Nachricht im Wäschekorb

Ich glaub, ich hab doch was richtig gemacht.

Jedenfalls hab ich das gestern in meinem Wäschekorb unter der Wäschespinne gefunden

Message in a Wäschekorb

Und ich habe weder Geburtstag noch ist Muttertag!

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Published in: on 28. April 2008 at 19:26  Schreibe einen Kommentar  
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Die Macht der Zahlen

Unsere Nächte sind gerade wieder unruhig und kurz. Kind Nummer Eins plagt wieder die Albträumeritis, das hat sie in bestimmten, nicht näher definierten Abständen immer mal wieder. Als erfahrene Mutter weiß ich, daß es keinen Sinn hat, sie in ihrem eigenen Bett zu lassen. In unserem wacht sie zwar auch auf, aber ich muß zum Beruhigen nur rüber greifen und nicht ständig raus aus dem Bett, über den Flur, beruhigen, wieder über den Flur, rein ins wieder erkaltete Bett. Und das fünf Mal die Nacht. Das ist anders schon besser. Wenn auch nicht gut.

Leider hat Kind Nummer Zwei seine nächtliche Quengelphase dieses Mal schlecht synchronisiert und heute den Autor auch kaum schlafen lassen. Und zusätzlich zu meiner Tochter, die nach so einer Nacht dann wenigstens lange schläft, stellt der Kleine neue Frühigkeitsrekorde auf. Heute war es 5:45 als ich mit ihm runterkam, was 5:30 aufwachen gleich kommt.

Das ist eine 5 vor dem Doppelpunkt. Das geht gar nicht. Alles was vor einer 6 ist, ist unmenschlich. 6:01 hört sich auch schon ganz anders an als 5:58 oder so. ich hoffe wirklich, er hat eine gute Entschuldigung wie Halsschmerzen (die Tochterkind und ich jetzt der Reihe nach hatten/haben) oder Zahnungsbeschwerden. Ansonsten muß ich noch mal einen ernsthaften Beschwerdebrief an die Entwickler schicken. Da können die Vögelein noch so niedlich zwitschern des Morgens und die Sonne kann sich noch so spektakulär ihr Licht durch die Wolken bahnen. Um diese Zeit wird geschlafen!

Noch jemand einen Kaffee intravenös?

Zitat der Woche

Gestern bringe ich Kind Nummer Eins und eine Kindergartenfreundin zu den Klangflöhen, unserer hiesigen musikalischen Früherziehung (bei zwei komplett unmusikalischen Eltern muß man auf familienfremde Instiutionen zurückgreifen, um den Kindern wenigstens eine Chance zu geben). Kind Nummer Zwei sass auch mit im Wagen. Im Auto veranstalteten die drei einen Riesenradau und ich hatte eine Ansage zu machen.

„Alle Kinder mal ruhig und zuhören“

Stille, dann meinte meine Tochter

„Ich bin kein Kind, ich bin medium-sized“

Wer genau wollte noch mal, daß dieses Kind binational erzogen wird?

Published in: on 24. April 2008 at 04:53  Schreibe einen Kommentar  
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Angegrillt ist

Heute wurde ich gefragt, ob ich schon total im Osten assimiliert sei. Diese Frage sei durchaus berechtigt, meint der Autor, der ja einer der unamerikanischten Amerikaner ist, wenn es ums BBQ geht. Alles was ordentlich auf einen Grill kommt, von Männern gejagt und getötet (wahlweise beim Metzger gekauft) und auf dem offenen Feuer gebraten wird, hat ja in Ländern wie den USA oder auch Australien – also den klassischen Auswandererländern – Tradition. Wäre ich bösartig würde ich sagen, daß es ja irgendeine Tradition geben muß – aber dann gehen mir die Ruhrpottler an den Hals.

