Tätowierungen kann jeder

Unser Bruchpilot hat uns ein ganz besonderes Geschenk zum 4. Juli gemacht. Und zwar erst ganz am Ende des Tages, als wir schon mit unseren Gästen schon fast in den letzten Zügen lagen. Kind Nummer Zwei wurde gerade bettfertig gemacht, war immer noch total aufgedreht, legte den Kopf in den Nacken, schwang sich mit Elan die amerikanische Flagge über das Gesicht und rannte los.

Direkt auf die Kante der Anrichte zu.

Sohn sah nichts und die Anrichte stand auf dem Standpunkt, daß sie schon immer da stand und wich auch nicht aus. Kind knallt mit der Stirn voll auf die Ecke, prallt zurück und schreit wie am Spieß (logisch, hätte ich auch). Nun hilft Mamas Arm und viel Eis von innen und aussen Wunder. Eingetrübt war er nicht und auch das brechen wurde uns erspart, also haben wir drauf verzichtet, der Notaufnahme den zweiten Besuch innerhalb von einem Monat zu machen.

Nun ist mein Sohn recht hellhäutig – genau wie die gesamte Possumfamilie – aber der Schreck hat ihn richtig weiß werden lassen. Die Beule verfärbte sich aber recht schnell blau und in der Mitte, da wo die Kante das Kind gehauen hat, verläuft ein kleiner, roter Strich. Von Kind Nummer Eins weiß ich zwar noch, daß es durchaus kompliziert sein kann, die amerikanische Staatsbürgerschaft zu erlangen – aber soweit ich weiß wurden Körperzeichnungen in den Landesfarben noch nicht verlangt.

Wir werden die Sache mit dem Patriotismus noch mal besprechen müssen, glaub ich.

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Published in: on 5. Juli 2008 at 11:59  Schreibe einen Kommentar  
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