R.I.P. im Vorgarten

Ich glaub, ich hab eine neue Berufung – Grabsteine für den Vorgarten produzieren. Gestern hab ich mit den Kinder welche gemacht – kann sich jemand vorstellen, was zwei Kinder mit Styropor und einem Schraubenzieher alles anstellen können? Es ist schlimmer. Glaubt mir. Aber das Ergebnis….

Daneben gab es natürlich noch die üblichen Halloweengesellen.

Frau Vampir im Nebel

Und Herr Spinne im maßgeschneiderten Kostüm – dem einzigen, das er je bekommen wird. Und wenn er ein wenig stiller gehalten hätte, dann hätte ich ihn auch besser fotografieren können. Sorry, linababe – aber es haben alle gefragt, wo ich das denn bitte her habe. Bezeichnenderweise ist niemand auf die Idee gekommen, ich hätte es selbst gemacht! Vielen lieben Dank noch mal dafür!!!

So, und jetzt werd ich mich mit meinen neuen Büchern und einem guten Cremant völlig ungeschminkt vor den Kamin setzen und die Süssigkeiten meiner Kinder plündern die Kinder vor zuviel Süssem bewahren, während sie selbst im zuckerindiziertem Koma liegen.

Published in: on 31. Oktober 2008 at 19:58  Schreibe einen Kommentar  
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Bücher, die die Welt bedeuten

Gerade eben habe ich für Kind Nummer Eins und mich Karten für die Komische Oper besorgt. Eine Kinderaufführung von Robin Hood läuft und so werde ich meiner Tochter zeigen, wie schön es ist, Kultur zu genießen. Vor allem, weil wir vorher noch schön ins Opernpalais gehen und Torte essen werden. Also einmal das volle Programm.

Das ist auch notwendig, denn ich habe festgestellt, daß ich mein intellektuelles Seelenheil jetzt schon in die Tonne kloppen kann. Wenn ich ins Theater gehe, dann ist es Kasperle mit den Kindern. Das letzte Konzert ist so lange her, daß ich mich nicht mehr daran erinnere. Immerhin war ich voriges Jahr bei einer Lesung – Heike Makatsch hatte Pipi Langstrumpf gelesen. Bliebe noch die Literatur.

Bei uns stehen Goethe und Schiller, Shakespear und Milton, Grass und Mann sowie Hemingway und Wolfe in einem der unzähligen Bücherregale. Aber wesentlich abgegriffener sind die Werke von Terry Pratchett, Stephen King und Neal Stephenson (der Autor) und Nora Roberts, Diana Galdon und Dan Brown (ich). Herr Reich-Ranicki und Frau Heidenreich würden an uns verzweifeln und das Jugendamt einschalten, damit man die Kinder aus einem solch verdummenden Haushalt entferne.

Allein, ich liebe meine Trash-Trivial-Literatur. Sie hilft mir zu entspannen, abzuschalten und einfach dem Alltag zu entfliehen. Sicher, wenn ich mein Geld damit verdienen würde, Bücher zu rezensieren, eine Haushaltshilfe, keine Kinder und auch sonst keine Alltagsbanalitäten zu meistern hätte – mit Freuden würde ich mich den Leiden des jungen W., der Rättin oder den Buddenbrocks hingeben. Aber das würde bedeuten, daß ich wahrscheinlich weit deprimierter aus dem Lesen herauskäme, als ich reingegangen bin. Kein Wunder, daß (und hier zitiere ich einen uns allen bekannten Autoren) „alle Intellektuellen aussehen, als ob sie seit 10 Jahren Hämorrhoiden haben“.

Und da ich genau das vermeiden möchte (schließlich gebe ich nicht für nix und wieder nix viel zu viel Geld für eine Resillience Extreme Lift Repair Augencreme aus), gebe ich mich eben weiterhin meiner seichten Literatur hin.

Und bis am Freitag die Fortsetzung von „Twillight“ mit meinem persönlichen Buchdealer hier ankommt, werde ich mich mit „Morrigan´s Cross“ abgeben. Keine Hochliteratur, aber eben auch keine Falten.

Published in: on 29. Oktober 2008 at 21:00  Schreibe einen Kommentar  
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Der Prinz auf dem weißen Pferd – heutzutage!

