Zitat des Tages

Kind Nummer Eins nimmt Minkas Tod schwer mit. Jeden Tag redet sie von ihr, geht ihr Grab besuchen und will sie wieder ausgraben, weil sie sie noch mal streicheln will. Stephen King läßt grüßen.

Erst gestern hatten wir eine Diskussion, warum ein totes Tier, einmal begraben es auch bleibt. Große Augen.

„Maaaaamaaaa, bleibt Minka da jetzt etwa für immer bebuddelt?“

Ja, mein Kind, für immer! Das hoffe ich jedenfalls sehr, sehr stark,

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Published in: on 29. März 2009 at 19:40  Schreibe einen Kommentar  
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R.I.P. – diesmal im Hintergarten

Letzten Samstag hab nicht nur keinen Film bekommen – ich mußte auch unsere Katze einschläfern lassen. Ihre Nieren haben nur noch sehr unzuverlässig gearbeitet, sie hat sich bei einer Therapie noch mal bekrabbelt, so daß wir noch mal Hoffnung geschöpft haben, aber als dann Samstag mittag ein Organ nach dem anderen versagte, habe ich die Tierärztin gebeten, sie zu erlösen.

Sie war 14 und hatte bei uns ein schönes Katzenleben – sieht man mal von zwei Kindern ab, die dauernd spielen und sie bekuscheln wollten.

Kind Nummer Eins war untröstlich und hat den ganzen Nachmittag geweint und Kind Nummer Zwei hat nicht verstanden, warum wir die Katze nicht vom Arzt abholen. Sie ist jetzt unter unserem Nußbaum und unsere Tochter geht sie jeden Morgen besuchen und erzählt ihr ihre Träume.

Liebe Minka, vielen Dank für die schönen Jahre, die Du uns und den Kindern geschenkt hast. Du wirst immer einen Platz in unseren Herzen haben.

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Published in: on 26. März 2009 at 22:34  Schreibe einen Kommentar  

Zu früh gefreut…

An sich finde ich ja, daß die Digitalisierung des Schriftverkehrs sehr viel vereinfacht. Doch ja, wirklich. Erst gerade habe ich Rechnungen geschrieben, mich vertan und konnte einfach am Bildschirm löschen – kein Vergleich zu früher, als man ganze Pamphlete neu schreiben mußte.
Auch liebe ich meine Datenbank heiß und innig, ohne wäre ich ja komplett aufgeschmissen. Ich finde noch nicht mal Serienmails schlimm, sie haben mir bei Einladungen schon ziemlich Zeit erspart.

Allerdings, liebe Leute von Amazon, bedeutet das, daß man die entsprechenden Datenbanken pflegt, mails nicht unnütz durch die Gegend verschickt und geschultes Personal beschäftigt!!!

Wie ich hier erwähnt habe, wollte man mir einen freien Zugang geben, damit ich meinen Film online schauen kann. Und was hab ich mich gefreut. Doch dann passierte am Samstag….gar nichts. Ich bekam keinen Zugangscode. Also schrieb ich eine nette Mail auf die ich auch eine nette, wenn auch extrem kryptische Antwort bekam, die ich leider nicht verstand. Auch der zufällig im Haus lebende Amerikaner kräuselte nur verwundert seine Stirn und machte mit dem Fachausdruck

„Häh?“

seiner Ratlosigkeit Luft. Die fast englischen Wörter an sich verstanden wir wohl, allerdings machten weder Anordnung noch Bedeutung Sinn, was meine Frage anging, aber es stand da definitiv sinngemäß was von

„Ich hab ihren Account jetzt freigeschaltet“

Also dachten wir uns, wir probieren es einfach aus und gingen über meinen Account auf video-on-demand. Nur um dies hier zu bekommen:

„We have detected that you are not located within the US. Due to licensing restrictions Amazon Video On Demand customers must be located in the United States when viewing videos online. (What’s This?)“

Ach? Doch schon? Und die Tatsache, daß ich eine deutsche Adresse als Versendeadresse eingegeben habe, hat Euch das vorher nicht erahnen lassen? Und dass ich von einem Computer, dessen IP-Adresse in Deutschland beheimatet ist, bestellt habe (übrigens der gleiche Laptop, mit dem ich versucht habe, an den Film zu kommen), ließ Euch auch komplett im Dunkeln, ja?

