Der Socken noch kein Ende

Das Sockenproblem scheint doch genetisch zu sein.

Meine Tochter weigert sich seit ca. drei Wochen passende Socken anzuziehen. Pippi Langstrumpf würde schließlich auch zwei verschiede Strümpfe tragen, dann dürfe sie das auch. Nun gibt es genau zwei Arten damit umzugehen.

Möglichkeit 1) Man macht ein Faß auf und versucht alles, das Kind davon abzubringen. Das geht meist mit Streß und Tränen einher. Nervenrollen werden im Zehnerpack aufgebraucht und bringen tut es meist nichts.

Möglichkeit 2) Man nimmt es als tochtergegeben hin und pfeifft auf das, was andere Leute sagen könnten. Ich meine, es ist nicht so, als ob es eine fehlende Jacke oder Kniestrümpfe zum Röckchen bei -3 Grad wären und die Kleiderfrage somit einer Einladung sämtlicher Lungenentzündungen dieser Welt gleich kommt.

Also habe ich die Erzieherinnen im Kindergarten kurz darüber informiert, daß ich (wenigstens) in Tochterkinds Sockenkiste zwar grob Ordnung halte, sie das aber eher dankbar in der Form annimmt, als daß sie schnell unterschiedliche Socken findet. Eine Erzieherin meinte daraufhin nur, sie hätte in ihrem Leben gelernt, daß die Welt nicht untergeht, wenn jemand zwei verschiedene Socken trägt. Was mich wiederum beruhigte.

Im übrigen sehe ich das als Übung für die Pubertät, in der wir uns glücklich schätzen können, wenn unser Kind Socken anhat die zu ihren neonpinken Haaren passen.

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Published in: on 28. Februar 2008 at 20:36  Schreibe einen Kommentar  

Brief an die Entwickler

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Lieferung. Vor nunmehr 15 Monaten ist der Junge angekommen. Wie schon mit seinem weiblichen Vorgängermodell sind wir im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Die Modelle sind pflegeleicht (jedenfalls relativ gesehen, betrachtet man andere Ausführungen), einfach herzig anzusehen und wirklich nur zum Liebhaben.

Leider haben Sie trotz unserer Beanstandungen an der Version 1.0 auch beim Nachfolgemodell immer noch einige Bugs nicht entfernen können. Als da wären:

1) Der Schlafmodus funktioniert nur sehr unzureichend. Meist dauert es, bis das System runtergefahren wird und es bedarf auch akustischer Reize wie das Singen von „Row, row, row the boat“ bis zur Schmerzgrenze des Users. An anderen Tagen wiederum gibt es von jetzt auf gleich einen Totalausfall – vor allem, wenn man im Auto fährt. An dieser Unregelmäßigkeit sollte noch gearbeitet werden.

2) Das Kind läuft aus. Wie schon bei Modell 1.0 braucht man Windeln, um den schier unaufhaltsamen Strom von nicht näher zu beschreibenden Ausscheidungen aufzuhalten. Auf die Dauer wird das teuer. Es ist mir unverständlich, warum dieses Manko noch nicht abgestellt werden konnte.

3) Version 2.0 hat noch sehr unzureichende Synapsenverbindungen und hört nur sehr begrenzt auf Kommandos. Desgleichen ist die Sprachfähigkeit bisher sehr, sehr begrenzt. Dies wird allerdings von Tag zu Tag besser, daher denke ich, daß Sie auch hier wieder eine selbstlernende KI eingebaut haben. Da es ein Zweitkind ist und wir das schon mal durch haben, hätte eine fertige KI gereicht. Aber es wird ja täglich besser.

4) Der allergrößte Bug: Der Ausknopf fehlt. Oder wenigstens eine Mute-Taste. Wir haben das Kind komplett auf den Kopf gestellt – er fehlt. Und das, obwohl wir dieses Mal gesondert auf die Bedeutung dieses Knopfes hingewiesen haben. Es ist einfach anstrengend, wenn man nicht mal einfach abschalten kann. Hier haben die Damen und Herren in Ihrer Qualitätskontrollen ganz klar nicht aufgepaßt. Sowas darf eigentlich nicht passieren.

