Von 16 auf -2 Grad in 18 Stunden

So, wir wären dann auch wieder da. Mit vier Koffern, fünf Handgepäckstücken und zwei Kindern. Das ist dann eine Herausforderung, wenn man irrtümlich am „Check-in domestic flights“ aussteigt, aber das Gepäck bis Berlin durchchecken lassen will (was nicht geht) und dann mit Kind und Kegel sich Richtung komplett anderem Schalter aufmachen muß – und Kofferkarren durch Abwesenheit glänzen…

Aber wir haben es geschafft und es sind sogar alle Koffer angekommen – im Gegensatz zum Hinflug, aber vielleicht lag es daran, daß wir da auch nur 2 Gepäckstücke hatten (Santa und Christkind haben es dieses Jahr verdammt gut gemeint mit uns). Allerdings sind wir da auch schon etwa 30 Minuten zu spät gestartet. Bei einem Aufenthalt von 2 Stunden in JFK ist das knapp. Angekommen, standen wir in der Einreiseschlange und wurden erst nach sehr dringlichen Fragen und sehr süss guckenden Kindern vorgelassen. Dann schnell die Koffer vom Band geschnappt und zum Transfer Drop-off. Wo mich ein netter Mitarbeiter darauf hingewiesen hat, daß einer der Koffer leider nur bis JFK gecheckt war. Was aber wiederum nicht an unfähigen Mitarbeitern sondern an mir lag, weil ich leider den falschen Koffer (der aber exakt so aussah wie unser) in der Hektik gegriffen hatte. Also wieder durch die Security, Koffer gesucht, wieder zurück, wo Autor und Kinder ungeduldig warteten und das Bodenpersonal unterhalten haben.

Da hatten wir noch 20 Minuten bis zum Start. Kennt jemand den Terminal 3 im JFK? Der ist lang. Sehr lang. Also ich mit Kind Nummer Eins und Handgepäck zum Gate losgerast. Wo eine einsame Dame stand und mich aufklärte, daß leider, leider das Gate geändert wurde, wir müßten ans andere Ende. Am Rande eines Herzkaspers dort angekommen, standen dort schon zwei ungeduldige Damen, die uns „Hurry up“ entgegenriefen. Hinter mir hörte ich sehr keuchend den Autor und glucksend Kind Nummer Zwei auf seinem Arm

„Oh, da Eis. Oh, da Coke. Daddy, Coke haben?“

Der Autor war für diese Kommentare sehr dankbar. Wir schafften es also mit Ach und Krach in den Flieger. Die Koffer leider nicht mehr. Und so standen wir am Ende eines sehr langen, sehr hektischen und vor allem schweißtreibenden Tages mit ohne Klamotten auf der anderen Seite des Atlantiks. Aber es gibt nichts, was sich mit einer schnellen Waschmaschine, einem 24h Drugstore und einer Schwägerin mit derselben Kleidergröße nicht regeln ließe.

Das ist uns jetzt, wie gesagt erspart, geblieben. Die Kinder haben übrigens auf beiden Flügen ihre Schokoladenseite mehr als glänzend heraushängen lassen – wofür wir und die restlichen Fluggäste mehr als dankbar waren.

So, und jetzt lege ich noch einen Holzscheit auf, mache uns ein warmes, gutes Essen und versuche bis heute abend zu überleben. Irgendwie.

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Published in: on 28. Dezember 2008 at 15:41  Schreibe einen Kommentar  

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