Allein zu dritt

Ich möchte heute eine Lanze für alle alleinerziehenden Mütter brechen. Ich war ja diese Woche Strohwitwe – und ich muß sagen, es macht keinen Spaß.  Und das, obwohl die Kinder (oder ich) wider Erwarten weder am Noro-Virus noch an irgendeiner anderen Pestilenz erkrankt sind.

 

Es ist einfach anstrengend, ständig zwei Kinder koordinieren, für alle da sein, dauernd nachts raus zu müssen, zwischendurch zu arbeiten, den ganzen alltäglichen Wahnsinn dieser Familie plus den der restlichen Welt, der ausgerechnet diese Woche auf mir abgeladen wurde – ne, das brauch ich einfach nicht. Von der ständigen alleinigen Verantwortung rede ich gar nicht. Soviel Adrenalin kann ich gar nicht aufbauen, daß ich das über längere Zeit überlebe.

 

Nur gut, daß der Autor morgen früh wieder die alte Welt betritt. Ich werde mit den Kindern am Flughafen stehen, eine grottenschlimme Brühe in der Hand, die mir als Kaffee verkauft wurde und am Gate auf den Ernährer der Familie warten. Und gleich nach der Begrüßung bekommt er beide Kinder in den Hand gedrückt und ich atme das erste Mal seit einer Woche wirklich durch.

 

Oder anders: Lieber Autor, ich habe Dich wesentlich mehr vermißt, als ich es für möglich gehalten habe…

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Published in: on 15. Dezember 2007 at 08:34  Schreibe einen Kommentar  

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