Es ist zwar zuviel gesagt, wenn man behaupten würde, daß der Autor grillen hassen würde, aber er ist nicht so begeistert davon wie andere Mitglieder dieser Familie. Da trifft es sich natürlich eher schlecht, daß der durchschnittliche ostdeutsche Mitbürger im Dezember das letzte Mal gegen Weihnachten eine halbe Gans aufs Feuer schmeisst und spätestens im Februar wieder angrillt.

Und vorhin war es soweit, das erste Grillen im Hause S. in Z. wurde terminiert- ich habe der Tatsache geschuldet, daß ich a) aus dem Westen bin und b) es wirklich kein schöner Frühling gewesen ist. Ich habe lange gewartet, aber das Wetter ist einfach zu gut, die Sonne zu warm und der Duft von Gegrilltem von allen Seiten zu übermächtig. Deswegen wird Mittwoch abend mit Freunden angegrillt. Mit magerem Hühnchen für den Autor, schon gierig angemeldeten Würstchen für Kind Nummer Eins, fettigem knusprigem Bauch für mich und etwas von allem für Kind Nummer Zwei. Die Gäste haben dann die Wahl.

Jaja, der Mensch ist eben auch ein Produkt seiner Umgebung. Und wer bin ich, daß ich mich dem entziehen kann.

Published in: on 21. April 2008 at 19:52  Schreibe einen Kommentar  
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Wenn sich eine Tür schließt

Die beste Schwiegermutter von allen hat mal gesagt, daß wenn etwas nicht so klappt, wie man es geplant hat, es für irgendetwas gut ist. Wie recht sie hat.

Kind Nummer Zwei schläft ja immer noch nicht alleine ein. Jedenfalls nicht zuhause. Jeder Versuch ihn dazu zu bringen wird mit Geschrei sondergleichen quittiert, was dann wiederum Kind Nummer Eins am Einschlafen mehr als hindert. Sie wird dann auch quengelig und den Rest kann sich auch der NichtKinderhaber sehr lebhaft vorstellen.

Der Autor ist da ja immer sehr geduldig, weshalb er den Kleinen meist ins Bett bringt – wenn er denn da ist. Diese Woche hat er aber Spätschicht. Also bin ich dran. Bis Anfang der Woche hat mich das irre gemacht, dieses unnütze Warten bis das Kind endlich pennt. Das macht mich ganz wahnsinnig und ist für mich einfach verlorenen Zeit, was sich wiederum auf den Kurzen überträgt, der dann erst recht nicht pennt.

Aaaaaaaaaaaber: Seit drei Tagen hat Mutter eine Methode gefunden, wie man die Einschlafzeremonie sinnvoll nutzen kann: Der iPod. Seit ich nicht mehr regelmäßig Bahn fahre, lag das Ding hier nutzlos rum und mit meinen Podcasts war ich etwa 4 Wochen hinterher. Jetzt aber liege ich neben seinem Bettchen auf einem weichen Lager und höre mir an, wie schön die Welt ist oder wie anderer Leuts Tag war. Leider schläft der Kurze ob der entspannten Stimmung wesentlich schneller ein und ich oft nur eine Folge mitkriege.

Ja, Schwiegermutter hat recht.

Ich warte dann mal auf die Erleuchtung, was um alles in der Welt es mir sagen will, daß der Kurze heute um 5:45 Uhr aufgestanden ist.

Published in: on 19. April 2008 at 05:32  Schreibe einen Kommentar  
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It´s raining again

Ich bin wirklich ein friedliebender Mensch – aber dieser Regen macht mich langsam aber sicher wirklich aggressiv.

Normalerweise mag ich es, wenn ich morgens aufwache und der Regen tropft sanft auf das Dach über mir. Ich finde, daß hat so etwas Beruhigendes. Aber wenn dieses meditative Geräusch Tag um Tag um Tag auf mich einströmt, dann wandelt es sich in etwas Nervtötendes.