Mit anderen Worten, ich stand da mit Popcorn in der einen und Weißwein in der anderen Hand und konnte trotz zweimaliger Versprechen meinen Film nicht sehen. Hmpf!

Liebe Amazons, wenn es diese Bestimmungen gibt, diese dämlichen, dann könnt Ihr da grundsätzlich erstmal nix für. Da hab ich dann eben Pech gehabt. Aber ihr könnt verdammich noch mal was dafür, wenn ihr mir erst den Mund wässerig macht und auf explizite Nachfrage auch noch sagt, daß es jetzt ginge – wobei ich den Verdacht habe, daß der Mitarbeiter in Bangalore mich genausowenig verstanden hat, wie wir ihn- und dann funktioniert es doch nicht! So vergrault man Kunden gerne mal.

Ich nehme Euch also hiermit den virtuellen „Best Customer Service Award“ wieder weg und ersetze ihn durch den „Letting False Hopes Grow Award“. Ich stell ihn Euch ins Netz. Ihr könnt ihn dann runterladen. Wenn Ihr Euch von einem deutschen Rechner aus einloggt, versteht sich.

Published in: on 23. März 2009 at 15:57  Schreibe einen Kommentar  
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Erste!

Heute ist Samstag, der 21. März 2009. Dieser Tag wird von Tausenden von hysterischen, meist des englischen mächtigen Teens bis Mittdreißigern herbei gesehnt. Denn – in Amerika kommt die DVD von Twillight raus.

Nun bin ich weit entfernt davon, ein echter Twi-hard zu sein – aber ich dachte mir, es wäre nett den Film zu besitzen. Und jaaaaaa, ich gebe es zu, ich wollte auch die deutschen mir bekannten Fans („Damn, I´m in love with a fictional character!“) ein wenig ärgern.

Nun bekomme ich gestern eine Mail von Amazon. Die DVD käme ja morgen raus und man würde sich bemühen sie direkt zu verschicken, leider wäre da ja noch die Versendezeit, however – man hätte da eine tolle Idee: Wenn ich wollte, könnte ich mir den Film einfach vorab schon mal runterladen, dann könne ich ihn sofort sehen.

Abgesehen davon, daß ich das Wochenende leider gar keine Zeit habe, werde ich ihm mir trotzdem runterziehen. Erstens weil ich es cool finde, daß sowas jetzt funktioniert (also die Kombi aus echter DVD und reinem Film), zweitens, weil da mal einfach jemand mitgedacht hat und ich sowas prinzipiell unterstütze und drittens – weil ich es einfach kann.

Und natürlich hat das nichts damit zu tun, damit ich als möglichst Erste einen mehr als mittelmäßigen Film habe. Niemals nicht.

Published in: on 21. März 2009 at 08:07  Schreibe einen Kommentar  
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Drum überlege gut, was Du Dir wünschst…

Momentan kochen die Emotionen bezüglich des Internets ja mal wieder hoch. Manchmal könnte man meinen, sich im virtuellen Raum rumzutreiben sei die erste Stufe zu Massenmördertum.
Es kursieren wieder die wildesten Meldungen und Expertenmeinungen. Eines wird aber zu selten berücksichtigt.

Das Netz reißt zu spontanen Taten hin, die man nur als irre beschreiben kann. So bekam ich vorhin von einer Mituserin in meinem bevorzugten Forum per Post das hier

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und das nur, weil ich gesagt habe, ich sei dieser Kälte und des Drisselwetters überdrüssig und bräuchte mal eine Tüte Wärme.

Ja, das Internet ist grausam – die Schokolade hat soeben meine Figur ruiniert.

Danke Tina, you made my day!

Published in: on 18. März 2009 at 11:39  Schreibe einen Kommentar  
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Zur frühkindlichen Therapie bitte hier entlang!

