Wer will fleißige Handwerker sehen,

der sollte besser nicht zu uns kommen.

Ich halte mich ja für durchaus multitaskingfähig. Aber nachdem wir jetzt das Wohnzimmer ausgeräumt haben, um es renovierfertig zu machen, nachdem wir endlich das Holz für den Schrank Marke Eigenbau geholt haben und das erste Bauteil schon fertig ist, nachdem sich die Sommerarbeitspause kundentechnisch erledigt hat und ganz schnell noch hier und da was gemacht werden muß, nachdem immer noch mindestens eines der Kinder wegen Verwahrungsanstalturlaub zu Hause ist – nachdem also all das passiert und organisiert ist, bin ich heute nacht krank geworden. Fieberschübe, mir tut alles weh und mein Hals erinnert an Sandpapier. Womit zumindest die Renovierung von meiner Seite aus erstmal auf Eis gelegt ist.

Ich melde mich dann wieder, sobald mindestens eines der Dinge dieser Liste eleminiert wurde. Oder wahlweise die Drogen wirken.

Published in: on 31. Juli 2009 at 06:50  Schreibe einen Kommentar  

Welcome home

Ich bin ja vorgestern dem Stau davongefahren und wieder in der neuen Heimat eingetroffen. Mit dröhnenden Kopfschmerzen.

Direkt nach Ankunft bin ich dann zum Meeting (lies: Schlüsselübergabe am Samstag, weil Auftraggeberin am Sonntagmorgen um 6 in den Urlaub fuhr) gerast, zusammen ins Büro, Dinge besprochen, danach wieder nach Hause, leere Kästen und Taschen geholt und sie gegen Geld in volle umgetauscht. Leider zeichnen sich die dorfeigenen Supermärkte am Samstag gegen 18 durch einen erheblichen Mangel an Frischobst, -gemüse und -fleisch aus, weswegen es ernährungsphysiologisch eher fragwürdiges Essen gab.

Nachdem ich dann meine Familie gefüttert habe, sind Sohn und Tochter komatös ins Bett gefallen, um das Schlafdefizit von nur 10 Stunden möglichst schnell wieder aufzuholen. Derweil ich unten vor dem Rechner sass, um die aufgelaufene Fanfiction zu lesen firmenrelevante Mail aufzuarbeiten. Dabei wartete ich darauf, daß der Autor mal langsam aus dem Keller kommt, wo er war, um Dinge zu synchronisieren oder so. Er kam aber nicht. Also ging ich gegen 22 Uhr runter. In einen sehr, sehr dunklen Keller in dem weder Autor noch Katze noch sonstwer war.

Also wieder zwei Treppen hoch, wo der Vermißte friedlich schnarchend im Bett lag. Und neben ihm, ebenso friedlich schnarchend, Kind Nummer Eins. Soviel dann zum Thema, gemeinsames Kuscheln nach einer Woche Ausshäusigkeit. Was zwar schade ist, aber mit dem nunmehr freien Bett im Kinderzimmer durchaus verschmerzlich ist. Leider hatte ich nicht mit der Katze gerechnet. Die hatte nämlich Kind Nummer Eins auch vermißt, sprang auf ihr Bett, fand mich und legte sich auf meinen Bauch. Da ich so aber nicht schlafen kann und überhaupt nichts von Tieren im Bett halte, flog sie von Bauch und Bett runter. Worauf sie sich unter das Bett verzog und mir durch würgende Geräusche kundtat, was sie davon hält. Oder sie hat einfach den Sheba-Verschnitt nicht vertragen. Auf jeden Fall kotzte sie einmal komplett unter das Bett.

Mittlerweile war der Katzenauswurfexperte in Gestalt des Autors wach geworden und tat seine Pflicht des Saubermachens, während ich die Katze jagte, um sie aus dem Haus zu werfen. Was wiederum Kind Nummer Zwei wohl zu laut war und er jämmerlichst weinte. Was dann anscheinend aber nicht nur an dem Lärm lag, sondern auch an seiner Temperatur von 39,5 Grad.