Der letzte Tag ohne Regen scheint Wochen her zu sein und so langsam stellt sich bei mir das Trübsal ein. Ich hab sogar schon zu extremen Maßnahmen gegriffen und für Kind Nummer Eins und mich eine Woche Costa Blanca gebucht, weil das Wetter hier auf unser aller Gemüt schlägt. Es wurde Zeit für diese Verzweiflungstat, als mein sehr heimatverbundenes Mädchen meinte

„Mama, ich will, daß wir nach Merika ziehen, da scheint immer die Sonne“

Klar, da wo wir immer hinfahren stimmt das zu 350 Tagen im Jahr auch (obwohl wir dort auch immer Regen abbekommen – ein sicheres Zeichen für den Onkel des Autors, daß die Germans zu Besuch sind).

Wie dem auch sei, Tochterkind redet jeden Tag von Sonne, Strand und Pool.

Und ich schwöre, ab dem Tag, an dem wir fliegen, scheint hier die Sonne und wir haben 25°C.

Published in: on 17. April 2008 at 05:31  Schreibe einen Kommentar  
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Du hast da eine Spinne

Die Spießigkeit meines Lebens läßt sich ja nicht aufhalten, langsam wird es peinlich.

Ich hatte gestern eine Hausfrauendiskussion mit Sandra zum Thema Wäscheaufhängen. Ihr Mann ist nämlich der Meinung, eine Wäschespinne ist neben Gartenzwergen so in etwa der Inbegriff des deutschen Spießertums. Deswegen bekommt sie keine in den Garten gestellt. Diese Argumentation kenne ich. Als ich eine haben wollte, fragte der Autor ob ich noch alle Latten auf dem Zaun hätte ich mir das wirklich antun wollen würde. Zitat:

„Warum willst Du eine Wäschespinne? Du hast einen Trockner.“

Ich kam mit Argumenten wie Stromsparen, arbeiten an der frischen Luft und ähnlichem. Allein – er schaute mich an, als hätte ich ihn gefragt, ob er Austern zum Abendessen haben wollte. Bis mir einfiel

„Und weißt Du, die Bettwäsche riecht so toll, wenn sie im Garten getrocknet wurde. Wie früher!!“

Nie hätte ich gedacht, daß der Ausdruck „Wie früher“ schon im Alter von vor 75 wirkt. Tut es aber. Er blähte die Nasenflügel, schnupperte und meinte dann, ich könne mir ja vielleicht doch mal probeweise eine kaufen und er würde mir die dann installieren. Ich zeigte stumm auf die Garage und drückte ihm das Werkzeug in die Hand. Seitdem fragt er schon im Februar, wann wir denn endlich wieder die Wäsche draußen aufhängen können.

Zurück zu gestern – ich erwähnte, daß ich gerade kurz vor dem großen Gewitter die Wäsche noch schnell reinbekommen habe. Was sich dann zu erwähntem Wortgefecht über Wäschetrocknen im Garten und dessen Spießerhaftigkeit entwickelte. Es wurden alle möglichen Argumente wie Umweltschutz und Begründungen siehe oben angeführt. Ich hörte mir das an und sagte dann ganz leise

„Also, ich finde ja, Wäsche von der Leine riecht wie damals“

Stille, tiefes Durchatmen und dann

„Naja, also dann hol Dir doch eine Wäschespinne“

Merke: Männer sind zum Großteil logisch, kommt man aber mit Logik nicht weiter, dann helfen immer Kindheitserinnerungen – vorzugsweise solche, die mit schmecken oder riechen zusammen hängen.

Und eigentlich glaube ich gerade auch nicht wirklich, daß ich eben einen ganzen Eintrag über Wäsche trocknen und Wäschespinnen gemacht habe.

Published in: on 14. April 2008 at 07:41  Schreibe einen Kommentar  

Wickelwüste McDonalds

Nicht nur Elektronikteile mögen mich nicht. Nein, auch McDonalds hat mich zu seinem persönlichen Feind erklärt. Sei es nun, daß ich immer in der Filiale lande, die gerade extreme Probleme mit der Personalplanung und/oder der Heizung haben oder aber ich die wirklich Einzige bin, die ihren Burger nicht bekommt. Gerne warte ich auch im Drive in mal 10 Minuten auf meine Bestellung, was dann sogar schon dem Mann von der Parkbank aufgefallen ist, der mal mit mir 9:50 Minuten gewartet hat.

