Nein, nein meine Möhren ess ich nicht

Abendbrot im Hause S in Z.: Kind Nummer Zwei reiht sich perfekt in diese Familie ein und liebt einen guten, gemischten Salat. Außer die Möhren darin (zu hart), die Salatblätter (die kann er nicht kauen) und die Paprika (keine Ahnung warum). Dafür liebt er Gurken, Tomaten und Pilze. Letztere haßt meine Tochter. Zusammen mit der Paprika. Von Salat, Möhren, Gurken und Tomaten kann sie aber nicht genug bekommen. Im Gegensatz zu dem Autor, für den Tomaten giftig sind (ausser sie liegen tot auf der Pizza), aber sonst ißt er fast alles. Dafür haben alle außer mir die Avocado liegen lassen. Mit dem, was meine Familie aussortiert hat, hätte sich problemlos eine eigene Portion machen lassen mit allem drin.

Die Einzige, die hier den ganzen Salat isst, bin ich. Was natürlich daran liegen kann, daß ich hier diejenige bin, die kocht.

Published in: on 29. Mai 2008 at 19:43  Schreibe einen Kommentar  
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Sie kommen

Und die erste ist da! Meine allererste Rose blüht und sie hat sogar schon einen Bewohner!

Hach, sowas kann echt meinen Tag retten!

Published in: on 27. Mai 2008 at 18:29  Schreibe einen Kommentar  
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Nur in gute Hände abzugeben

Ich mag Bäume. Wirklich. Sie sind wunderschön, spenden Schatten und Sauerstoff und überhaupt bereichern sie unser Leben. Das sieht der Autor genauso. Er züchtet sie sogar. Dagegen hab ich gar nichts. Erst gestern haben wir eine Eiche im Garten gepflanzt, etwa 6,5 cm hoch, die in einem Topf vor sich hin gewachsen war, nachdem der Autor Kind Nummer Eins erklärt hat, was man mit Eicheln alles so machen kann. Ja, ich liebe Bäume.

Was ich nicht ganz so mag, sind die vom Autor gezüchteten Birken. Nicht weil es Birken sind, nein. Sondern weil die Dinger a) in meinen Blumentöpfen wohnen und b) die wiederum vor meinem unserem Wohnzimmerfenster stehen und mir die Sicht nehmen. Und er ist sehr picky mit den Biestern. Ich darf sie noch nicht mal beim Gießen vergessen – und woanders hinpflanzen geht schon gar nicht, schließlich weiß man ja nie, ob so eine Birke woanders auch ihre Streicheleinheiten bekommt. Auf Deutsch – ich werd die Dinger nicht los.

Nun waren wir am Sonntag zu einer Taufe eingeladen. Als Geschenk hatten wir eine Sternschnuppe bestellt – die Eltern waren vorgewarnt worden, ob unserer Neigung seltsame Geschenke mitzubringen. Samstag abend war (again) Gartenpflege angesagt, und wie ich die Pflanzen wässere kommt mir der Gedanke, daß es schön wäre, zusätzlich zur Erfüllung aller Wünsche (Sternschnuppe) eine immerwährende Verwurzelung des Vertrauens (Baumwurzel) zu schenken. Die Tatsache, daß die Täuflingseltern noch nicht mal einen Balkon haben, tut dabei nichts zur Sache – hier geht es um die Symbolik. Der konnte sich auch der Autor nicht widersetzen – und gab schweren Herzens die Schönste aller Birken frei.

Sie wird nun wohl ein neues Zuhause im Kirchengarten neben anderen Bäumen finden, wo sich viele an ihr, ihrem Anblick und ihrem Schatten erfreuen können – und Luzie wird immer wissen, wo ihr Baum steht und kann ihn immer besuchen.

Und ich hab für die erste Birke ein schönes Zuhause gefunden – bleiben noch zwei. Wer also eine gute, schöne Verwendung für eine liebevoll mit der Hand aufgezogene zahme Birke hat, der möge sich bitte melden. Wir stellen hier gerade auf Eichen um – die wachsen langsamer.