Nichts desto trotz möchten wir uns für 2.0 bedanken, hergeben wollen wir ihn keinesfalls mehr. Daher haben wir ihn auch trotz seiner Mängel noch nicht eingeschickt, so ein Systemcheck dauert ja bekanntermaßen und so lange wollen wir den Kleinen nicht missen. Allerdings wären wir sehr dankbar, wenn Sie uns wenigstens einen Not-Aus-Schalter (gerne auch extern) für den absoluten Notfall zukommen lassen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Familie S. aus Z.

Published in: on 26. Februar 2008 at 20:10  Schreibe einen Kommentar  

Fete. Fast kinderfrei.

Gestern war er also. Der Abend der Abende. Die Kinder glücklich verkauft – Kind Nummer Eins hat mir am Tag danach stolz erzählt, wieviel Süssigkeiten und Chips sie verdrücken konnte und das sie doch ein klitzekleinwenig Heimweh hatte und zwar in der Reihenfolge. Kind Nummer Zwei ist gleich nach Ankunft bei der Tagesoma im Wunderzimmer (Autos, Autos, Autos überall) des Tagesenkels verschwunden und ward nicht mehr gesehen.

So kamen wir denn bei der Geburstagsparty an, ich machte es mir mit einem Glas Sekt bequem, als ich auch gleich zur Haustür gerufen wurde. Eine Freundin des Geburtstagskindes braucht eine erfahrene Schulter für ihr zweimonatiges Kind während sie selbst eben mal den Kinderwagen parken würde.

So saß ich auf dem Sofa, ein Glas Sekt in der Linken, ein Baby in der Rechten. Jegliche Versuche der Mutter, mir das Kind wieder abzunehmen wurden von mir eiskalt abgeschmettert („Nene, iß Du mal in Ruhe, wer weiß, wann Du das wieder mal ohne Kind im Arm essen kannst“). Irgendwann wollte das Baby aber leider selbst essen und aus biologischen Gründen bin ich nicht mehr dazu fähig einem Säugling zu geben, was des Säuglings ist.

Und leider kam ich danach zu spät, das Kind wieder an mich zu reißen. Eine Freundin (Mutter eines fast 6-Jährigen, ebenfalls für den Abend beim Babysitter geparkt um einen ruhigen kinderfreien Abend zu haben) war schneller und ließ den süssen Kleinen nicht mehr aus ihren Armen. Hmpf.

Also brauchte ich mir eine andere Beschäftigung suchen. Nur gut, daß eine im fünften Monat schwangere Frau da war, so konnte man über Schwangerschaft, Vorsorge, Geburt und ähnliche fetenunkompatible Themen reden. Um 23 Uhr sind dann die Eltern von Kindern geschlossen verschwunden.

Aber hey, es war ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Bei der nächsten Party werde ich dann also nicht nur da sein, war trinken sondern mich auch noch mit Leuten ohne Kinder unterhalten. Bestimmt.

Published in: on 24. Februar 2008 at 19:38  Schreibe einen Kommentar  

Wunder geschehen immer wieder

Es mag für die meisten nichts Besonderes sein, aber für uns ist es ein Schritt zurück ins nicht-kinder sozialisierte Leben.

Der Autor und ich gehen auf eine Geburtstagsparty. Abends. Zusammen. Ohne Kinder. Das erste Mal seit eineinhalb Jahre – gefühlte 7 Jahre. Kind Nummer Eins war begeistert, als wir ihr die Möglichkeit eröffnet haben bei ihrer Freundin zu schlafen, man mußte es ihr nur richtig verkaufen. Kind Nummer Zwei war da schon schwieriger, da für Bestechungen Argumente noch nicht zugänglich. Er schläft ja noch immer nicht die Nacht durch und eigentlich kann man das niemandem zumuten (wir reden hier nicht von einmal päpen die Nacht, wir haben da einen Hardcoreschlafunterbrecher in die Welt gesetzt). Aber die Tagesoma war voll des Mitleids mit uns und wird jetzt spontan zur Abendoma.

Um Mitternacht verwandeln wir uns dann wieder in Kürbisse, holen unseren bis dahin wahrscheinlich immer noch fröhlich rumspringenden Sohn ab und werden noch Monate von dem Abend schwärmen, an dem wir uns fast wie normale Erwachsene benommen haben…

So jedenfalls ist der Plan. Wir werden sehen, wer bis dahin wie krank ist. Aber man wird ja noch träumen dürfen.