Nun könnte man mir sagen, ich solle doch einfach nicht mehr hingehen. Ein guter Einwand, dem ich auch gerne folgen würde. Allein, ich habe ein Kind im kindergartenpflichtigen Alter und einen Mann, der es als seine Pflicht als amerikanischer Staatsbürger ansieht, seinen Kindern, die hier, gemessen an den USA in der fastfoodtechnischen Diaspora leben, bestimmte patrotische Lebensweisen beizubringen. Und ich gebe zu, es gab eine Zeit, in der man mit Kindern auch mehr als gut in der Restaurant zum Goldenen Bogen gehen konnte – immer kinderfreundlich, die Pänze können dort spielen und ein Wickeltisch gehörte zur Einrichtung.

Nun, ich war ja in der alten Heimat, im Westfalenland, östliches Münsterland, Stadt mit 50000 Einwohnern, ein McDonalds – pardon, McCafé. Da wir nicht mit den Kindern kurz vor einer knapp fünfstündigen Fahrt in ein Restaurant wollten, wo sie still sitzen müssen, entschieden wir uns für eben jenes Essen. Wobei mein Vater ja von jeher bezweifelt, daß man es dort Essen nennen kann. Ich hingegen nahm die Kette in Schutz und meinte nur:

„Naja, hier kann ich wenigstens sicher sein, daß ich einen Wickeltisch habe“

So sprach ich also, nahm Kind Nummer Zwei aus seinem Stuhl und ging Richtung Toiletten. Keine Tür mit Wickelraumzeichen. Egal, ich hab schon mal ein Restaurant erlebt, in dem ich um das Gebäude gehen mußte, um meinen Sohn zu wickeln. Also hab ich die nette Mitarbeiterin gefragt:

„Entschuldigung, wo ist denn bitte der Wickelraum“

„Den haben wir schon seit einem Jahr nicht mehr, seit dem Umbau zum McCafé“

„Wie bitte??? Das ist nicht ihr Ernst“

„Doch, doch, tut mir wirklich sehr leid“

„Und wo bitte soll ich jetzt meinen Sohn wickeln?“

An dieser Stelle, warf der Autor später ein, hätte ich einfach einen Tisch mitten im Restaurant wählen und das Kind wickeln sollen – ich bin zwar ein sehr offener Mensch, aber bestimmte Dinge finde selbst ich eklig. Für mich, mein Kind und den Rest der Gäste. Ne, sowas tu ich nicht. Aber vielleicht hätte es Wirkung gezeigt.

So machte ich noch ein zwei empörte Bemerkungen und die nette Mitarbeiterin wandte sich an den auch sehr netten Schichtleiter. Der entschuldigte sich wortreich und bot mir ein kleines Kabuff an, in dem sonst die Essensreste sortiert werden. Er desinfizierte die Arbeitsfläche, entschuldigte sich noch mehr („Wir haben uns schon zweimal bei der Direktion beschwert“), fragte, ob es denn gehen würde und empfahl sich. Nun habe ich meine Kinder schon an vielen seltsamen Orten gewickelt und das ist eben einer mehr in meiner Sammlung – jedenfalls weiß ich jetzt, nach welchem System dort der Müll sortiert wird. Auch eine Erfahrung, die nicht jeder macht.