Das war dann der Punkt, an dem ich meinen längst fälligen hysterischen Lachkrampf für den Hausgebrauch bekam, der Autor Kind Nummer Eins von unserem Bett in ihr eigenes Bett – das mittlerweile auch unterhalb wieder sauber und geruchsfrei war – trug, ich Kind Nummer Zwei in unserem Bett in den Armen wiegte und der Autor unten im Keller im Gästezimmer schlief – auf Deutsch, es war alles wieder so, wie es vor unserem Ausflug in die alten Heimat war.

Auch schön, daß es ein paar Dinge gibt, die sich nicht verändern.

Published in: on 27. Juli 2009 at 13:12  Schreibe einen Kommentar  

Zitat der Nacht

Wir sind ja immer noch in des Possums alter Heimat. Heute nacht hat nicht nur erst Kind Nummer Zwei einen Heimwehanfall bekommen, nein, nachdem ich ihn eine Stunde lang beruhigt habe und gerade wieder eingeschlafen bin, weckte mich zwei Kinder weiter der Ruf

„Feuer!!!“

„Wus???“

„Feuer, da Mama Feeeeeuuuuuuaaaaaaa, das flaaaackert“

Mutter, hellwach, sieht sich panisch um, sucht hektisch nach der Brille und sieht – den roten Punkt des Fernsehens.

„Kind, das ist der Fernseher – da, sieheste, schon aus“

„Oh.“

Dreht sich um und schläft weiter. Was ich dann auch getan habe, gleich nachdem ich meinen Adrenalinspiegel wieder runtergefahren, die Atmung normalisiert und die extreme Körperanspannung wegautogenisiert habe. Als so ungefähr nach einer Stunde.

Published in: on 25. Juli 2009 at 07:00  Schreibe einen Kommentar  

Gedächnislücken, wenn sie nützen

Im Großen und Ganzen haben ich sehr ehrliche Kinder. Kind Nummer Zwei probt manchmal kleinere Ausflüchte, die nach dem ersten mütterlich-autoritären Nachfragen dann mit einer wahrheitsgemäßen Aussage sowie dem sofortigen Abbruch von Augenkontakt ein jähes Ende finden.

Kind Nummer Eins ist da weiter. Sie hat sich seit neuestem auf eine andere Taktik verlegt.

Wenn wir von einem Großelternbesuch kommen, dann müssen meine Kinder ja grundsätzlich detoxt und wieder an gesunde Nahrung gewöhnt werden. Heute zum Beispiel war sie mit einer Cousinentochter beim Schwimmen und erwähnte nebenbei irgendwann mal Pommes bekommen zu haben. Abends sass sie dann vor dem Teller Nudeln und aß nix.

„Iß wenigstens den Spinat, außer Pommes hat Du heute nix gehabt.“ Man kann ja wenigstens den Anschein einer vernünftigen Ernährung zu geben.

„Dooooch, Nuggets!“ Na, sag das doch gleich!

„Ach, wart Ihr bei McDonalds?“ Mutter schwant Böses

„Eh…tihihihhihi….ja tihihi“ Soso.

„Ach, schon wieder…und wann und warum hast Du mir das nicht vor dem Essenkochen gesagt?“ Kind fühlt sich ertappt

„Eh, vorhin, nach dem Schwimmen und, eh….eh….eh, hab ich vergessen!“ Klar, logisch, wo das Restaurant zum Goldenen Bogen doch immer das Highlight des Monats ist.

„Aha. Und hast Du den Mädchen gesagt, daß Du erst gestern mit Opa da warst?“ Und zusammen mit Deinem Bruder vier Juniortüten des Spielzeuges wegen bekommen hast?

„Ne, hab ich auch vergessen“ Ne, ist klar. Mein Kind, daß sich noch an Dinge von vor drei Jahren erinnert, hat schlagartig Gedächnislücken, wenn es um den vorherigen Abend geht.

Ist das so ein Kinderding oder klappt das bei mir auch noch?

Published in: on 22. Juli 2009 at 21:40  Schreibe einen Kommentar  

Die Gnade der frühen Fahrt

Ich glaube ja nicht an Zufälle. Hab ich noch nie. Hingegen glaube ich stark an Schicksal und was man draus macht.

