Family, Gesundheit, Life

Fressen oder gefressen werden – Teil 3

Diejenigen, die schon seit ganz, ganz früh dabei sind, haben anno 2007 noch meinen Kampf mit Mücken und Motten haarklein mitbekommen. Seitdem haben wir funktionierende Insektenschutzgitter und einen vom Autor regelmäßig entrümpelten Vorratsschrank. Und es war Ruhe.

Bis wir Freitagabend zum Kindergartenabschiedsfest durch den Wald gekrochen sind eine Schatzsuche mit den Kindern gemacht haben. Das Ergebnis konnte ich am Samstagmorgen aus der Leiste von Kind Nummer Eins entfernen. Eine Zecke. Das an sich war noch nicht beunruhigend. Da ich ja eher die impfreudige Mutter vor dem Herrn bin, ist das Kind natürlich gegen FSME geimpft. Und Borreliose – ja, da muß man halt beobachten.

Sonntag abend dann kam ein elendes Kind runter – ihr sei nicht gut, sie habe Kopfschmerzen und alles tue weh und überhaupt. Was alle Panikglocken hat schrillen ließ. Kind also beruhigt, zurück ins Bett gebracht und die halbe Nacht im Netz verbracht, nur um heute morgen Punkt 8, der Hysterie nahe, die Kinderärztin angerufen. Die mir auch nichts anderes sagen konnte, als daß die Symtome zu früh sind, wir frühestens in 4 bis 6 Wochen testen können und wir Bißstelle sowie Allgemeinbefinden beobachten sollen. Sehr rational und sicherlich auch richtig, aber nicht das, was eine panische Spätmutter hören will.

Tja, und heute nachmittag dann die Auflösung. Die Hälfte aller Kinder ihrer Gruppe und noch mehr Kinder im Dorf haben sich irgendwie einen Virus mit o.g. Symtomen eingefangen. Ein wohl eher harmloses Ding, das nach zwei Tagen wieder weg ist. Ächz. Kann sich das Teil nicht einen anderen Zeitpunkt aussuchen und es vermeiden, mir 2 Jahre meines Lebens zu nehmen.

Und Du, liebe Zecke, Du bist zwar schon eines unnatürlichen Todes gestorben, aber es wäre nett gewesen, wenn in Deinem beigefügten Gesundheitszeugnis vermerkt hättest, ob Du Krankheitsüberträgerin bist oder nicht. Das wäre doch mal eine sinnvolle Maßnahme. Dann, liebe Zecke, wärest Du auch noch am Leben und hättest nicht Dein Leben zwischen zwei wütenden Menschenfingern gelassen.

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Life

RIP Michael Jackson

Heute morgen kam der Autor von der Nachtschicht heim, weckte mich und sagte

„Michael Jackson ist tot.“

Gestern abend habe ich noch kurz in den BBC-Nachrichten mitbekommen, daß er ins Krankenhaus eingeliefert wurde – passierte ja ab und an mal. Aber die Nachricht, daß er tot ist, hat mich tief schockiert.

Klar, er war in gewisser Weise ein Irrer, was sein Privatleben anging. Aber musikalisch gesehen war er ein ziemlich genialer Irrer. Er hat mich und meine Generation geprägt, ob man wollte oder nicht. Ich hab zu ihm auf meiner allerersten Fete, auf die ich gehen durfte, getanzt. Er hat den Moonwalk erfunden, den alle Jungs meiner Alterstufe mehr als dürftig kopierten. Er hat – neben A-HA – die Videoclips überhaupt erst sehenswert gemacht. Und er war irgendwie seit meiner Jugend immer präsent.

Ich bin – sehr zum Leidwesen meiner Umwelt – nie ein Musikfan gewesen. Aber es gibt ein paar Musiker, die mein Leben geprägt haben. Er gehörte dazu. Und jetzt ist er zu früh gestorben.

Es schein was dran zu sein – die Guten gehen immer zuerst.

Danke, Michael! Für all das, was Du meiner Generation gegeben hast. Ich hoffe, Du findest dort, wo Du jetzt ist, mehr Frieden als Du ihn je auf Erden hattest.

