Family, Life

Kindsein heute

 

Es ist Personalversammlung im Kindergarten, was bedeutet, daß alle Kinder zuhause sind. Was wiederum bedeutet, daß Kind Nummer 1 beschäftigt werden will. Dankenswerterweise malt sie gerne. Und das auch allein.

 

Und so kam sie gerade in die Küche, in der ich verzweifelt versuchte, das morgendliche Chaos in den Griff zu bekommen. 

 

„Schau mal Mama, was ich gemalt hab“ Tochter zeigt auf ein Segelschiff.

 

„Oh, ein Schiff!“

 

„Maaaamaaaaaa, das ist eine Konsole, und das da ist der Fernseher und da der Controler und das da ist Daddy, der Bowling spielt und gerade hinfällt“

 

Man kann nun wirklich nicht sagen, unser Kind sei nicht im 21 Jahrhundert angekommen.


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Life

Wenn zwei das gleiche tun

ist das noch lange nicht das selbe. Ich bin ja dieses Jahr früh dran und erstelle meine Weihnachtsgeschenke. Wie jede ordentliche Mutter des 21. Jahrhunderts brauche ich dazu nur Photos der Kinder und ein vernünftiges Programm. Da sich die meisten Photos aber beim Autor auf dem iMac befinden, fragte ich ihn, ob ich mal eben kurz ein bestimmtes Programm installieren könnte. Der blanke Schreck stand ihm ins Gesicht geschrieben.
„Du, eh, mach das doch bei Dir, Du weißt ja, auf Deinem Rechner ist noch so viel Platz und dann kannst Du auch arbeiten, wenn ich mal nicht da bin, dann hörst Du die Kinder“ und so weiter und so fort.
Dagegen ist es aber völlig ok und normal, wenn bei mir nach kurzer Ansage (wohlgemerkt, Ansage, nicht Frage) mal eben kurz ein neues Betriebssystem wie Löwe oder Gepard oder so aufgespielt wird. Und ich mach eines Morgens den Rechner auf und alles sieht irgendwie ganz anders aus. Und auf meine zarte Frage, was denn da passiert sei, kommt ein empörtes
„Ja, da haben wir doch lang und breit drüber geredet“
Jaja, geb ich ja zu, wir haben drüber geredet. Aber ich dachte, er redet über unseren nächsten Fotosafariurlaub im Jahre 2023..

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Family, Life

Du weißt,

daß Du die Heldin für Deine Tochter bist, wenn sie das unförmige, pinke (in Ermangelung an roter Fabe), lilane (ebenfalls in Ermangelung an braun), plumpe Ding, daß Du auf die Windowcolorfolie patschst nicht nur gleich als Weihnachtsmann erkennt, sondern auch noch begeistert ausruft “Mama! Das ist der tollste Santa, den ich je gesehen habe!”

HAH! Da habt ihr es, ihr Superbastelmütter! Rote, erkennbare Weihnachtsmänner kann schließlich jeder!

Na gut, jeder ausser ich.

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Food, Life

Es ist vollbracht!

 

Ich gebe es zu, ich war mehr als skeptisch, als ich die Rezepte sah, die mir die beste Schwiegermutter der Welt und die angeheiratete Tante gegeben haben. Und ich habe Mittwoch auch nur bis halb elf in der Küche gestanden und gebrutschelt. Und auch nur drei endlos lange Telefongespräche in die Neue Welt geführt.

Woher bitte soll ich auch wissen, ob man Süßkartoffeln mit oder ohne Salz kocht. Und wie bitte sollen Dosenananas, Sellerie, Orangen, Gelantine und Cranberries zusammen in einem Topf schmecken und das auch noch kalt? Für die Füllung hatte ich Mittwochabend extra noch  befreundete Bäckerei angrufen, so daß ich noch Brot vom Vortag bekommen konnte. Und hat jemand schon mal knapp 2 – gefühlte 10 – Kilo Äpfel für Applepie geschält und zwar nachdem man aufgrund der feigen Desertation der Küchenmaschine den Teig für ebenjenen (also eigentlich 4 davon) geknetet hat? Außerdem mußten Entscheidungen getroffen werden, wie zum Beispiel den Zuckergehalt im Süsskartoffelauflauf auf (nicht um!) ein Drittel zu kürzen.

Aber es hat dem deutschen Gaumen geschmeckt. Und nicht nur das, ich habe teilweise aus der Küche die Schüsseln mit den Resten holen müssen, damit sich alle noch mal drüber hermachen konnten. Und das lag nicht an zu kleinen Portionen – wahrlich nicht. Und es war einfach schön und gemütlich, auch wenn man es mit dreieinhalb anwesenden Kindern nicht unbedingt besinnlich oder leise nennen konnte.

Unsere Gäste haben sogar Dr. Pepper, das ich zusammen mit Rootbeer habe quasi einfliegen lassen probiert und sehr zu Leidwesen des Autors auch sehr gemocht. Nur ausgerechnet die Saltines – die hatten wir mitsamt dem Cheddar komplett vergessen. Aber ich glaube, daß heißt, daß alle satt geworden sind.  

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Food, Life

Ein Hoch auf die Globalisation!