Und heute morgen fand ich das hier: Massenunfall auf der A2 und zwar nur ein bis zwei Stunden, nachdem ich die Strecke mit den Kindern gefahren bin.

Ich hab zwar keine Ahnung, was ich jetzt daraus mache, aber bis zum dritten Kaffee hab ich mich erstmal fürs Dankbarsein entschieden.

Published in: on 20. Juli 2009 at 08:03  Schreibe einen Kommentar  

Schwester, Tupfer bitte!

Mir wurde die Tage vorgeworfen, ich würde ja wegen dem kleinsten Pups mit die Kindern in die Notaufnahme rennen. Das ist so nicht richtig. Ganz bestimmt nicht. Kleinere Operationen werden zuhause durchgeführt. Da kennen wir nix.

Gestern zum Beispiel hat Kind Nummer Zwei – wer sonst? – sich auf einer Schottereinfahrt langgemacht und sich – unter anderem – feinste Dreckkieselchen in eine Wunde in den Handballen getrieben. Kind also genommen, in die Badewanne gesetzt, gröbsten Dreck entfernt, desinfiziert und aggressiv zugewartet.

Heute morgen hatte sich das Ding entzündet. Das medizinische Personal der Familie war schon auf den Weg, Weltgeschichte zu dokumentieren, daher mußte das Hilfspersonal mit dem soliden medizinischen Halbwissen ran.

Kind also auf die Fensterbank – wegen des Lichts – gesetzt, Kind Nummer Eins zur Krankenschwester befördert, die Bruder und da im speziellen seinen linken Arm festhalten mußte. Um mich herum wurden drapiert: Sterile Nadeln, desinfizierte Pinzetten, H2O2 in großen Mengen, Bärchen-Pflaster, Tempos und ein starkes Gummibäranasthetikum.

Der Eingriff hat nur 5 Minuten gedauert, hat etwa 2 Liter Tränen und 2 Paar Ohren gekostet. Dann war alles gut, Geschrei und Tränen waren schlagartig versiegt, als das tolle Bärchenpflaster auf der enormen Wunde von etwa einem halben Cent war. Der neue Berufswunsch von Kind Nummer Eins ist jetzt Ärztin, damit sie auch mit so tollen Nadeln rumfuchteln kann und nicht immer nur Leute festhalten muß. Und Kind Nummer Zwei will jetzt viertelstündlich desinfizieren, weil das so toll bubbelt.

Merke: Gummibäranasthetikum hilft nur nach einem Eingriff, niemals währenddessen und macht im Zweifel die Wunde durch herausfallen aus dem Mund wegen Gebrüll unsteril. Merke ausserdem: Beide Kinder mögen keine Nadeln, die in ihrer Haut versenkt werden.

Und ich brauch jetzt erstmal einen starken Kaffee.

Published in: on 17. Juli 2009 at 12:13  Schreibe einen Kommentar  

Die Welt ist meine Bühne

Wer muß schon in die große Stadt ins Theater, wenn man hervorragende Laienschauspieler wie Kind Numer Zwei zuhause hat. Gestern abend entspann sich folgender Dialog:

Eintritt Kind.

„Kann ich Tee?“ Und wedelte mit einem Schwarzteebeutel, den er von keine Ahnung wo hervorgekramt hatte.

„Nein, jetzt nicht, und schon gar keinen schwarzen Tee“ Ich wollte heute noch mal schlafen.

„Kann ich Tee?“ Mehr wedeln.

„Nein, ich mache jetzt keinen Tee. Ich hab jetzt keine Zeit“ Intern kalkulierte ich gerade, wie ich welches Essen in welcher Zeit auf den Tisch bringen sollte.

„Kann ich Tee?“ Weeeeeeeeeeeedeeeeeeeeeeel.

„Neeeeeeeeeiiiihein, sag mal, sprech ich chinesisch?“ Kind verläßt mit hängenden Schultern die Bühne Küche.

3 Minuten später, erneuter Auftritt Kind. Leidend.

„Ich nicht gut“ Ersterbende Stimme.

„Wie bitte?“ Genauerer Blick auf das eben noch pumperlgesunde Kind.