Published in: on 21. Februar 2008 at 20:42  Schreibe einen Kommentar  
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Blumen zur Entschuldigung

Wenn man, wir wir schon ein paar Mal umgezogen ist und seine Freunde eher selten sieht, dann vergißt man schon mal Geburtstage. Wir sind mittlerweile dafür bekannt, circa drei bis fünf Tage nach den eigentlichen Geburstag anzurufen, zu gratulieren und uns wortreich zu entschuldigen. Das hat schon fast was von einem Ritual.

Nun ist es eine Sache, sowas am Telefon zu klären. Weitaus dümmer ist es aber, eine Freundin im Kindergarten zu treffen und zu fragen

„Sag mal, was machst Du eigentlich jetzt schon hier, mußt Du nicht arbeiten?“

und das schon sektseelige Grinsen nicht richtig zu deuten. Aber noch blöder ist es, wenn man die Mutter derselben Freundin am selben Tag anruft, weil man etwas braucht, die Mutter fragt

„Sag mal, hast Du nicht was vergessen?“

und man sich lediglich den Kopf darüber zermartert, ob man beim letzten Besuch vielleicht das Fläschchen von Kind Nummer Eins dort gelassen hat. Und nach nur einer Minute sechsunddreißig Sekunden bin ich dann auf den wahren Grund der Sektseeligkeit gekommen.

Der dorfeigene Florist hat sich gefreut und der Wein zum Anstoßen hat dann doch noch geschmeckt. Und spontan mußte ich an die Studie denken, die herausgefunden hat, daß Nutzer kein 546tausendstes Gadget haben wollen sondern eigentlich nur an den Geburtstag von Freunden erinnert werden wollen. Selten habe ich mich von einer wissenschaftlichen Studie so wiedergefunden wie in dieser.

Published in: on 18. Februar 2008 at 20:31  Schreibe einen Kommentar  

Kinder betreuen lassen dagegen sehr

Ein kurzer Tip für Leute, die sich Kinder anschaffen wollen. Plant doch die Kinder bitte so, daß sie im Sommer Geburtstag haben. Oder genauer: Zeugt sie so, daß der Zeitpunkt Ihrer Fremdbetreuung ziemlich genau im Zeitraum August/September liegt. Niemals sollte jemand versuchen innerhalb der verbleibenden zehn Monate eine Tagesmutter oder gar ein Kindergartenplatz zu ergattern. Die Nerven und die Zeit kann man sich sparen.

Kind Nummer Zwei braucht dringenst eine Gruppe von Kindern, in die er sich selbst sozialisieren kann. Sehr dringenst. Und es ist schlicht unmöglich, mitten im Jahr eine Tagesmutter zu finden, die grob unsere Vorstellung von Kinderbetreuung hat und auch noch mehr als ein anderes Kind betreut und auch noch einen Platz frei hat. Es ist zum Verzweifeln. Jetzt hat sich die Tagesoma dankenswerterweise bereit erklärt mit dem Kleinen ganz oft zum Spielplatz zu gehen (während ich versuche zu arbeiten), damit er sich dort seine noch jungen, aber sehr spitzen Hörner abstoßen kann – aber das Wahre ist das auch nicht.

Allerdings ist das alles noch nichts gegen den Versuch eines Kollegen des Autors, der die Tage in der großen Stadt beim Amt für Kindergartenangelegenheiten vorgesprochen hat und für sein Kind für September einen Platz haben wollte. Dort war man sehr aufgeschlossen und hat natürlich sofort einen Platz zugesichert – für September 2009.

Published in: on 15. Februar 2008 at 20:19  Schreibe einen Kommentar  

Und noch eine Sockengeschichte

Das in der Waschmaschine das Sockenmonster wohnt, ist ja bekannt.

Weniger bekannt ist hingegen das beliebte Spiel Socken Memory. Socken Memory wird so gut wie immer allein gespielt und so gut wie immer nur von der Hausherrin. Jedenfalls in der aktiven Rolle. Hilfreich zur Seite stehen die übrigen Haushaltsmitglieder, indem sie die Socken der Kinder, die eben noch an beiden Füßen waren, einzeln im Haus verteilen – natürlich ohne der Mutter zu sagen, wo sie sie verstecken. Eine temporeiche Komponente bekommt das Spiel, wenn man morgens dringend weg muß, genau diese Socken braucht, weil man wenigstens 50% gefunden hat, während bei allen anderen Paare 100% verlustig gemeldet sind.