Wie schon erwähnt ist meine Tochter ja – rein gentechnisch gesehen – gar nicht meinte Tochter. Aber gegenüber meinem Sohn ist sie quasi mein Zwilling.

Das fing schon sehr früh an, sobald auch nur ansatzweise ein Haar oder ein Fussel auf seiner Flasche war, verzerrte sich das eben noch zufrieden trinkende Mündchen in eine quadratische Öffnung, aus dem nur Gebrülle kam. Und

„Hair!“

war eines seiner ersten Worte. Diese Obsession hat er immer noch. Neu hingegen ist, daß er Angst um die Hygiene seiner Finger hat. Er faßt nichts an, was dreckig ist, denn die Finger könnten ja was abbekommen. Dann bleibt das geliebte, gerade aus dem Mund gefallene Gummibärchen eben liegen. Und wenn es sich dann doch nicht vermeiden ließ, dann wird schnell zur Mutter gerannt

„Mama, putzen ab. Deckick!“

Und ganz schlimm ist es, wenn die Fußkoordination mal wieder nicht gepaßt hat und es ihn lang hingeworfen hat. Dann geht ein Aufschrei durch das Dorf. Aber kein „Aua“ oder gar Wehklagen…neinnein.

„Maaaaaamaaaaaa, Hand is deckich. Puuuuuuuuuuuutzen“

Ja, das geht sogar soweit, daß das Kind jeden Abend vor dem Schlafengehen sein Zimmer freiwillig und fast alleine aufräumt

„Ich cleanen sauber“

Was mich wiederum auch an der Verwandtschaft von ihm und seiner Schwester zweifeln läßt, denn sie läßt sich nur durch Androhung von Freundesbesuchsverbot lange und pädagogisch sinnvolle Diskussion dazu bringen, den Boden ihres Zimmers wenigstens so aufzuräumen, daß man die Farbe des Teppichs wieder erkennen kann.

Allerdings habe ich festgestellt, daß bei Kind Nummer Zwei anscheinend nur die Finger von der Dreckphobie betroffen sind. Denn er schien mir am Samstag eigentlich sehr glücklich, als er mit der Schippe Wasser und Sand gemischt hat, um den Matsch dann mit selbiger Schaufel über sich drüber in einen Eimer zu schippte. Wovon natürlich Dreiviertel des wertvollen Gemisches nicht im Eimer landeten, sondern auf den frisch gewaschenen Sachen.

Aber die Finger, die blieben sauber!

Published in: on 17. März 2009 at 12:24  Schreibe einen Kommentar  

Anglizismen, wenn sie nützlich sind

Ich bin eigentlich der Meinung, daß man in Deutsch sehr viel, sehr präzise ausdrücken kann.
Aber manchmal haben die Angelsachsen so derart treffende Worte oder Redewendungen, die sich einfach nicht übertragen lassen.

Mein Lieblingsausspruch derzeit – oder besser seit sechs Jahren, denn seitdem hab ich Kinder, im relevanten Alter:

„This is an accident waiting to happen“

Will sagen: Du siehst genau, es geht schief, kannst aber nichts tun, weil Kind seinen Kopf durchsetzen will. Mittlerweile reicht ein Blick zwischen Autor und mir und meist ist es dann auch schon geschehen und eines der Kinder brüllt.

Der Punkt ist – Du kannst einfach nichts tun. Die Kinder wollen und müssen bestimmte Dinge austesten und ja, sie müssen sich dabei auch frustrieren lassen oder auch ein wenig weh tun. Der deutsche Folgespruch ist dann in etwa

„Nur aus eigenen Fehlern lernt man“

Kind Nummer Zwei ist gerade fleißig am lernen. Ein Musterschüler sozusagen.

Bei Kind Nummer Eins flacht es gerade ab und wir haben etwas mehr Ruhe und Seelenfrieden. Bis sie in die Pubertät kommt, da kommen dann die Beziehungskisten. Und da paßt dann der Spruch wieder. Jedenfalls in abgewandelter Form:

„This is a drama waiting to happen“

Oh. Wie ich mich darauf jetzt schon freue.