Manchmal, nur ganz, ganz manchmal kommt bei mir ja wieder die Romantikerin durch. Dann bin ich wieder 17 und schmelze bei:

„Mein Baby gehört zu mir, ist das klar?!“

dahin. Jaaaaa, damals noch in Deutsch. Und ja, ich steh dazu. Zu der Übersetzung und zu der Teenieschwärmerei.

Heutzutage sieht das natürlich ganz anders aus. So ein schmalziger Tanzlehrer und ein
weltverbesserndes Kind lockt mich nicht mehr hinter dem Ofen vor.

Heutzutage sind es junge, gute Vampire und ein blasses Teenagerlein aus Phoenix. Und heutzutage lese ich auch erst Bücher im Orgnial (solange das Orginal in Englisch ist) und ich schaue mir dann den Film an – weil er meist vorher noch nicht gedreht ist.

Was allerdings nichts daran ändert, daß ein

„Get in the car“

mich schon beim Trailer dahinschmelzen und weich werden läßt.

Kann mal bitte jemand die Zeit vordrehen, bitte!

Published in: on 27. Oktober 2008 at 12:22  Schreibe einen Kommentar  
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Nachts ist es kälter als draußen

Gestern morgen beim Frühstück. Wir diskutieren, was an diesem Wochenende gemacht werden soll. Das dazugehörige Wetterurteil unserer Familie sah in etwa so aus:

– Der Autor hatte gehört, es würde kleine Hunde regnen.

– Das Possum hatte gehört, es sei strahlender Sonnenschein.

– Kind Nummer Eins hatte gehört, es sollen den ganzen Tag Wolken am Himmel sein, aber kein Regen.

– Kind Nummer Zwei hatte Wetter gehört und sagte „Sonne? Weg! Dunkel!“

Wir haben also gestern bei dem prognostizierten realen Wetter von Tochterkind (was will es mir sagen, daß sie den richtigen Wetterbericht gehört hat?) den Garten doch noch irgendwie winterfest bekommen.

Heute hingegen, der Tag, der als KleineHundeundKatzenfallenvomHimmel in die Geschichte eingehen sollte – heute ist hier strahlenster Sonnenschein. Was an einem autorarbeitsfreien Sonntag fast immer Familientag am See bedeutet. Und wer genau räumt dann das Haus auf und streicht den Keller? Bei so einem Wetter kann man ja kein Kind guten Gewissens vor eine noch so pädagogisch wertvolle DVD setzen. Soifz, wir leben im 21 Jahrhundert, da muß es doch möglich sein, daß man das Wetter auf ungefähr 24 Stunden korrekt vorhersagt.

Aber wahrscheinlich wird es so bleiben, wie mein weiser Nachbar bei solchen Gelegenheiten sagt. Wenn der Wetterbericht sagt:

„Abends ist wahrscheinlich mit einbrechender Dunkelheit zu rechnen“

dann kann man davon ausgehen, daß er recht hat. Der Wetterbericht!

Published in: on 26. Oktober 2008 at 07:08  Schreibe einen Kommentar  
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Bis das der Tod Euch scheidet

Ich war heute eine Scheidung feiern. Meine erste. Also nicht meine, sondern die einer lieben Freundin.

Erst bin ich mit ins Gericht (und hab draußen gewartet) und dann sind wir zusammen essen gegangen und zwar hier und danach da – es war sehr angemessen!

Nun kann man sich ja darüber streiten, ob man eine Scheidung feiern sollte. Immerhin ist es ja das Ende von etwas, was für die Ewigkeit halten sollte. Aber auf der anderen Seite – man beginnt diese Ewigkeit ja auch mit einer Feier und gutem Essen, also sollte sie auch so enden. Dann hat alles einen Rahmen, der Kreis schließt sich und man kann sich auf etwas Neues konzentrieren.

Und außerdem schmeckt es.

Published in: on 24. Oktober 2008 at 17:02  Schreibe einen Kommentar  
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Der Konjunktiv ist dem Dativ und so

Der Zahn ist noch nicht wieder aufgetaucht und ich versuche auch wirklich alles, damit er in Frieden ruht – wo auch immer.

