Und noch eine Sockengeschichte

Das in der Waschmaschine das Sockenmonster wohnt, ist ja bekannt.

Weniger bekannt ist hingegen das beliebte Spiel Socken Memory. Socken Memory wird so gut wie immer allein gespielt und so gut wie immer nur von der Hausherrin. Jedenfalls in der aktiven Rolle. Hilfreich zur Seite stehen die übrigen Haushaltsmitglieder, indem sie die Socken der Kinder, die eben noch an beiden Füßen waren, einzeln im Haus verteilen – natürlich ohne der Mutter zu sagen, wo sie sie verstecken. Eine temporeiche Komponente bekommt das Spiel, wenn man morgens dringend weg muß, genau diese Socken braucht, weil man wenigstens 50% gefunden hat, während bei allen anderen Paare 100% verlustig gemeldet sind.

Heute ging es übrigens schnell – relativ gesehen. Mein Kurzzeitgedächnis hatte zwischen zwei Kaffeeschlucken eine Socke unter dem Hochstuhl von Kind Nummer Zwei registriert. 5 Minuten später sah mein Auge die andere in seinem Bett zwischen seinen Stofftieren. Jetzt hieß es schnell reagieren, bevor diese Information in Chaos des Morgens wieder verloren geht. Also den Strumpf geschnappt, halb bekleidet die Treppe runtergerast, den anderen Socken erspäht, gepackt, zusammengerollt und in die Wickeltasche geschmissen. HAH!

Und so sind es die kleinen Dinge im Leben, die einem das Gefühl geben, einen Sieg über das Schicksal errungen zu haben. Oder eben gegen die eigene Unordnung.

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Published in: on 13. Februar 2008 at 19:45  Schreibe einen Kommentar