The way I am

Ich bin ja eigentlich ein eher optmistischer Mensch. Und ich feiere gerne. Aber regelmäßig nach meinem eigenen Geburtstag überkommt mich eine gewisse Melanchonie, je älter ich werde, desto mehr. Das, wenn ich Glück habe, die Hälfte nun um ist – da will ich einfach nicht drüber nachdenken. Auch nicht, wenn die bessere Hälfte angeblich noch vor mir liegt, wie mir gestern der Mann von der Parkbank eifrig versicherte.

Eigentlich hatte ich ja gedacht, dieses Jahr verschont zu bleiben – noch hab ich ein Jahr bis zur bösen vier vorne dran. Falsch gedacht.

Aber: Das Gute am Älterwerden ist ja, daß man tatsächlich dazulernt. Erstens weiß ich ja, daß es unsinnig ist, wegen etwas in Depressionen zu versinken, was ich eh nicht ändern kann. Und daraus resultiert zweitens, daß man sich da selbst möglichst schnell raushieven muß. Ich hab auch ehrlich gesagt gerade gar keine Zeit, wegen nix und wieder nix selbige zu verschwenden. Und der Erfahrung nach hilft da nur eins. Zwei ganz bestimmte Lieder auf sehr, sehr laut drehen, noch lauter und extrem falsch mitsingen (gut das falsch ist optional, in meinem Fall aber leider unvermeidbar), wie ein Bekloppte tanzen und sich danach wesentlich besser fühlen.

Und das befehle ich kraft meiner neugewonnenen Weisheit und meines hohen Alters!

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Published in: on 7. Oktober 2009 at 09:39  Schreibe einen Kommentar  

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