„Ich nicht gut, ich Bauchschmerzen.“ Große Augen und ein Finger, der sich auf den Bauch piekt.

„Schatz, was hast Du denn?“ Mutter weiß ja nie…

„Ich Bauchschmerzen. Krieg ich jetzt Tee?“ Treuherziger Augenaufschlag, Mutter kippt hinten über, rappelt sich auf und macht Tee.

Wenn das Kind doch Bauchschmerzen hat.

Published in: on 15. Juli 2009 at 08:30  Schreibe einen Kommentar  

Jeder nur einen Stempel

Ich bin ja sehr dafür, daß es Bonuskarten für Notaufnamen gibt. Und zwar nicht für die Person, die akut behandelt wird, sondern für die Begleitperson. Und einmal im Jahr könnte man die dann, so als Dankeschön, daß man immer in die gleiche Klinik anfährt, zu Kaffee und Kuchen in die Krankenhauscafeteria einladen. Vielleicht so ab dem 5 Besuch?

Den hab ich dieses Jahr dann nämlich voll. Nach diversen Kleinigkeiten wie akuten Allergieanfälle von Kind Nummer Zwei war ich ja bekanntermaßen letzte Woche mit der Cousinentochter in der Amubulanz. Und weil Kind Nummer Eins den großen Mädchen alles nachmachen will, befand sie, daß Samstagmittag eine gute Zeit dafür war. So mit plötzlichen 40 Grad Fieber, Kopfschmerzen und Schmerzen, den Kopf auf die Brust zu legen – und das nach dem Zeckenbiss von vor 2 Wochen. Außerdem war sie ja lange nicht mehr drin gewesen.

Und fast hätten sie sie auch gleich da behalten, ließen sich dann aber auf eine Blutabnahme runterhandeln – was Horror genug war. Dafür durfte ich dann zwei Stunden später wieder zur Ergebnisbesprechung, die – was sonst – einen guten Freund unseres Freundes des Virus ergab. Jedenfalls hoffe man das. Sonst könne ich ja gerne wiederkommen.

Jetzt frag ich mich natürlich, ob der zweite Besuch an einem Tag, ob der jetzt zum ursprünglichen Besuch mit dazu zählt oder ob ich da einen neuen Stempel in meine Bonuskarte bekomme. Oder vielleicht einen halben?

Published in: on 13. Juli 2009 at 11:33  Schreibe einen Kommentar  

Ich bin viele

So, die Cousinentochter nebst Freundinnen sind dann wieder wohlbehalten im Schoße ihrer Familien – gleich nachdem sie einen kurzen Zwischenstop in Hannover eingelegt haben. Aber das war, nachdem zumindest die Cousinentochter regulären Arzt sowie Rettungsstelle gesehen hatte, schon fast lustig. Sagte sie.

Damit wir nicht von jetzt auf gleich unter kaltem Entzug leiden, schläft heute eine Freundin von Kind Nummer Eins hier – das Gegiggle ist bis in den Keller zu hören. Aber morgen, morgen ist ein ruhiger Tag angesagt – mit aufräumen und putzen und Garten und nur wir vier. Naja, und die Nachbarin, die kurz rüberkommt, weil wir was besprechen wollten. Und es liegt im Bereich des Wahrscheinlichen, daß Kind Nummer Zwei Freundin notfallmäßig aufgenommen werden muß. Und natürlich die Freundin, die noch mit Gartenpflanzblumen vorbei kommen wollte. Überraschungsbesuch weiß ich naturgemäß noch nicht, aber der wird eigentlich immer irgendwie einkalkuliert.

Aber sonst leben wir hier total vereinsamt.

Published in: on 10. Juli 2009 at 20:08  Schreibe einen Kommentar  

Plan B

Pläne sind eine gute Sache. Ohne Pläne würden Flugzeuge fliegen, wie sie wollen – was sie eh meist tun. Züge würden einem vor der Nase wegfahren – was sie auch meist tun. Überhaupt regeln Pläne unser Leben und bringen eine gewisse Ordnung ins Chaos.

