Mit Glanz und Gloria

Gestern war es dann bekanntlich soweit. Obama wurde vereidigt. Und wie es sich für ein historisches Ereignis gehört – und ich bin wirklich vorsichtig mit dem Begriff – hat die Possum-Familie auf dem Sofa gesessen und geschaut.

Und ich muß schon sagen, was für die Briten Lisbeth ist, ist für die Amis ihr Präsident. Einige Sachen sind bei der Überfahrt wohl nicht verloren gegangen. Und dazu gehört, daß sie wissen, wie man solche Anlässe feiert. Das war schon schön. Und das Allerbeste: Es wurden noch nicht mal Steuergelder dafür verpulvert. Das können wir nicht. Wir machen fade Zeremonien, für die der gemeine Steuerzahler tief in die Tasche greifen muß. Aber das ist ein anderes Thema.

Leider konnte auch die beste Inszenierung die Kinder nicht länger als 5 Minuten fesseln. Während Kind Nummer Eins ob der historischen Einmaligkeit noch auf den Lovesac getackert wurde, mit Nachtisch bestochen Argumenten überzeugt werden konnte still zu sitzen und in Sekundenabständen leise

„Ist das laaaaaaaaangweilig“

vor sich hinmurmelte, durfte Kind Nummer Zwei sprachpädagogisch wertvoll „Thomas and his friends“ auf dem Computer gucken. Als das vorbei war, nahm er sich seine Entenfamilie und watschelte mit ihr um die Wette. Und so wurde die an sich sehr gute Rede des neuen Präsidenten von einem plastischen „Quack-Quack-Quack-Quack“ begleitet. Was wirklich nichts über die Qualität der Rede aussagt.

Aber wenigstens waren sie nicht alleine. Die beiden ersten Töchter des Autoren-Mutterlandes haben sich auch mit Fotos- und Faxenmachen die Zeit vertrieben. Und Mutter Obama rollte genauso die Augen gegen ihre Kinder wie ich gegen meine. Was mir zeigt, daß die beiden Kinder ganz normale Eltern haben.

Das gibt doch Anlaß zur Hoffnung.

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Published in: on 21. Januar 2009 at 15:00  Schreibe einen Kommentar  

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