

Da half nur eins: Haare ab! Ganz und ratzekahl. Er versuchte dann mit Sonnenbrille und Basecap (ich konnte gerade eben noch die (von wohlmeinenden amerikanischen Freunden geschenkte) NRA-Kappe verhindern und auf eine Red Wings umschwenken, da ich andernfalls leider ein Scheidungsverfahren einleiten oder halt selbst zum Gewehr hätte greifen müssen) cool zu tarnen.

Sollte also in den nächsten Tagen, rein zufällig, in seinem Blog was über die Notwendigkeit, seine Kopfhaut in bestimmten Abständen zu lüften oder einem heroischen Selbstversuch, nachzufühlen, wie sich so ein Skin fühlt, zu lesen sein – bitte jedwede Aussage zu seiner Haarpracht mit dem nötigen Misstrauen begegnen.

Übrigens, auf meine vorsichtige Anfrage, wie es denn nun mal mit einem Friseur sei, kam nur ein „Nu, is zu spät.“ Womit er nun auch wieder recht hat.

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Emanzipation im Garten

Als wir dieses Haus kauften, zeichnete der Garten sich durch eine schlichte Nichtexistenz aus. Der Platz, der ursprünglich dafür vorgesehen war, war eine Schlamm- und Steinwüste. Also beschlossen der Autor und ich, einen pflegeleichten Garten zu errichten. Mit der Betonung auf leicht und nicht auf Pflege. Wir pflanzten also auf einer großen Fläche Rasen.

Nicht bedacht hatten wir als Gartenlaien, die wir damals noch waren, dass so ein Rasen bei verschiedenen Witterungen dazu neigt, recht schnell zu wachsen. Momentan ist so eine Witterung, bei der man dem Gras beim Wachsen zusehen kann. Wenn es nun nur Gras wäre, dann ginge das ja noch. Leider wurde bei der Mutterbodenaufschüttung nicht wirklich darauf geachtet, dass die Erde gesiebt wurde. Also haben wir – nun, nennen wir es eine naturbelassene Wiese mit den verschiedensten Wildkräutern, die neuerdings wieder in der experimentierfreudigen Küche Einzug erhalten. Meine Oma sagt noch Unkraut dazu. Wenn nun also dieser Rasen wächst, dann wachsen die (Un-)Kräuter dreimal so schnell.

Nun habe ich seit April letzten Jahres mich um das Rasen mähen drücken leider nicht mehr mähen können. Ich meine, einer Schwangeren oder Stillenden kann man schließlich eine solche Arbeit nicht zumuten – viel zu schwer. Mein Beitrag zur Rasenpflege war es, in regelmäßigen Abständen Dinge zu sagen wie „Oh, das Gras bildet wieder einen perfekten Sichtschutz, wenn wir auf der (höhergelegten) Terasse sitzen“ oder „Schau, wenn man genau hinsieht, dann findet man unser Kind wieder, das vor einer halben Stunde Ball spielen gegangen ist“ oder aber auch gerne „Wenn Du möchtest, dass ich mal wieder mit sehr ursprünglichen deutschen Kräutern koche, dann kannst Du mir das auch gerne verbal sagen“. Meist erntete ich dann diesen langen Blick, gefolgt von einem sehr tiefen Seufzer und der Frage „Meinst Du, ich sollte mal wieder das Gras mähen?“ (Nein, ich sag das nur zum Spaß und weil ich denke, dass Du sonst nichts im Leben zu tun hast). Mit Glück und wenn sich nun wirklich keine Ausrede einfallen ließ, wurde dann der Rasen gestutzt.

Half heute aber nicht. Der Autor kränkelte so sehr, dass er zum Arzt musste und Antibiotika bekam. Alle Andeutungen halfen daher nicht, so ich griff zum allerletzten Mittel:“Neeeeeee, Du bist auch zu krank, ich mach das dann mal“ Und anstatt sich heldenhaft zwischen mich und den Mäher zu werfen, kriegte ich zu hören „Ja, solltest Du vielleicht. Er hat es mal wieder nötig.“ Hrmpf. Damit hat dieser Run nun auch ein Ende und ich bin wieder jedes zweite Mal dran. Mindestens.

Womit wir wieder zwei Sachen heute gelernt haben.

1. Ein Garten mit viel Rasen ist nicht zwingend pflegeleicht.
2. Ich schau mir doch mal diesen traktorartigen Rasenmäher auf dem man sitzen kann und von dem der Autor seit langem schwärmt, an.

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Frustrierte Mücken

Wegen akuter Albtraumeritis habe ich diese Nacht bei meiner Tochter geschlafen. Ihr Moskitonetz mußte einige bauliche Maßnahmen über sich ergehen lassen, daher hang das Netz sehr nah über meinem Gesicht.

Und da hörte ich sie, die Mücke. Sie roch mich. Sie versuchte an mein gutes, nahrhaftes Blut zu kommen. Allein, sie schaffte es nicht – sie war draußen, ich drinnen. Ihr Summen wurde immer wütender und frustrierter, bis es irgendwann in den Morgenstunden verstummte.

Geschlafen hab ich wieder nicht die Nacht. Aber gestochen worden sind weder Mann noch Kinder noch ich – die arme Mücke ist wahrscheinlich den Erschöpfungs- und/oder Hungertod gestorben.

Was ein klarer Sieg nach Punkten für mich ist!

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