Anders sieht das mit privaten Plänen aus. Die kann man machen. Das schadet normalerweise nicht. Und wenn man sie dann ausgearbeitet hat, kommt ein Anruf und das war es dann. Und das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Gestern war wieder ein Paradebeispiel.

Ich wollte erst arbeiten, dann mit der anderen Tochter meiner anderen Cousine, die hier auf Klassenfahrt ist, lunchen gehen, nach Hause hetzen, Kinder abholen, Kind Nummer Eins zum Tanzen bringen, Einkaufen gehen, Abendessen machen und dann das Memorial schauen.

Es fing damit an, daß Cousinentochter Zwei um kurz nach neun anrief und meinte, sie käme dann jetzt mal vom Arzt, Mückenstich und allergische Reaktion, ob wir uns vielleicht schon eher…Ok, konnten wir. Also Cousinentochter Eins in das Auto von einem befreundeten Unglücksvogel geapackt, für den ich eigentlich – laut Plan – Donnerstag einen Rollstuhl hier in der Gegend abholen sollte, der aber abgesagt wurde und der, also der Unglücksrabe, nicht der Rollstuhl, in der Nähe des Cousinentochtertreffpunkts lag.

Der Wagen wurde geparkt, kurz beim Unglücksraben reingeschaut, Order für Besorgungen eingesammelt und mit den Mädels ein verfrühtes Lunch eingenommen. Danach ewig an der Kaiser´s Kasse für eine Ananas angestanden und noch länger beim Vietnamesen für des Unglücksraben Mittag – spontane Eingebungen meinerseits sind der Tod für jeden Plan.

Das Essen also schnell rübergebracht, dabei festgestellt, daß es nicht dicht verpackt war und den Flur unter Sosse gesetzt, der dann noch schnell gewischt werden mußte. Nach kleineren Handreichungen schnellschnell mit der Bahn heim, wobei zwei von zwei Bahnen mir vor der Nase wegfuhren. Gerade noch eben rechtzeitig bei der Tagesmutter das Kind Nummer Zwei geholt und schwuppsdiwupps zum KiGa, wo Kind Nummer Eins plus Freundin auf das Taxi zum tanzen warteten.

Dort angekommen auf eine gerade im Migräneanfall befindliche Tanzlehrerin und Freundin getroffen, für die ich als allererstes die restlichen Kurse (mit nicht unter 10 Kindern) individuell abtelefoniert und abgesagt habe. Gleich nachdem ich die schon anwesenden Kinder umgezogen und eingenordet habe, sie sollen die Lehrerin einfach in der Ecke sitzen und in Ruhe zu lassen und ihren gaaaaaaaaaaaaanz neuen Phantasietanz zu üben. Dann ihre Tochter – die Kind Nummer Zwei Freundin – genommen und mit ihr und Kind Nummer Zwei Eisessen gegangen.

Wieder im Studio angekommen, Lehrerin mit Tee versorgt, Kind Nummer Zwei plus Freundin plus Kind Nummer Eins plus Freundin ins Auto gepackt und in den Garten verfrachtet. Abendessen für alle gekocht, die Kleinen gefüttert, alle mit einem weiteren Eis versorgt und sie vor KiGa gesetzt, während ich selbst auf dem Livestream verzweifelt versucht habe, ein wenig MJ zu erhaschen.

Nachdem die aushäusigen Kinder abgeholt wurden, kamen die immer noch in Berlin weilenden Teenager aus der großen Stadt. Es kam auf Nachfragen ob des gequälten Gesichtsausdruckes raus, daß Cousinentochter Eins wahrscheinlich unter einer sich neu entzündeten Blindarmnarbe leidet, was Telefonkonferenzen mit ihrer Mutter und Debatten über den Zeitpunkt eines Arztbesuches zur Folge hatte. MJ lief irgendwo am Rande mit. Dazwischen hatten sich meine Kinder genau diesen Abend ausgesucht, um ihrer Schlaflosigkeit lautstark zu frönen.

Gegen Mitternacht lag ich komatös im Bett.

Und wie sind Eure Pläne für heute so?

Published in: on 8. Juli 2009 at 10:31  Schreibe einen Kommentar