Published in: on 14. März 2009 at 07:53  Schreibe einen Kommentar  

Now and Then

Heute vor sechs Jahren war ich sehr, sehr müde. Ich hatte die letzte Nacht als Hochschwangere hinter mir und hatte schlecht geschlafen. Außerdem tat die PDA ihre Wirkung.

Heute bin ich auch sehr, sehr müde. Seit heute nacht halb zwei kam in 15 minütigen Abstand eine gerade noch Fünfjährige an mein Bett und fragte, ob wir jetzt endlich, endlich runter gehen könnten. Biiiiiiittttttteeeeee! Irgendwann gegen halb vier hab ich dann pädagogisch höchst unwertvoll (again) gesagt, es gäbe gar keine Geschenke, wenn sie nicht wartet, bis es hell wird.

Um 6 Uhr zeigte sich der erste Silberstreif am Horizont ganz, ganz weit hinten….

Trotz aller Müdigkeit – damals wie heute bin ich glücklich Dich zu haben, meine Maus! Alles Liebe zu Deinem sechsten Geburtstag!

Übrigens durfte ich vor sechs Jahren liegen bleiben und mich ausruhen. Heute muß ich mich in Regenklamotten schmeißen und das neue Fahrrad ausprobieren. Manche Dinge ändern sich eben doch.

Published in: on 12. März 2009 at 07:38  Schreibe einen Kommentar  

Drohungen, die funktionieren

Vorhin im Hause Possum. Kind Nummer Zwei trödelt rum. Alles ist interessant, nur anziehen ist doof.

Wäsche wird auf den Ständer und wieder abgehangen, little garage muß dringenst noch bespielt werden und -oh! der Nachbar bekommt ja ein neues Dach….

Derweil Mutter auf heißen Kohlen sitzt und die Kinder endlich aus dem Haus haben will unbedingt arbeiten muß. Was den Zweijährigen nur mäßig interessiert. Diverse Rufe durch das Treppenhaus verhallen ungehört. Bis die letzte aller Drohungen die Treppe hinunter schallt.

„Ok, dann zieh ich eben jetzt Deinen Thomas-Pulli an“

„NEEEEEEIIIIIIINNNNN!“

In beängstigender Geschwindigkeit stampfen zwei Füße die Treppe hoch – wie eine Dampflok quasi.

„Mein Thomas Shirt! Ich wearen! Mama nein Thomas Shirt“

Und in nur fünf Minuten hatte ich die Kinder aus dem Haus.

Aber natürlich möchte ich einfügen, daß ich Erpressungen und Drohungen bei Kindern nicht für pädagogisch sinnvoll halte. Natürlich nicht.

Published in: on 10. März 2009 at 09:26  Schreibe einen Kommentar  
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Emanzipation andersherum

Als ich auf den Berg geflogen bin, hab ich mal Mann gespielt. Im TuiFly-Terminal sind nämlich die Wickelräume zumindest teilweise in den Männertoiletten. Jedenfalls an unserem Abflug-Gate. Und wie es nun mal so ist, meinte mein Sohn seiner Aufregung direkt vor dem Abflug in Form einer vollen Windel Ausdruck verleihen zu müssen.

Also Kind Nummer Eins auf dem Stuhl festgetackert, Kind Nummer Zwei unter den Arm geklemmt und rein in die Herrendomäne. Der Wickeltisch befand sich im Waschvorraum.

Versteckte Kamera hätte es nicht besser machen können. Ausnahmslos alle Männer, sind rückwärts wieder rausgegangen, haben auf das kleine Männchen auf der Tür geschaut, nur um dann wieder reinzukommen und mich verständnislos anzustarren.

Ich hab mich dann drauf beschränkt, auf meinen Sohn zu zeigen und zu sagen

„Es ist ein Junge“

was einen einigermaßen fassungslosen Ausdruck auf den Gesichtern der Herren der Schöpfung und ein Lächeln auf meines gezaubert hat.

Denn wenigstens weiß ich jetzt, daß „zusammen mit einer Frau auf einer Toilette zu sein“ nicht unbedngt auf der Prioritätenliste der meisten Kerle steht!

Published in: on 7. März 2009 at 15:54  Schreibe einen Kommentar