Sieg der alten Gourmetwelt

Unsere Kinder werden ja von zwei grundsätzlich verschiedenen Ernährungsweisen beeinflußt. Der Autor mag bekanntermaßen Fast-Food und Essen, das schnell geht. Er verdirbt die Brut führt die Kinder an Dosenmais und McDonalds heran. Ich hingegen versuche alles frisch und kulinarisch hochwertig zu kochen, um sie zu bodenständigen Gourmets heranzuziehen.

Manchmal jedoch siegt auch bei mir das Pragmatische. So wie heute. Ich bin mit Kind Nummer Eins erst um halb sechs zum Einkaufen losgekommen und mußte vor den Lebensmitteln noch ein Zelt (Tochter und Vater wollen auf gefährliche Nachtexpedition im Garten gehen) und Babysonnenhut (der vorherige von Kind Nummer Zwei ist den Hunden der Tagesmutter tragisch zum Opfer gefallen) kaufen gehen. Um halb sieben kam ein Anruf vom Autor, was er denn bitte dem bei ihm verbliebenen Kinde zu essen machen sollte (was ich seinem Gusto überließ – mal schadet es dem Kind auch nicht Rührei mit Apfelmus zu essen [brrrrrrr Anm.d.A.]) – aber es warf die Frage auf, was ob der kommenden Zeitnot dem Töchterlein serviert werden sollte. Und weil mir so gar nichts einfiel, durfte sie sich was aussuchen. Da sie Milchreis sehr gerne ißt, war es fertiger Milchreis mit Erdbeeren. Mutter schaute auf die Zutatenliste und kaufte sehr zähneknirschend.

Zuhause stürzte sich das Kind – mittlerweile hungrig wie ein Wolfsjunges – auf das abgepackte Zeug. Nach drei Bissen schaute sie mich gequält an und meinte

„Mama, Du ich mag das nicht. Das ist viel zu süss. Muß ich das essen?“

Der innere Vorbeimarsch zog mit einem mittelprächtigen, sehr lauten Orchster vorüber.

„Nein, mein Schatz, wenn Du das nicht magst, laß es liegen. Trotzdem Nachtisch, mein Engelchen“ säuselte die glückliche Mutter.

„Ja, die Nashi-Birne bitte. Mama, ich mag nicht so zu süss essen. Und Mama, Du bist eine viel bessere Köcherin als die im Supermarkt“

Das Kind bekam Nashi-Birne und durfte außerplanmäßig vor der SuperRTL-Schmonzette „Hannah Montana“ essen – etwas, was sonst nur im Urlaub oder hohen Feiertagen vorkommt. Ja! Zwei zu Null für mich und meine Art zu kochen. Das Kind liebt es eben frisch und gesund.

Und die Tatsache, daß sie eine halbe Stunde vorher im Laden bei den Dosen lautstark

„Und Ravioli, Mama, das ist mein bestes Lieblingsessen“

geschrien hat, zeigt nur, wie kulinarisch vielseitig interessiert meine Tochter ist.

Aufgabenteilung

In jeder Beziehung gibt es ja immer eine gewisse Aufgabenteilung. Bei uns sind die klar definiert. Ich bin für die psychologische Kriegsführung zuständig, der Autor für die praktische Durchführung der Schlacht. So auch heute. Meine Tochter war die einzige 5-Jährige diesseits der Spree, die noch kein Fahrrad fahren konnte. So sportlich sie sonst ist, da hat sie sich angestellt wie ein Affe auf den Schleifstein.

Heute hatte ich genug, ich mag nicht immer mit dem Wagen erst Tochterkind und dann Sohnemann wegbringen, nur weil sie kein Rad fahren kann. Mit dem Roller haben wir nämlich mehr als unbefriedigende Ergebnisse erzielt auf die Distanz.

Also hab ich Kind Nummer Zwei heute auf den Kindersitz gesetzt und Kind Nummer Eins mußte nebenher laufen. Bei jedem Kind in ihrem Alter, das uns auf dem Fahrrad entgegen kam hat die böse Rabenmutter Sätze gesagt wie

„Schau, ein Kind auf einem Fahrrad“

Und kurz vor dem Kindergarten kam dann

„Sag mal, bist Du eigentlich die einzige aus Deiner Gruppe, die kein Rad fahren kann?“

„Ja“

„Und die Kinder aus den Strolche-Gruppe [die Gruppe unter ihr, Anm.d.A]? Da kommen doch auch schon viele mit dem Rad, oder?“

An diesem Zeitpunkt lief sie dann vor und war nicht mehr für mich zu sprechen.