Lieber McDonalds-Pressesprecher/in, wenn Sie das hier lesen, es wäre nett, wenn Sie mir mal einen Grund geben könnten, warum ich jetzt noch Ihr Restaurant aufsuchen sollte. Aufgrund der Kinderfreundlichkeit? Mein Grieche um die Ecke und so in etwa jede Autobahnraststätte entlang der A2 (ich weiß das, ich hatte sie alle!) ist mindestens genauso kinderfreundlich wie Ihre Restaurants – und die anderen haben Wickeltische. Weil es günstig ist? Da gibt es preiswertere Alternativen, jeder türkische Imbiß zum Beispiel. Weil Fast Food so gut schmeckt? Selbst wenn man das denken würde (und erwähnte ich die amerikanische Seite dieser Familie?), die Alternativen namens BurgerKing oder KFC sind nicht wirklich schlechter.

Ich gebe zu, wirklich fassen kann ich es aber immer noch nicht – jahrelang ist die Kette Vorreiter was Restaurants und Kinder angeht. Kaum tut sich was in deutschen Landen und die Besitzer selbst von Gourmettempeln begreifen langsam, daß auch Menschen, die sich auswärts essen leisten Kinder haben können, beschließt der Pionier, daß Eltern mit Kindern nicht mehr die Zielgruppe sind.

Ich hoffe inständig, daß das nicht der neueste Trend wird.

Published in: on 10. April 2008 at 20:23  Schreibe einen Kommentar  
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Die Matrix lebt

Elektronische Geräte mögen mich nicht. Also gar nicht. So überhaupt nicht. Es gibt keinen Computer, den ich nicht zum Absturz bringe – gebt mir eine Woche und ich bringe die ISS unplanmäßig und in Einzelteilen auf die Erde zurück. Ohne den Umweg des Verglühens in der Erdatmosphäre versteht sich – das würde mich ja der Entsorgung entheben.

Deswegen hab ich auch den Meister aller elektronischen Teile gebeten, mir beim Kauf des Geburtstagsgeschenkes für den Autor (einen LCD-Fernseher) behilflich zu sein. Und nach nur 5 Wochen sehr geduldigen Erklärens seinerseits, Gesuche und Gerödele hab ich auch einen bestellt.

Zwei Tage nach der Bestellung ging die Fernbedienung unseres SAT-Receivers kaputt – ein Ersatz hätte die Hälfte von dem gekostet, was das Teil im letzten Jahrtausend mal gekostet hat. Nun bringt mal einem Mann bei, warum man einen irre tollen (der Elektronikmeister war wieder hilfreich) Reciever braucht, wo man doch nur eine alte Möhre von Fernseher hat, der quasi noch mit der Handkurbel betrieben wird. Das Lügennetz, das ich gesponnen hatte umfaßte halb Brandenburg. Gut, aber ich habe mich durchgesetzt und einen neuen gekauft. Das war vor drei Wochen.

Heute kam dann endlich der Fernseher – ein Traum aus glänzendem Schwarz und gestochen scharfem Bild. Der Autor beschäftigte sich den ganzen Nachmittag damit, ich hingegen vertrieb mir betont gelangweilt mit Trash-Literatur die Zeit, damit das neue Ding nur bloß nicht mitkriegte, das ich im Raum bin. Das ging auch soweit gut – bis der Autor eine DVD ausprobieren wollte. Und hier gehen die Meinungen jetzt auseinander, ob Kind Nummer Zwei die Fernbedienung geschreddert oder sie freiwillig ihren Geist aufgegeben hat. Ich tendiere aus Erfahrung zu Letzterem.

Ein Anruf beim Kundenservice nach einer neuen Fernbedienung brachte nur mühsam unter Kontrolle gebrachtes Prusten und den Hinweis

„Versuchen Sie es mal bei ebay“

ein. Weswegen wir uns entschlossen in die Stadt zu fahren und uns entweder a) einen blue ray recorder, b) einen DVD-Player oder c) eine Playstation 3 zu kaufen. Aufgrund der Vorkommnisse der letzten Wochen waren mir die Möglichkeiten a und c schlicht zu teuer – wer weiß, wann die Strähne hier aufhört. Ob der nicht ganz so geringfügigen Ausgaben von Fernseher und kaputtem Auto der letzten Wochen entschieden wir uns für ein kleines, sehr billiges No-Name Produkt von dem wir jetzt sicher sein können, daß das Teil sich wahrscheinlich standhaft weigern wird kaputt zu gehen, wenn wir gerne mal wieder was Neues hätten