Meine Tochter hat es ja im Moment mit der Diversifikation von Körperflüssigkeiten. Beispielsweise hört man schon mal den Aufschrei

„Mama! Maaaamaaaaaaa! Ich hab Nasenblut! Nasenbluuuut!!“

Das Kind wird dann beruhigt, gewaschen und zartfühlend verbessert, daß es Nasenbluten heißt. Und weil sie meine Tochter ist, kann sie sich gerade in ungewöhnlichen Situationen besonders viel merken. Anders ist es nicht zu erklären, daß es vorhin aus dem Badezimmer schallte

„Mama, komm, jetzt hab ich Ohrschmalzen“

Published in: on 21. Oktober 2008 at 18:14  Schreibe einen Kommentar  
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Entscheidend ist, was hinten dabei raus kommt

Eigentlich wollte ich einen anderen Eintrag schreiben, aber hier überschlagen sich die Ereignisse.

Kind Nummer Eins hat seinen zweiten Zahn verloren. Da der erste schon zwei Einträge in zwei Blogs wert war, ist diese Tatsache alleine nicht weiter erwähnenswert – man kann auch alles überstrapazieren. Aber dieser ist wirklich verloren. Weg. Wohl beim Popcorn essen,
schätzen wir mal. Also wurde die Popcornschüssel durchwühlt – ohne Erfolg. Bittere Tränen flossen reichlich. Auch der Vorschlag, daß ich schnell eine Mail an die Zahnfee schicke und das das Problem eines verlorenen Zahns ja nicht neu sein könnte, beruhigten nur kurz.

Dann kam sie nämlich auf die Idee, daß sie den Zahn verschluckt haben könnte – ob ich denn mal nacher die Kloschüssel inspizieren könnte. Nein. Ganz sicher nicht.

„Aber dann spüüüüüüüüüüüüül ich ihn ja runter und dann ist er weg, mein Zahn, mein schönster Zahn“

Alle Argumente, der Zahn wäre ja eh weg, wenn die Zahnfee kommen und ihn eintauschen würde, zogen gar nichts.

Nun ist das ganze vor knapp 45 Minuten passiert und meinte Tochter verspürt gerade jetzt – natürlich – einen gewissen Druck. Ob ich nicht vielleicht doch…? Nein! Jetzt ist sie beim Autor und versucht ihn zu becircen, den Inhalt des Klos „auseinander zu zupfen“

Ich krieg das Gespräch gerade nicht mit und ich glaub, daß will ich auch gar nicht. Sollte jemand wirklich dringend am Verbleib des Zahnes interssiert sein, er möge bitte eine Mail an den Autor richten. Ich werde jetzt die Mail an die Zahnfee schreiben und dann hat sich die Sache für mich erledigt. Schließlich ist mein Auftrag in der Nahrungskette das, was oben reinkommt. Für den Rest erkläre ich mich gerade mal nicht zuständig…

Published in: on 19. Oktober 2008 at 16:32  Schreibe einen Kommentar  
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Jetzt isses soweit!

Der Autor hat die Familie in die BILD gebracht. Unten bei der Aufzählung.

Zwar ist ihm neu, daß er Exilamerikaner ist und auch sein Name ist falsch geschrieben – aber er steht noch vor der Tagesschau.

Nun war es gerade weder des Autors noch mein dringenstes Lebensziel je in diese Zeitung zu kommen – aber irgendwie…also irgendwie….ich glaub, ich muß mich erstmal sammeln.

Jemand einen Kaffee?

Published in: on 17. Oktober 2008 at 06:38  Schreibe einen Kommentar  

Bitte haben Sie noch einen Moment Geduld, sie werden gleich weitergeleitet

Es ist ja nicht nur die Post, die mich an den Rand des Wahnsinns bringt – nein, auch T-Mobile hat sich anscheinend zum Ziel gesetzt, mir meine letzten noch verbleibenden Nerven rauben zu wollen.

