Dinge, von denen man nicht geglaubt hat, daß man sie mal tut – Teil 23

Vergeßt die gluckenden Soccermoms! Ich bin schlimmer. Ich bin nämlich eine Backstagemom! Yepp!

Ich habe am Sonntag meine Tochter auf ihren Tanzauftritt begleitet und weil die Tanzlehrerin eine Freundin von mir ist, habe ich angeboten, hinten „ein wenig zu koordinieren“. Das sah dann so aus

Fünf Sternenkinder im Alter von 3 und 4 die Treppen rauf und runter getragen und sich dabei das Kreuz verhoben

Sieben kleine 5jährige Äffchen hinter der Bühne im Zaum gehalten und sich dabei eine Leine gewünscht

Sechs Clowns geschminkt und in der Sekunde ihres Auftritts einen von ihnen partiell vom Klo gerissen, in den Anzug geschmissen und auf die Bühne geworfen

Acht Red Nex im Alter von 9 immer wieder versichert, wie gut sie aussehen und daß die Hüte kein Mondgesicht machen

Sechs 12jährigen erklärt, daß sie total gut sind und daß niemand über sie lachen wird und sie absolut toll sind und wenn sie da jetzt nicht sofort rausgehen, ich sie eigenfüßig auf die Bühne kicken werde.

Und nach allen Auftritten über einen Kopfsteinpflasterhof gerannt, um alle Schäfchen von ihren Eltern und Bratwürsten mit honigsüssen Worten loszueisen und wieder einzusammeln für das große Finale.

Ja. Das war eine Erfahrung der ganz anderen Art.

Und nachdem alle weg waren, hat ein Glas Weißwein und ein Tequila ausgereicht, um mich so abzuschießen, daß ich nicht mehr wirklich wußte, wie ich heim gekommen bin. Ich finde, das ist mehr als verständlich.

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Published in: on 28. April 2009 at 10:55  Schreibe einen Kommentar  

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