Zeitsprung: Nachmittag, gegen 16.30 Uhr, Kind fängt an zu meckern, wenn keiner mit ihr übt, dann könne sie das auch nicht lernen (womit sie unbestreitbar recht hat, das kluge Kind). Also mußte der Autor ran. Er nahm das Kind und das Rad und verschwand Richtung Parkplatz unseres Dorffußballplatzes. Und kam nicht wieder. Und kam nicht wieder. Und kam immer noch nicht wieder. Als beide auch eine dreiviertel Stunde später immer noch nicht wieder da waren, nahm ich den Unter-ein-Meter-Vertreter der Familie auf die Hüfte und ging zum Übungsplatz, das Handy hatte ich vorsichtshalber mit, falls ein Notarzt von Nöten gewensen wäre. Und stand im wahrsten Sinne des Wortes im Staub, den meine Tochter durch plötzliche Geschwindigkeitsaufnahme erzeugte. Sie fuhr, schnell und sicher und war total begeistert.

Als sie mich sah, sprang sie ab, rammte die Beine in die Erde und rief

„Guck mal Mama, ich kann Fahrrad fahren, bist Du stolz auf mich?“

Und weil sie meine Tochter ist, kam gleich ein

„Krieg ich ein Eis?“

Sowas nennt man maximale Gewinnausschlachtung oder so ähnlich.

Natürlich hat sie das Eis bekommen und natürlich will sie morgen in den KiGa mit dem Rad fahren. Ich hab zwar noch nicht die geringste Ahnung, wie wir ihr beibringen, daß Bremsen eine gute Sache ist (sie kommt da etwas nach meiner Seite der Familie), aber wenigstens haben wir bewiesen, daß eine sinnvolle Arbeitsteilung eine gute Sache ist.

Jetzt muß ich nur noch dem Autor beibringen, wie irre pragmatisch es wäre, wenn ich koche und er dafür dann das Schlachtfeld in der Küche beseitigt.

Published in: on 21. Mai 2008 at 20:03  Schreibe einen Kommentar  

Eines der letzten Abenteuer in Deutschland

Ich bin noch den Rückreisebericht von Regensburg schuldig – manchmal frage ich mich ja, warum immer mir sowas passiert. Obwohl, nach der Banken-Geschichte in Spanien scheint wohl festzustehen, dass solche Dinge doch genetisch festgelegt sind.

Also: Am ersten Mai-Wochenende bin ich mit den Kindern nach Nürnberg geflogen, weil in Regensburg die Tochter meiner Cousine Konfirmation hatte. Da Reisen ja bekanntlich bildet, habe ich denn auch eine völlig neue Form kennengelernt. Luther scheint die Protestanten im Bayernland eher nur gestreift zu haben. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Am Montag sind wir um 13 Uhr losgefahren, der Flughafen ist ziemlich genau eine Stunde entfernt. Kurz raus in eine Trüffelfabrik, damit ich die Dankeschön-Pralinen für diverse Mitbürger einsammeln konnte und weiter ging es. Im Radio hieß, es gäbe kurz vor unserer Abfahrt einen 4 Kilometer langen Stau. Kein Problem meinte meine Cousine, fahren wir eine eher ab, Navi sei Dank.

Dumm nur, daß der Stau schon da nicht 4km sondern 10 km lange war und wir mitten in einer Vollsperrung waren, weil ein Bierlaster umgekippt ist. Bier. Es war wunderschönes Wetter, klare Sicht, trockene Straßenverhältnisse und dieser Laster kippt um. Seitdem wir hier Erdinger und Paulaner boykottiert. Außerdem sagt das einiges über Bierlastwagenfahrer aus.