 

Ich hab Cranberries bekommen! Echte, frische Cranberries! Ich bin total begeistert. Es mag ja sein, daß man die in der großen Stadt dauernd bekommt aber hier auf dem Dorf kriegt man sie nur in Form eines realtiv fragwürdigen Saftes. Normalerweise jedenfalls.

 

Und um mein Glück perfekt zu machen, hab ich auch noch Sweet Potatoes bekommen. Hach! Jetzt steht dem Thanks Giving Essen fast gar nix mehr im Wege. Jetzt muß nur noch den Truthahn geliefert werden.

 

Naja, und gemacht werden muß das Dinner auch noch – plus dem berühmten, nicht fehlen dürfenden Thanks Giving Apple Pie für den Kindergarten von Kind Nummer 1 – die Geschichte dazu darf sich dann der Autor ausdenken.

 

Hach, ich freu mich – denn das ist das Gute an binationalen Ehen – irgendwie hat man doppelt soviele Feiertage, die man feiern darf!

 

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Family, Gesundheit, Life

Häusliche Krankenschwestern

Früher, also in meiner BC (Before Children) Zeit, da lebte ich ja in der irrigen Annahme, daß sich hauptsächlich Leute jenseits der Rente über Krankheiten und Zipperlein unterhalten würden.

Heute weiß ich es, wie so vieles, besser. Ich schwöre, wenn zwei Mütter länger als 30 Minuten aufeinander treffen, werden sie sich über Kinderkrankheiten, deren Bekämpfung und bei ganz jungen Müttern auch noch die Häufigkeit des Stuhls (für Nichteltern – ich rede hier nicht von den Stühlen, auf denen man gemeinhin sitzt sondern eher dem inwändigen Teil des… lassen wir das einfach mal so stehen) der kleinen Süssen. Es ist unglaublich. Selbst Mütter, die noch ein Leben ihr Eigen nennen, die berufstätig sind, Hobbies oder wenigstens ab und an noch mal Sex haben – sie alle können es nicht lassen, ab dem ersten Husten des Kindes darüber zu reden. Was sich dann bei mehreren Kindern und dementsprechend mehr Krankheiten potenziert.

Außerdem ist es schlicht unfaßbar, wie gut man in kürzester Zeit mit medizinischem Gerät und Medikamenten umgehen kann. Einen Pari Boy (sollten bis hierhin immer noch Unbekindete mitlesen – das ist ein Inhaltor für zuhause) baue ich nicht nur in Rekordzeit im Dunkeln mit einer Hand auf, ich bringe zudem noch die richtige Lösung mit dem jeweiligen Medikament in der korrekten Dosierung in die Maschine. Auch und gerade wenn ich dabei noch ein strampelndes und kreischendes Kind mit dem anderem Arm auf der Hüfte halte. Und die  freundliche Apothekerin, die mir erklären möchte, daß dies ein Trockensaft ist und unterbreche ich mit „Gute Frau, ich habe zwei Kinder“ – worauf sie wiederum nur wissend lächelt. 

Ach ja, und erwähnte ich schon, daß der Besuch beim Kinderarzt keine Bronchitis, sondern  eine Mittelohrentzündung hervorbrachte? Vielleicht sollte ich einfach jegliche andere Aktivität für die nächsten 4 Jahre auf Eis legen und mich nur noch der Gesundung irgendwelcher Familienmitglieder widmen…

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Family, Gesundheit

Bericht aus dem Lazarett

Erstmal: Vielen lieben Dank für die lieben Worte, die mir ganz viele aufgrund des Kruppanfalls von Kind 2 geschickt haben. Sie haben mich sehr aufgebaut, es ist immer gut, wenn man weiß, man ist nicht die Einzige im Universum, der das passiert. Außerdem hab ich noch den einen oder anderen Tipp bekommen, den ich noch nicht kannte.Es geht ihm etwas besser, aber leider scheint sich auf den Krupp jetzt noch eine Bronchitis gesetzt zu haben – ich werd dann nachher mal wieder meine Freundin, die Kinderärztin, aufsuchen. Freundin deshalb, weil ich die Gute in den letzten Wochen mit beiden Kindern wieder mehr gesehen habe als alle meine Bekannten und Freundinnen zusammen. Wird wieder Zeit für eine Familienpackung Trüffel für die Schwestern dort…  Wobei  mir einfällt, ich selbst muß irgendwann auch noch mal zum Arzt und mir eine Grippeschutzimpfung holen – nicht auszudenken, wenn es mich auch irgendwann mal zerreißt und ich darnieder liege. Mütter dürfen sowas nicht – absolutes Geht Gar Nicht. Bei Vätern funktioniert das leider nicht – der Autor fängt sich in etwa alles an Bakterien und Viren ein, was so ein durchschnittlicher ostdeutscher Kindergarten zu bieten hat. Und das sind viele. Plus diejenigen, die sich beim ungenannten Arbeitgeber auf den gemeinsam genutzten Tastaturen tummeln. Ich tippe mal auf ein sehr, sehr häusliches Wochenende.  Ich geh schon mal und hol die Schwesterntracht vom Boden…  

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