Heute ging es übrigens schnell – relativ gesehen. Mein Kurzzeitgedächnis hatte zwischen zwei Kaffeeschlucken eine Socke unter dem Hochstuhl von Kind Nummer Zwei registriert. 5 Minuten später sah mein Auge die andere in seinem Bett zwischen seinen Stofftieren. Jetzt hieß es schnell reagieren, bevor diese Information in Chaos des Morgens wieder verloren geht. Also den Strumpf geschnappt, halb bekleidet die Treppe runtergerast, den anderen Socken erspäht, gepackt, zusammengerollt und in die Wickeltasche geschmissen. HAH!

Und so sind es die kleinen Dinge im Leben, die einem das Gefühl geben, einen Sieg über das Schicksal errungen zu haben. Oder eben gegen die eigene Unordnung.

Published in: on 13. Februar 2008 at 19:45  Schreibe einen Kommentar  

Ein Käfig voller Narren

Kann sich jemand ausser mir noch an seine Kindergeburtstage erinnern? Es gab Topfschlagen und Blinde Kuh. Kuchen und Würstchen. Geschenke und regelmäßgie Tobsuchtsanfälle, weil ich immer bestimmen wollte. Meine Mutter hat meine Kindergeburtstage gehaßt und war jedes Mal froh, wenn sie gerade vorbei waren und sie ein Jahr Pause hatte.

Mit Sicherheit gab es aber keine „Themengeburtstage“ bei denen alles in Pink und in Barbiesachen dekoriert war. Man hat den Kindern keine kleinen Tütchen – mit Prinzessinnenaufdruck versteht sich – mit rosa SchnickSchnack als „Give Away“ mitgegeben. Auch verkleidet haben wir uns nie zu Geburtstagen. Und das tollste Event, das es mal gab, war ein Besuch im nächstgelegenen Tierpark.

Heutzutage ist das anders. Keine Feier ohne Motto – Piraten, Prinzessinnen oder Dinos. Es gibt Eventberater, die zu einem kommen und ganz tolle Zaubertricks und andere Kinderbelustigungen durchführen. Und viele verlagern den Kindergeburtstag gar ganz von zuhause in Indoorspielplätze, auf Pferdehöfe oder zu Knut. Outsourcing für die Kleinen.

Hat man ein Sommerkind, dann braucht man sowas nicht. Ein Garten, ein Sandkasten und viel Wasser. Schon ist der perfekte Kindergeburtstag organisiert. Macht das mal im März oder im November – wenn man nicht bei dem eigenen Kind und den Gästen eine Lungenentzündung riskieren will, muß man die Feier reinverlegen. Das geht ungefähr bis zum vierten Geburtstag gut. Danach wird es purer Streß – schon weil Kind Nummer Eins locker die dreifache Menge an Kindern einladen will als ihre Mutter. Und es gibt immer, immer, immer Tränen und irgendwer bekommt immer einen Heulkrampf.

Und genau deswegen wird dieses Jahr der Geburtstag von Tochterkind pädagogisch wertvoll im Museum stattfinden. Da gibt es Leute, die es toll finden, mit schwierigen 5-jährigen Mädchen eine Feenjagd mit anschließender Schatzfindung durch das Museum machen. Die Eltern verziehen sich dann in die Küche und bereiten die Tafel für die müden Feenwesen. Und dann bringe ich die Kinder heim und damit ist es dann gut. Und ich steh dazu. So. Nämlich.

Und alle, die jezt Nostalgiegefühle bekommen, die können sich gerne melden, im November habe ich noch einen Geburtstag eines bis dahin mit Sicherheit auch Freunde habenden Zweijährigen. Ich gebe die Orga und die Durchführung gerne ab. EMail bitte an mich.

Published in: on 10. Februar 2008 at 21:27  Schreibe einen Kommentar  

Was hat er gesagt?

Unser Sohn hat ganz eindeutig unsere Affinität zur asiatische Kultur geerbt. Nicht nur, daß er es liebt, von Stäbchen jegliches asiatisches Essen – und sei es noch so scharf – zu essen. Übrigens im Gegensatz zu seiner Schwester, die alles was auch nur in der Schüssel ein Pfefferkrümmelchen oben auf den Gewürzregal gesehen hat, mit „Iiiiih, scharf“ empört liegen läßt. Dafür ißt sie aber schon fleißig mit Kinderlernstäbchen – und sei es blander Reis.