Da standen wir also – die Kinder schliefen GöttinseiDank noch – 19km vor dem Flughafen. Sicherheitshalber rief ich schon mal die Hotline an, die mir sagte, ich solle, wenn ich sicher sei, daß wir es nicht mehr schafften, doch bis 15:30 anrufen und umbuchen. Das ginge und würde eine Gebühr plus den Mehrpreis kosten (was mir Tage später noch im Magen lag). Und so warteten wir und warteten und warteten. Um 15:20 rief ich dann wieder an und buchte um. Diesmal hatte ich eine eher schwerfällige Dame am Apperat der Airberlin und es hat geschlagene 15 Minuten gedauert, bis sie mich umgebucht hatte – vom Handy aus auf eine kostenpflichtige Hotline.

In dem Moment als ich auflegte konnten wir dann weiterfahren – um 16:05 waren wir fast am Flughafen und entschieden uns für einen Aufenthalt im Biergarten. Denn der nächste Flieger ging erst um 21:10. Um 17:30 waren wir dann in der Schlange des Schalters. Als wir dran waren, konnte man uns nicht finden. Also wurden wir – nach einem Telefonat des Servicemitarbeiters – zum Airberlin-Desk geschickt, wo ich gefragt wurde, was ich denn dort tun würde, es sei doch alles klar und ich sei umgebucht und er würde da jetzt mal anrufen und ich solle doch einfach mal zum Check-in gehen. Als Zeichen des guten Willens überließ man mir sogar den GoldCart-Schalter, damit ich nicht so lange warten müßte.

An sich eine gute Idee, aber leider, leider, leider saß dort eine Mitarbeiterin, die gerade erst eingearbeitet wurde und so brauchte das Einchecken weitere geschlagene 15 Minuten. Mittlerweile drehten meine bis dahin äußerst geduldigen Kinder auf – wer will es ihnen verdenken? Meine Cousine trat von einem Bein aufs andere, weil ihr Lebensgefährte am nächsten Tag 50 wurde und sie noch das eine oder andere vorbereiten wollte – logischerweise.

Um 18:20 waren wir eingecheckt und sie verließ uns. Knapp 3 Stunden Wartezeit mit zwei kleinen Kindern auf den Großflughafen Nürnberg lagen vor mir. Als erstes bin ich mit ihnen zum Flughafenfriseur, um meiner Tochter die Haare schneiden zu lassen. Die Dame dort war die erste freundliche *und* kompetente Person, die mir begegnet ist und sie hat sich meine Geschichte sehr geduldig angehört, um meiner Tochter dann umsonst die Haare zu schneiden, damit „Sie Nürnberg in nicht gar so schlechter Erinnerung behalten“. Und sie gab mir den Tip, daß ganz oben ein Restaurant mit Kinderspielecke sei.

Dort waren wir um 18:45 nur um zu erfahren, dass sie leider um 19:00 Uhr schließen würden. Wie fast alle Lokalitäten und Geschäfte am Flughafen. Um 19:10 sind wir durch die Sicherheitskontrolle und ich konnte gerade noch eine Flasche Apfelsaft für die Kinder ergattern. Danach haben wir uns die Zeit an einem halben Flugzeug im Internationl-Transfer vertrieben, in das wir nur reingekommen sind, weil Kind Nummer Eins ihren ganzen Charme hat spielen lassen und Mutter alle Pässe bei hatte und einem kleinen Indoorspielplatz.

Um 20:45 sind wir zu unserem Gate und mir schwante Böses, als ich die Maschine noch nicht sah. Und da kam es auch schon:

„Liebe Fluggäste der Airberlin, wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen das ihr Flug nach Tegel sich leider verspätet“

Nun sollte uns der Autor vom Flughafen abholen und danach sofort mit dem Bus zur Arbeit fahren. Was eh schon knapp gewesen wäre, bei einer Verspätung jedoch unmöglich war. Das meine Kinder mittlerweile müde und genervt waren und wie die HB-Männchen durch den Flughafen tobten, versteht sich von selbst. Und ich stand am Rande eines hysterischen Schrei- wahlweise Lachkrampfs.

Um 21:20 konnten wir dann endlich boarden, um 21:35 waren wir in der Luft und der Pilot hat Gas gegeben. So sind wir nur 2 Minuten später als geplant gelandet. Leider um den Preis, dass er schnell runtergegangen ist, was den Ohren von Kleinkindern gemeinhin nicht gut tut. Aber man kann eben nur eines haben.

