Welcome home

Ich bin ja vorgestern dem Stau davongefahren und wieder in der neuen Heimat eingetroffen. Mit dröhnenden Kopfschmerzen.

Direkt nach Ankunft bin ich dann zum Meeting (lies: Schlüsselübergabe am Samstag, weil Auftraggeberin am Sonntagmorgen um 6 in den Urlaub fuhr) gerast, zusammen ins Büro, Dinge besprochen, danach wieder nach Hause, leere Kästen und Taschen geholt und sie gegen Geld in volle umgetauscht. Leider zeichnen sich die dorfeigenen Supermärkte am Samstag gegen 18 durch einen erheblichen Mangel an Frischobst, -gemüse und -fleisch aus, weswegen es ernährungsphysiologisch eher fragwürdiges Essen gab.

Nachdem ich dann meine Familie gefüttert habe, sind Sohn und Tochter komatös ins Bett gefallen, um das Schlafdefizit von nur 10 Stunden möglichst schnell wieder aufzuholen. Derweil ich unten vor dem Rechner sass, um die aufgelaufene Fanfiction zu lesen firmenrelevante Mail aufzuarbeiten. Dabei wartete ich darauf, daß der Autor mal langsam aus dem Keller kommt, wo er war, um Dinge zu synchronisieren oder so. Er kam aber nicht. Also ging ich gegen 22 Uhr runter. In einen sehr, sehr dunklen Keller in dem weder Autor noch Katze noch sonstwer war.

Also wieder zwei Treppen hoch, wo der Vermißte friedlich schnarchend im Bett lag. Und neben ihm, ebenso friedlich schnarchend, Kind Nummer Eins. Soviel dann zum Thema, gemeinsames Kuscheln nach einer Woche Ausshäusigkeit. Was zwar schade ist, aber mit dem nunmehr freien Bett im Kinderzimmer durchaus verschmerzlich ist. Leider hatte ich nicht mit der Katze gerechnet. Die hatte nämlich Kind Nummer Eins auch vermißt, sprang auf ihr Bett, fand mich und legte sich auf meinen Bauch. Da ich so aber nicht schlafen kann und überhaupt nichts von Tieren im Bett halte, flog sie von Bauch und Bett runter. Worauf sie sich unter das Bett verzog und mir durch würgende Geräusche kundtat, was sie davon hält. Oder sie hat einfach den Sheba-Verschnitt nicht vertragen. Auf jeden Fall kotzte sie einmal komplett unter das Bett.

Mittlerweile war der Katzenauswurfexperte in Gestalt des Autors wach geworden und tat seine Pflicht des Saubermachens, während ich die Katze jagte, um sie aus dem Haus zu werfen. Was wiederum Kind Nummer Zwei wohl zu laut war und er jämmerlichst weinte. Was dann anscheinend aber nicht nur an dem Lärm lag, sondern auch an seiner Temperatur von 39,5 Grad.

Das war dann der Punkt, an dem ich meinen längst fälligen hysterischen Lachkrampf für den Hausgebrauch bekam, der Autor Kind Nummer Eins von unserem Bett in ihr eigenes Bett – das mittlerweile auch unterhalb wieder sauber und geruchsfrei war – trug, ich Kind Nummer Zwei in unserem Bett in den Armen wiegte und der Autor unten im Keller im Gästezimmer schlief – auf Deutsch, es war alles wieder so, wie es vor unserem Ausflug in die alten Heimat war.

Auch schön, daß es ein paar Dinge gibt, die sich nicht verändern.

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Published in: on 27. Juli 2009 at 13:12  Schreibe einen Kommentar  

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