Angegrillt ist

Heute wurde ich gefragt, ob ich schon total im Osten assimiliert sei. Diese Frage sei durchaus berechtigt, meint der Autor, der ja einer der unamerikanischten Amerikaner ist, wenn es ums BBQ geht. Alles was ordentlich auf einen Grill kommt, von Männern gejagt und getötet (wahlweise beim Metzger gekauft) und auf dem offenen Feuer gebraten wird, hat ja in Ländern wie den USA oder auch Australien – also den klassischen Auswandererländern – Tradition. Wäre ich bösartig würde ich sagen, daß es ja irgendeine Tradition geben muß – aber dann gehen mir die Ruhrpottler an den Hals.

Es ist zwar zuviel gesagt, wenn man behaupten würde, daß der Autor grillen hassen würde, aber er ist nicht so begeistert davon wie andere Mitglieder dieser Familie. Da trifft es sich natürlich eher schlecht, daß der durchschnittliche ostdeutsche Mitbürger im Dezember das letzte Mal gegen Weihnachten eine halbe Gans aufs Feuer schmeisst und spätestens im Februar wieder angrillt.

Und vorhin war es soweit, das erste Grillen im Hause S. in Z. wurde terminiert- ich habe der Tatsache geschuldet, daß ich a) aus dem Westen bin und b) es wirklich kein schöner Frühling gewesen ist. Ich habe lange gewartet, aber das Wetter ist einfach zu gut, die Sonne zu warm und der Duft von Gegrilltem von allen Seiten zu übermächtig. Deswegen wird Mittwoch abend mit Freunden angegrillt. Mit magerem Hühnchen für den Autor, schon gierig angemeldeten Würstchen für Kind Nummer Eins, fettigem knusprigem Bauch für mich und etwas von allem für Kind Nummer Zwei. Die Gäste haben dann die Wahl.

Jaja, der Mensch ist eben auch ein Produkt seiner Umgebung. Und wer bin ich, daß ich mich dem entziehen kann.

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Published in: on 21. April 2008 at 19:52  Schreibe einen Kommentar  
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