Also mit den Kindern rausgesprintet, sie dem liebenden, wenn auch sehr ungeduldig wartenden Vater in die Arme gedrückt, wieder zurück zum Band, gewartet, Koffer und Buggy vom Band gezerrt (nein, geholfen hat wieder kein Mensch), raus zum Auto, wo alle schon angeschnallt warteten und den Autor zur Arbeit gebracht. Wo er dann um 22:58 war – zwei Minuten von Dienstbeginn. Ich bin dann mit zwei komatös in ihren Sitzen zusammengesunkenen Kindern heim und habe sie so wie sie waren ins Bett verfrachtet. Um 23:43 war ich zuhause.

Und da ja bekanntlich alles im Leben einen Sinn hat, suchen ich den die ganze Zeit schon. Aber ich neige mittlerweile, es in Anlehnung an Herrn Freud mit folgendem Satz zu halten:

„Manchmal ist ein scheiß Tag einfach ein scheiß Tag“

Published in: on 19. Mai 2008 at 11:19  Schreibe einen Kommentar  
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Deutsche in Spanien

Das nächste Mal, wenn ich mich über die deutsche Bürokratie aufrege, dann werde ich mich damit trösten, dass andere Länder auch nicht besser dran sind.

Ort: Spanien
Zeit: so gegen 10 Uhr
Gelegenheit: Sektfrühstück

Zeitgleich klingeln des Vaters und mein Handy. Auf meinem ist mein Bruder, der mir sagt, daß die spanische Bank was irre Wichtiges von meinem Vater will. Auf dem von meinem Vater besagte Bank, die die Nummer von meinem Bruder bekommen hat (kommt noch wer mit?). Auf jeden Fall sagte die sehr nette, deutsch sprechende Angestellte, es täte ihr furchtbar leid, aber sie müsse die Konten sperren, sie hätte Bescheid von der Polizei bekommen, mein Vater wäre jetzt Resident. Das war es. Keine Erklärung, kein warum, wieso, weshalb. Die Polizei hätte das dann mal so entschieden und eine CD geschickt, auf der alle neuen Residents drauf waren.

Ich also meinen Sekt warm werden lassen und mit meinem Vater die 30km zur Bank. Dort stellte sich raus, daß das Ministerium für frachmichwas in Auftrag gegeben hat, Ausländer aufzuspüren, die eigentlich in Spanien leben, dort aber nicht mit Hauptwohnsitz gemeldet sind (und dort somit auch keine Steuern zahlen). Soweit, so nachvollziehbar. Aber mein Vater war letztes Jahr ganze drei Mal da – und jeweils nicht viel länger als eineinhalb Wochen. Er kann das anhand der Tickets auch beweisen. Allein – das half nicht. Auf der CD der Ausländerpolizei war er Resident und deswegen ging gar nichts mehr. Punkt.

Nach einigem Hin und Her und Versicherungen, ganz bestimmt nicht hier zu wohnen, hat sie bei der Zentrale angerufen – und siehe da: Die Behörde hatte sich schon gemeldet, es seien „Fehler unterlaufen“ und in zwei bis spätestens drei Tagen wäre alles wieder gut. Bis dahin – Perdón!

Nun sind die südeuropäischen Länder für ihre entspannte Lebensart bekannt. Stichwort: manana (die Welle über dem ersten n find ich grade nicht). Übersetzung: Komm ich heut nicht, komm ich morgen.
Und so hat niemand, niemand damit gerechnet, daß die Konten wieder in der Zeit freigeschaltet werden, in der ich zumindest noch da bin. Und so planten wir für alle Eventualitäten – sehr Deutsch eben. Wir haben sogar den schlimmsten Fall durchgekaut – ob wir Vattern aus dem Gefängnis auslösen sollen oder ob Carepakete reichen, falls er bei der Ausreise hopps genommen werden sollte.

Aber Wunder geschehen immer wieder immer wieder. Als ich am Montag ohne große Hoffnung anrief, war alles wieder in Ordnung und man versicherte mir, dass nichts mehr nach kommen würde. Bis zum nächsten Mal.

Es wird Zeit, dass ein ordentlicher deutscher Bürokrat denen da unten mal beibringt, wie man solche Sachen ordentlich zeitlich verschleppt.

