Ja, wo war er denn?

Man hatte mir Sturm versprochen.

Also wurde am Freitag noch schnell der Garten sturmsicher gemacht, die Rosenbank an die Wand gestellt, die Mülltonne schmiegte sich elegant an die Mauer, der noch nicht fertige Windschutz lag schon vorab auf der Erde und alle kleinen Blumentöpfe bekamen eine vorübergehende Heimat in den großen, schweren Blumentöpfen.

Und wirklich, Samstagmorgen windete es hier. Als der Autor von der Nachtschicht kam, mußte er mit Kind Nummer Zwei ausharren anstatt den Rufen des Bettes zu antworten, damit ich in einer affenartigen Geschwindigkeit zum Supermarkt rasen konnte, der schon um 7 aufmacht, damit ich im Sturm nicht mit den Kindern raus mußte. In rekordverdächtigen 30 Minuten bin ich durch das Geschäft gehetzt und als ich um 7:40 Uhr wieder auf der Straße stand war es – windstill. Es regnete nicht, es windete nicht, es war einfach grau und öde und langweilig. So blieb es.

Um 9:30 Uhr kam ich mir sehr verarscht verhohnepiepelt vor und hatte hier zwei sehr hibbelige Kinder, die kaum zu bändigen waren und einen Ehegatten, der endlich schlafen wollte. Also hab ich die Kinder zusammengepackt und bin zu einer Freundin gefahren, der ich schon abgesagt hatte – wegen des Sturmes.

Als ich um 13 Uhr wieder da war, kam sowas wie eine Brise auf. Gut, bis 20 Uhr windete es dann etwas, aber der angekündigte Kyrill-Zwilling blieb aus. Jetzt hab ich einen sehr leeren Garten und darf nach und nach wieder alles an seinen Platz schleppen. Soviel dann dazu.

Dafür ertrinken wir hier gerade – heute zum Frühstück hatte ich mich mit den Kids uns bei Freunden eingezeckt, die ca 500m entfernt wohnen – wir sind hingeschwommen. Davon stand dafür nichts in der Wetterwarnung.

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Published in: on 2. März 2008 at 19:52  Schreibe einen Kommentar  

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