Aber Kind Nummer Zwei hat sich die chinesische Sprache zum Vorbild genommen. Dort ist es ja bekanntlich so, daß ein Wort, je danach Tonlage oder Tonhöhe verschiedene Bedeutungen haben kann. Das mit den verschiedenen Zwischentönen hat er zwar noch nicht so drauf, aber an Bestimmtheit läßt er es nicht fehlen.

„Maaamaaaaaaaa“ hat zum Beispiel einmal die offensichtlicher Bedeutung. Aber auch „Heb mich hoch –
und zwar sofort“ oder gerne „Beschäftige Dich sofort mit mir sonst folgt ein Heulkrampf“

Aber das ist noch nichts gegen „Daaaaaaaaaaaaa“. Zuallererst bedeutet „Daaaaaaaaaaa“ immer „Flasche – und zwar noch soforter als mich hochzuheben“. Dann kommt noch „Oh, schau mal, was ich gemacht habe“ in Betracht (das kann im übrigen Gutes und Böses sein). Erstaunlich häufig heißt es auch „Kekse – ich weiß wo Du sie versteckst, komm ich zeige es Dir und wehe Du kommst nicht mit“. Und natürlich das normal „Schau, ich hab was gesehen, los wir gucken zusammen – jetzt“ Auch hier folgt bei Nichtbeachtung eine für ein so kleines Kind ganz erstaunlicher Brüllattacke.

Richtig schlimm wird es aber, wenn man die verschiedenen Bedeutungen verwechselt. Dann wird nämlich nicht der erste Trotz geprobt, sondern die Augen schauen einen sehr vorwurfsvoll an, während sie sich langsam mit Tränen füllen, der Mund wird quadratisch und ins Gesicht steht geschrieben „Sie verstehen mich nicht, keiner versteht mich“ – was dann wiederum von einem bitteren Weinen begleitet wird.

Sollte also jemand mal wirklich Langeweile haben – ich würde gerne eine Babyisch-Deutsch/Deutsch-Babyisch erwerben. Und wenn derjenige sich bitte beeilen möge, denn wenn das Kind erstmal in einer mir verständlichen Sprache reden kann, dann brauche ich der Erfahrung nach eher ein Buch, daß mir zielsicher sagt, wo das Kind den Ausknopf hat.

Published in: on 8. Februar 2008 at 20:41  Schreibe einen Kommentar  

Oben hui, unten pfui!

Warum hat man eigentlich immer Löcher in den Socken, wenn man sich irgendwo die Schuhe ausziehen muß? Also nicht nur, wenn man in asiatischen Ländern unterwegs ist. Da lautet ja schon die oberste Regel im Reiseführer „Wenn Sie irgendwo eingeladen sind, stellen Sie sicher, saubere und intakte Socken anzuhaben. Oder noch besser: Stellen sie einfach sicher, immer ansehnliche Socken zu tragen“

Auch hierzulande legen immer mehr Leute Wert drauf, die Straßenschuhe auszuziehen, wenn man das Haus betritt. Und ich ertappe mich dabei, daß ich ab und an morgens einen Strumpf in der Hand habe und darüber sinniere, ob ich die Strümpfe mit der Laufmasche noch mal anziehen kann, weil sie eh unter der Hose und in den Stiefeln verschwinden oder eher nicht. Meist entscheide ich mich dafür – schon aus Zeitgründen. Manchmal hab ich dann aber Pech und ein ungeplanter „Ach, komm doch rein. Zieh Dir bitte die Schuhe aus“-Besuch kommt dazwischen.

Heute nicht. Heute ist mir das zweimal passiert. Einmal heute morgen, dann war ich den ganzen Tag unterwegs und dann gerade noch mal. Muß ich erwähnen, wie peinlich das war?

Ich schwöre, sobald ich mal einen ruhigen Abend habe, werde ich alle Socken und Strümpfe rausholen, sie auf Löcher aussortieren und dann auch gleich zu je identischen Paaren zusammen legen. Das dürfte in etwa im Jahr 2016 der Fall sein. Bis dahin werde ich mir ein paar saubere, unlöchrige Socken in der Handtasche gleich neben der Windel deponieren und auch bei 26 Grad Raumtemperatur kalte Füße vorschützen. Und hoffen, daß mich niemand beim heilen Sockenüberzug beobachtet.

Published in: on 6. Februar 2008 at 22:07  Schreibe einen Kommentar