Fete. Fast kinderfrei.

Gestern war er also. Der Abend der Abende. Die Kinder glücklich verkauft – Kind Nummer Eins hat mir am Tag danach stolz erzählt, wieviel Süssigkeiten und Chips sie verdrücken konnte und das sie doch ein klitzekleinwenig Heimweh hatte und zwar in der Reihenfolge. Kind Nummer Zwei ist gleich nach Ankunft bei der Tagesoma im Wunderzimmer (Autos, Autos, Autos überall) des Tagesenkels verschwunden und ward nicht mehr gesehen.

So kamen wir denn bei der Geburstagsparty an, ich machte es mir mit einem Glas Sekt bequem, als ich auch gleich zur Haustür gerufen wurde. Eine Freundin des Geburtstagskindes braucht eine erfahrene Schulter für ihr zweimonatiges Kind während sie selbst eben mal den Kinderwagen parken würde.

So saß ich auf dem Sofa, ein Glas Sekt in der Linken, ein Baby in der Rechten. Jegliche Versuche der Mutter, mir das Kind wieder abzunehmen wurden von mir eiskalt abgeschmettert („Nene, iß Du mal in Ruhe, wer weiß, wann Du das wieder mal ohne Kind im Arm essen kannst“). Irgendwann wollte das Baby aber leider selbst essen und aus biologischen Gründen bin ich nicht mehr dazu fähig einem Säugling zu geben, was des Säuglings ist.

Und leider kam ich danach zu spät, das Kind wieder an mich zu reißen. Eine Freundin (Mutter eines fast 6-Jährigen, ebenfalls für den Abend beim Babysitter geparkt um einen ruhigen kinderfreien Abend zu haben) war schneller und ließ den süssen Kleinen nicht mehr aus ihren Armen. Hmpf.

Also brauchte ich mir eine andere Beschäftigung suchen. Nur gut, daß eine im fünften Monat schwangere Frau da war, so konnte man über Schwangerschaft, Vorsorge, Geburt und ähnliche fetenunkompatible Themen reden. Um 23 Uhr sind dann die Eltern von Kindern geschlossen verschwunden.

Aber hey, es war ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Bei der nächsten Party werde ich dann also nicht nur da sein, war trinken sondern mich auch noch mit Leuten ohne Kinder unterhalten. Bestimmt.

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Published in: on 24. Februar 2008 at 19:38  Schreibe einen Kommentar