Published in: on 16. Mai 2008 at 19:54  Schreibe einen Kommentar  
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Home, sweet home

So, ich wäre dann wieder da. Mal wieder. Und bevor ich unter die Dusche gehe und den Staub der Straße respektive den Kerosinduft des Flughafens abdusche, wollte ich kurz vermelden, dass das Wetter besser geworden ist in Spanien. Es hat zwar immer noch nichts mit dem zu tun, was sonst um diese Zeit dort für Temperaturen und Wetter herrschen, aber immerhin – wir konnten bis halb elf draußen sitzen, auf einen beleuchteten Pool schauen und guten Wein genießen. Es sind die kleinen Dinge, für die man dankbar sein muss.

Morgen oder übermorgen werd ich von meinen neuerlichen Abenteuern berichten – für heute muß ein Zitat von Kind Nummer Eins reichen – bevor ich mir das Wasser über meine geplagten Schultern laufen lasse.

Wir fuhren zum Strand, Tochter hatte einen Rpck mit stark eingearbeiteten, kleinen Falten an und – wie ich später herausfand – in der Eile des Aufbruchs leider die Unterhose vergessen. Als wir aus dem Auto stiegen, wackelte sie mit dem Hintern und meinte sehr jämmerlich:

„Mama, mir tun meine Poposcheiben so weh!“

Published in: on 14. Mai 2008 at 19:10  Schreibe einen Kommentar  
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Buenos Dias

   

 

Erinnert sich noch wer an mein Posting, in dem ich geschrieben habe, an dem Tag an dem ich nach Spanien fliege, wird in Deutschland Sonne und 25 Grad herrschen?

 

Ist so gekommen.

 

Und für die Schadenfreudigen – an der Costa Blanca regnet es Dauerregen. Den ganzen Tag schon. Was sich nicht gut auf meinen Geldbeutel auswirkt, denn Murcia hat ein neues, extrem tolles Einkaufszentrum.

 

Und die beiden Grazien, mit denen wir hier sind, freuen sich über einen Tag im Bett mit KiKa, Chips und Schicke-Damen-Getränk.

 

So, und jetzt muß ich mal sehen, ob mein neuer 2GB Stick funktioniert, da es in unserer Anlage seit neuestem zwar eine Möglichkeit gibt mit dem kneipeneigenen Laptop ins Netz zu gehen, aber leider WIFI noch nicht durchgedrungen ist.

Nun ja.

 

So, dann werde ich jetzt den Kamin im Haus anschmeißen, die Kinder mit Pfannkuchen versorgen und danach frische Scampis mit Weißwein genießen werde. Wer braucht schon Bratwurst vom Grill.

 

P.S.: Auch dort gibt es kein Internet – das Kabel scheint irgendwie die Regen nicht abzukönnen. Aber wenn man mit dem Sicherheitschef der Anlage schon gesoffen hat gut auskommt, dann darf man auch ins Allerheiligstes – und da steht ein Computer mit WLAN.

Published in: on 9. Mai 2008 at 12:33  Schreibe einen Kommentar  
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Der Reisen kein Ende

Eigentlich wollte ich ja heute von meiner Odyssee Regensburg – Berlin berichten. Nur leider bin ich mit Kind Nummer Eins ab morgen früh schon wieder weg. Grobe Richtung Murcia, Spanien, derweil sich der Autor mit Kind Nummer Zwei eine Männerwoche gönnen wird. Fußball, Bier und Weiber – oder so. Da aber bis zur frühen Heimkunft des Autors eine Nachbarin das Kind hütet, will die Bude hier noch aufgeräumt werden, nicht, daß die Gute das Kind vor lauter rumliegendem Zeug nicht findet. Daher ist gerade eher Hauskatzenwäsche denn Erlebnisberichte schreiben angesagt.

Aber ich liefere nach, denn ab morgen werde ich am Pool unter einer Palme liegen, Cocktails schlürfen und sinnige Einträge schreiben, die ich dann am nächsten Tag aus dem nächsten Internet-Café posten werde.

Ach, das Leben kann einen schon sehr beuteln.

Published in: on 6. Mai 2008 at 18:41  Schreibe einen Kommentar