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Zitat des Tages

Zitat des Tages

Gerade im in einem bekannten Lebensmitteldiscounter. Wir passieren die Regale mit dem Dosenfutter den extrem langhaltendem Lebensmitteln. Mutter spielt mit dem Gedanken, ausnahmsweise Hühnersuppe mit Nudeln für den Mann allein zu haus zu kaufen. Kind Nummer Zwei sitzt im Wagen, schaut sich das an und kräht – laut hörbar für alle, versteht sich –

„Mama, ist das Katzenfutter??“

Irgendwie scheine ich zumindest da was richtig gemacht zu haben

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Family

Memory bears

Als wir das letzte Mal in den USA waren, bin ich mit den Freundinnen von der besten Schwiegermutter der Welt auf Tour gegangen. Und als wir Glenda, eine der Freundinnen, abholten, fielen mir die wunderschönen, völlig verschiedenen Teddybären auf, die überall in ihrer Wohnung saßen. Darauf angesprochen sagte sie mir, es seien Memory bears. Sie seien aus Kravatten, Tüchern, Bluse oder Shirts von Menschen gemacht, an die man sich erinnern möchte.

Ich fand die Idee so toll, daß sie mich nicht los ließ und ich gab einen Bären in Auftrag. Wieder zuhause schickte ich einen Schal meiner verstorbenen Mutter zu Glenda und heute bekam ich statt einem gleich drei Bären. Streng genommen nicht ich sondern die Kinder Nummer Eins und Zwei. Meine Schwiegermutter hat gleich noch welche von sich für die Kids in Auftrag gegeben.

Und das hier sind sie:

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Grandpa bear

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Grandma bear

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und Oma Bär

Liebe Glenda, vielen Dank, diese Bären bedeuten mir sehr viel und ich denke, meine Kinder werden Dir in hoffentlich ferner Zukunft ebenfalls sehr dankbar sein.

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Family, Life

Ordentliche Geschwisterrivalität

Momentan finden einige Baumaßnahmen im Hause Possum statt. Das Zimmer des Kleinen ist schon komplett umgestellt, umgeräumt und bekommt diese Woche noch eine froschmoosblattgrüne Farbe. Kind Nummer Zwei hat sich gefügt, denn, nach mehrmaligem

„Grün, nein schwarz, nein grün, nein schwarz, nein grün….“

hat die autoritäre Mutter ein Machtwort gesprochen. Es wird jetzt grün mit motorisierten Fahrzeugen drauf.

Nicht ganz so einfach ist das mit dem Prinzessinnenzimmer von Kind Nummer Eins. Sie hat eine sehr eigene Ordnung, in der sie zwar nichts wiederfindet, aber aufräumen hält sie für keine konsensfähgie Lösung. Da auch sie aber neu dekoriert werden will, half alles nichts – gestern ging Mutter da mit dem gelben Sack durch. Sie tat sogar mit. Und das dauerte lange – sehr lange und fertig sind wir noch lange nicht.

Kind Nummer Zwei schaute sich das lange mit an, spielte hier, fing da ein fliegendes Kleinspielzeug auf und las dort ein neues Buch. Bis er der Meinung war, es würde dann jetzt reichen. Man hörte nur ein „Ruuuuuuuuuuuuuuuusch“ und er hat alle Bücher – er besitzt für einen zweijährigen eine erstaunliche Menge davon – aus den für ihn erreichbaren Regalen gerissen. Kam zu mir, strahlte mich an und meinte

„Mama, jetzt mit mir Bücher aufräumen. Komm“!

Ich nehm das mit der Lernkurve von letztem Mal zurück und verkehre die Aussage ins Gegenteil. Wenn das so weitergeht, dann komm ich bei seinen Gedankengängen in spätestens 3 Jahren nicht mehr mit. Spätestens.

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Zitat des Tages

Zitat des Tages

Gerade eben. Kind Nummer Zwei geht in die Dusche (in der er schon mindestens 100 Mal stand), schaut nach oben und ruft total erstaunt:

„Oh, Mama, da kommt Wasser raus oben!!!“

Wenn das mit der Lernkurve so weiter geht, dann haben wir ein Problem.

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Life

One of those days…again!

Nichts ist arbeitskontraproduktiver als eine Abweichung von der Routine.

Also, wenn ich mich nach dem Kinderwegbringen direkt an die Arbeit setzen und anfangen kann, dann ist alles gut.

Aber wenn ein guter (und mitlesender:-)) Bekannter vorbei kommt, wir uns zwei Stunden lang auf der Terasse bei Gossip at its best und Kaffee auf der Terasse pfläzen, ich danach noch einen Kurztermin habe und noch essen muß – dann komm ich einfach nicht mehr in den Tritt.

Ich hab jetzt noch eine Stunde kinderfreie Zeit und muß mich jetzt entscheiden, ob ich wenigstens die noch konstruktiv arbeite oder mich ganz demonstrativ dem holden Nichtstun hingebe.

Ich werd dann mal in mich gehen – die nächsten 45 Minuten oder so…

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