Same procedure und so

Es ist ja ein wenig wie heimkommen.

Ich hab das ja nie gehabt, daß man jahrelang in das gleiche Hotel fährt. Erstens bin ich selten pauschal oder ähnlich gereist und schon gar nicht an ein und den selben Ort geschweige denn Hotel – sieht man mal von Amerikaland ab. Aber jetzt sind wir – also der Possumvater und die Possumkinder – schon zum dritten Mal hier in Warth. Gut, die Anreise war diesmal eher kreativ, aber dafür hatten wir nicht erst auf 1200m Schnee sondern schon irgendwo unter 0.

Aber mit einem ehrlich gemeinten „Frau Possum – schön Sie wieder hier zu haben“ begrüßt zu werden, das hat was. Der Kleine saß in der Jägersause und meinte irgendwann sinnend

„Ich war hier schon mal – ja das war ich!“ und schmiß das Limonadenglas um, was niemanden schreckte.

Und die Große verkündete, die liebsten Länder auf der Welt seien Warth und Deutschland und Amerika und überhaupt sie wolle nur hier zum Skifahren hin. Doch ja, ich mag es hier sehr. Und ich freue mich auf eine erholsame Woche mit skifahrenden Kindern, entspannten Vätern, gutem Essen, noch besseren Weinen und einer ausdauernden Massage.

Wenn jetzt noch das Internet frei wäre, dann würd ich hier gar nicht mehr weg wollen!

Published in: on 30. Januar 2010 at 21:09  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Eben gerade beim Abendessen – von beiden Kindern.

Kind Nummer Eins:

„Mama, Lady Gaga ist eine schräge Frau. Mama? Mama, bin ich ein gerades Mädchen?“

„Was????'“

„Naja, wenn Lady Gaga schief ist, dann muß ich doch gerade sein, oder?“

Und bevor ich mich den Mund wieder zuklappen kann, kräht Kind Nummer Zwei – wohlgemerkt immer noch erst gerade drei – dazwischen

„Ohoh oh Pokerface!“

Ich brech z´amm!

Published in: on 27. Januar 2010 at 18:35  Schreibe einen Kommentar  

Temperatur-Kalorien-Korrelation

Es ist kalt. Sehr kalt. Heute morgen, als ich die Kleine weggebracht habe, hatten wir -17,5 Grad. Heute abend, als ich den Autor 4 S-Bahnstationen weiter abgeholt habe, weil eine Bahn auf offener Strecke stehengeblieben ist und wieder nix vor und zurück ging, war es schon wieder -14 Grad. Und dazwischen war es auch nicht viel wärmer. Das wäre ja alles nicht so schlimm, wenn man nicht a) rein kundentechnisch mal was anderes anziehen müßte als eine Skihose und b) dieser Wind nicht wäre.

Und wenn einem nicht die gesamte Familie die Haare vom Kopf fressen würde. Es ist unglaublich, was diese Temperaturen auch noch beim Menschen des 21 Jahrhunderts mit dem Bedürfnis eines erhöhten Grundumsatzes macht. Der Autor hat gerade 3 Portionen Reis mit Hackfleisch vor dem brennenden Kamin gegessen, die Kinder hatten gestern abend zwei Portionen Nudeln mit Spinat + zwei Portionen Obstsalat + eine Birne + eine Möhre. Und zwar jeweils innerhalb von 45 Minuten. Ich hingegen esse irgendwie immer und ständig den ganzen Tag. Wenn ich nicht gerade irgendwelche Heißgetränken in mich hinein schütte.

Daher, liebes Wetter, sei so gut und geh doch temperaturmäßig wieder ein klitzekleinwenig hoch. So -2 Grad wäre schon genug. Ich würde meine Kinder wirklich gerne noch mal anders sehen als in Schneeanzug und/oder irgendetwas kauend.

Wollte ich nur mal angemerkt haben.

Published in: on 26. Januar 2010 at 21:36  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Heute vom Kind Nummer Zwei, der täglich neue Erkenntnisse gewinnt und sie dann auch anwendet.

Heute war er mit den Eltern alleine zuhause – Zeit, um neue Taktiken zu testen. So schaute er mich irgendwann an und sprach:

„Ich hab Hunger, Mama.“ Ich wußte nicht, daß seine Augen so groß und treuherzig gucken können.

