Das Leben ist sogar noch viel unfairer

Die Mission: Alle Notärzte Deutschlands finden.
Der Lockvogel: Kind Nummer Zwei (wer sonst?)
Heute: Groß Kreutz

Was bisher passierte: Nachdem also letzte Woche rauskam, daß unser Sohn auf unsere Katze reagiert, wird er bis zur Findung eines neuen Zuhauses für das Tier von selbigem penibel ferngehalten. Funktioniert sehr gut.

Was heute passierte: Wir waren heute bei einem Kollegen, der eine „Ranch“ im Herzen Brandenburgs besitzt. Die Kinder (und die Eltern) waren begeistert: Kaninchen, Hund, Pferde, Schafe (alles, nur keine Katze), Sandkasten, ein Pizzaofen, ein Salon….ein Traum. Nachdem wir die Ländereien umrundet hatten, sind wir zurück in den angrenzenden Garten und ich bin mit der Hausherrin in die absolute Traumküche aus dem Märchenbuch gegangen, um ihr zur Hand zu gehen. Als ich plötzlich zum Autor gerufen wurde, der den Kleinen auf dem Arm hatte.

Das Gesicht des armen Kindes bestand noch aus einem runden Ballons mit Schlitzen, Arme und Beine rot und geschwollen, der restliche Körper mit roten Stellen übersät. Also Kind Nummer Eins in der Obhut der besten Pizzabäckerin von Welt gelassen und über den Umweg einer geschlossenen Apotheke nach einigen Handytelefonaten den diensthabenden Notarzt der Region überfallen.

Diagnose: Starke allergische Reaktion auf – wie eine Rekapitulation der Ereignisse ergab – die Pferde. Und wieder Cortison, das der Unglücksrabe diesmal in einem kleinen MiniMars verteckt pulverisiert zu sich genommen hat. In der Badewanne sitzend. Und wir hatten noch Glück, es hat angeschlagen. Beine und Arme sind wieder normal und die Augen sehen nur noch aus, als ob sein Boxkampf schon etwa 2 Wochen her ist.

Aussicht: Jetzt können wir nicht nur Katzen generell meiden sondern ich kann auch noch sehen, wo ich ihn hinverschicke, wenn ich mit Kind Nummer Eins reiten gehe – denn mit kann er in seiner jetzigen Konstitution nicht mehr.

Danach bin ich dann noch vier Stunden wie geplant gen Westen zu Opa und Urgroßeltern mit den völlig komatösen Kindern gerauscht, die jetzt natürlich die Wänder rauf und runter rennen. Und da der Opa einen Bandscheibenvorfall nebst entzündetem Nerv hat und der Autor wieder im Dorf ist, kann ich mein Leid noch nicht mal der Weißweinflasche klagen, da ja heute nacht noch irgendwas passiere könnte.

Kann mich mal bitte wer bedauern?

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Published in: on 2. Mai 2009 at 20:17  Schreibe einen Kommentar  

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