Kurzsituation: Datendiebstahl bei T-Mobile im Jahre 2006, Kunden werden 2 Jahre später durch die Presse und nicht durch das Unternehmen zeitnah informiert, mir stinkt das. Also rufe ich die flugs eingerichtete Hotline wegen einer eventuellen Sonderkündigung an. Alles kein Problem, sagte man mir, bitte schriftlich fixieren und losschicken. Gesagt, getan.

Knapp zwei Wochen später habe ich immer noch keine Eingangsbestätigung. Also die normale Hotline angerufen. Ganz schlechte Idee! Warum ich denn kündigen wolle, die Daten würde man ja überall herbekommen und das mit den Bankdaten – ach, die waren bestimmt nicht dabei. Hofft man jedenfalls. Klar, ich kann eine neue Nummer bekommen, aber kündigen – niemals. Und nein, für die Neubestellungen von Briefköpfen und Visitenkarten sowie die Kosten für die Änderung der Webseiten könne man leider, leider nicht aufkommen. Wenn ich unbedingt wolle – ich könne es ja probieren…

Lieber Herr Humm, es geht mir nicht darum, daß die Daten geklaut wurden, sondern wie Ihr Unternehmen damit umgegangen ist – es gab keinerlei Benachrichtigung an mich, daß meine persönlichen Daten weggekommen sind. Wer Geld von seinen 17 Millionen Kunden einziehen kann, der kann ihnen auch einen Formbrief schreiben. Finde ich.

Und wenn sie eine Sonderhotline einrichten, dann sorgen Sie doch bitte dafür, daß die sich wenigstens mit der normalen koordinieren – oder besser die gleichen Informationen bekommen. Dann hätte ich heute nämlich nicht den halben Vormittag damit verbracht, Ihren Versäumnissen hinterherzu telefonieren und Beschwerdebriefe aufzusetzen. Und die bekommen sie jetzt.

So. Und nächstes Mal beschäftigen wir uns dann mit der Frage, warum ein Bürgeramt gleich zwei Tage die Woche komplett zu haben muß. Vorzugsweise dann, wenn ich mir einen Tag frei genommen habe und einen neuen Reisepaß beantragen will.

Published in: on 15. Oktober 2008 at 11:52  Schreibe einen Kommentar  
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12 von 12 im Oktober

Es ist mal wieder soweit – der kleine monatliche Einblick in mein Leben…

Morgens im Hause S. in Z. – Rabenmutter läßt die Kinder kuschelnderweis Dora gucken während sie selbst

sich die tägliche Dosis gibt.

Während der Autor mit Kind Nummer Eins deren Zimmer entrümpelt aufräumt, hilft der kleine Nachwuchs Mälzer beim Backen für die Trödelmarktmuffins – zu dem ich die Kamera natürlich vergessen habe.

Derweil es sich unsere neue Mitbewohnerin Thekla gutgehen läßt. Seitdem Thekla bei uns ist, haben wir weder Fliegen noch Käfer noch sonstiges Getier in der Wohnung.

Teile unseres Halloween-Quiltes – für die Damen Kreativen. Selbstgemacht ja, aber natürlich nicht von mir.

Während Autor und Letztgeborener den Schönheitsschlaf nehmen, kuschelt die Erstgeborene anderweitig.

Muttern hingegen nutzt die Mittagspause anderweitig…

Am Nachmittag dann Besuch – und der brachte eines der Bücher mit, die auf meiner Wunschliste ganz oben standen. De Autorin hat mit dem Autor auf der Expeertenbühne gesessen – damals, als ich mich mit dem warmen Brot backstage geschlichen habe…

Ja, also eigentlich war ja Sonne und 20 Grad angesagt und so hatten wir zum Abgrillen geladen. Gegrillt haben wir auch – und ich bin mit jeden Stück dann rein gerannt, denn draußen sitzen ging gar nicht.

Natürlich hätten wir nur bis kurz vor sechs warten müssen – da wurde es zwar saukalt, aber immerhin kam noch sowas wie Sonne durch.

Kurzer Verdauungsspaziergang – keine Wolke am Himmel. Ne, ist klar!

So, das war es von mir. Und bei den Herzenssachen, den Kännchen und in Mexiko gibt es heute auch noch was zu sehen – denke ich jedenfalls.

Published in: on 12. Oktober 2008 at 19:43  Schreibe einen Kommentar