Aber das wäre vielleicht mal eine Marktlücke – für alle Männer, die gerne ein neues elektronisches Spielzeug, deren Frau/Freundin/Gewissen aber sagt, man brauche es nicht, ich bin Eure Lösung. Laßt mich einfach nur ein paar Minuten im selben Raum wie das betreffende – elektronische – Gerät, bei schwierigen Fällen spiele ich ein wenig mit der Fernbedienung. Spätestens nach fünf Tastenkombinationen ist das Ding hin. Versprochen.

Da ich aber an die kollektive Vernetzung von Geräten glaube, werde ich jetzt mal meinen Laptop schließen – nur für den Fall, daß er liest, was ich schreibe und auf dumme Ideen kommt.

Published in: on 8. April 2008 at 20:25  Schreibe einen Kommentar  

Ich geb Gas, ich will Spaß

Nachdem mir kryptisches Geschreibsel im letzten Post vorgeworfen wurde hier also meine letzte Abenteuerfahrt in die alte Heimat.

Donnerstagmittag hatte ich also Kinder und den halben Hausstand in meinen an sich sehr verläßlichen Kombi gepackt und bin den Weg 500km nach Westen angetreten. Kaum war ich eine Stunde von zuhause entfernt und will einen LKW überholen, tuckert der Wagen mit 100, 101, 102, 103, 104, 104,5, 104,58km/h auf der linken Spur und will und will nicht schneller als 130 fahren – und das auch nur nach 2 Minuten auf dem Gas stehen. Eine nicht ganz ungefährliche Angelegenheit, wenn hinter mir einer mit 180 angerauscht kommt und dann kurz hinter mir abbremsen muß. Also den Kindsopa angerufen, damit der einen Termin beim örtlichen Vertragshändler macht. Und während wir noch reden, tut der Wagen plötzlich einen Ruck, schnurrt der Tiger im Tank und zzzzzzzzt sind wir am LKW vorbei.

In der Annahme, daß da wohl nur was freigepustet werden mußte, fuhr ich also bester Laune weiter. Um beim Überholmanöver 15 Minuten später wieder eine Gefahr für alle dynamischen Fahrer dieser Welt darzustellen. Also wieder Vattern angerufen. Das Ganze wiederholte sich dann des öfteren, beim fünften Mal hab ich aufgehört zu zählen. Dazu hatte ich auch gar keine Zeit mehr, ich hatte alle Hände voll damit zu tun, über die Berge mit einem unzuverlässigen Auto zu kommen und gleichzeitig meine Tochter dazu zu motivieren, den Affen für meinen Sohn zu machen, damit der wiederum bei Laune bleibt. Denn eine Pause war nicht drin, ich wußte ja nicht, ob das Abstellen des Motors selbigen vielleicht dazu veranlaßt, nur noch auf 80km/h hochzugehen. Nur gut, daß Kind Nummer Zwei leicht zu beeinflussen und Kind Nummer Eins noch leichter zu bestechen sehr verständig ist.

Nachdem der Wagen dann am nächsten Tag „an diversen Schläuchen“ (O-Ton gewisser Beobachter – *ich* dachte ja immer, ein Mechaniker würde die Motorhaube aufmachen, „Hmhm, soso, aha“ sagen und dann sofort wissen, was los ist, aber das war wohl mal) hing, war klar, das irgendso ein dämliches Ventil defekt war. Ist dann für einen exklusiven Wochenendtrip mal eben erledigt worden. Aber was tut man nicht alles für ein glückliches Auto.

Und das Gefühl wieder mit einem sicheren Wagen zu fahren hat auch was für sich.

Published in: on 6. April 2008 at 19:10  Schreibe einen Kommentar