„Hm, was möchtest Du denn?“ Mutter ist mit den Gedanken gerade woanders. Wieder mal.

„Ich war so lieb heute, meine liebe Mama.“ Kuß auf die linke Wange, Kuß auf die rechte Wange. Einen auf die Stirn und noch einen auf die Nase. „Krieg ich jetzt Candy?“ Augenaufschlag, Blick von unten nach oben.

Ja, ich weiß, rein pädagogisch war die Gummibärentüte sehr unwertvoll. Rein mütterlich gesehen jedoch extrem logisch.

Published in: on 24. Januar 2010 at 21:50  Schreibe einen Kommentar  

Freitags-Füller

Heute mal zur Abwechslung mal wieder ein Freitags-Füller. Gefunden bei Barbara

1. Gestern abend, lag ich im Bett meiner Tochter und habe meinen Rücken mit einem Reissack gewärmt.

2. Es kann nur besser werden dieses Jahr.

3. Das Lustigste sind im Moment die Knaller, die meine Kinder raushauen

4. Wenn nicht nach Schottland, wo soll es denn dann hingehen?

5. Ich sage „Laß uns einen gemütlichen Abend machen“, und er sagt „Laß uns einen schwedischen Vampirfilm gucken“ (Seufz)

6. Der Sonnenschein ist verlustig gegangen, und wir müssen ihn irgendwie wiederfinden.

7. Was das Wochenende angeht, heute abend freue ich mich darauf, das dieser schwedische Film endlich zuende ist, morgen habe ich einen Kindergeburtstagsgeschenkmarthoneinkauf vor mir und Sonntag möchte ich einen Waldspaziergang mit Schlitten und Familie machen

Published in: on 22. Januar 2010 at 21:29  Schreibe einen Kommentar  

Luma on fire

Es wird nicht mehr lange dauern und bei Possums steht das Jugendamt vor der Tür. Sie werden kommen und freundlich fragen, ob sie uns mal einer moralisch, pädagogischen Prüfung unterziehen können.

Heute morgen bestand Kind Nummer Zwei nämlich drauf, seinen vom Autor gebastelten Stern mitzunehmen. Der beste Erzieher von allen fragte dann auch gleich, woher er denn den tollen Stern von Lauras Stern her habe. Darauf mein Sohn völlig empört

„Das ist kein Lauras Star, das ist ein Luma von Mario Galaxy.“

„Aha“

„Ja, das spiel ich immer mit mein Daddy. Und wir sind gediet. Zwei Mal…das war nicht schön. Nein!“ Sprachs und ging fröhlich, laut und deutlich „The roof is on fire“ singend gen Umkleideraum. Und zwar den gesamten Refrain.

Ja.

Da gab es einen geringfügigen Erklärungsbedarf der Mutter gegenüber dem Erzieher.

„Ehhhh, alsoderAutorspieltabendsmanchmalseltemabundzu
mitdenKindernzusammenundganzkommunikativMarioGalaxy…und, eh, also, das Lied….ja, das hat er gerade im Radio….und bevor ich es ausstellen konnte….ist das wirklich so warm hier drin?“

Der Vorschulpädagoge grinste sich einen, schaute sich um und meinte leise

„Ne, ist klar. Dachte ich mir schon. Wenigstens hat das Kind einen ordentlichen Musikgeschmack.“

Trotzdem werd ich mir mal ein oder zwei CDs von Volker Rosin zulegen, glaub ich. Als Alibi. Fürs Jugendamt.

Published in: on 19. Januar 2010 at 17:20  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Heute morgen, zuwenig Schlaf – und selbst den noch mit zwei albtraumgeplagten Kindern im Bett geteilt – haben mir gemeine Kopfschmerzen beschert. Während ich darauf warte, daß das pharmazeutische Erzeugnis Wunder wirkt, muß ein heißer Reissack Linderung bringen. Das bleibt nicht unbemerkt.

„Kann ich auch den Reissack haben?“ Kleine Hände von Kind Nummer Zwei greifen schon gen Mutters Nacken.

„Nein, mein Schatz, jetzt nicht. Ich brauch den, ich hab böse Kopfschmerzen.“ Kinderaugen schalten von neugierig auf bitterlich leidend.

„Ich auch. Ich brauch auch einen Reissack. Ich hab auch Knopfschmerzen.“

Sorry Kid, dafür sind Nadel und Faden zuständig. Und die zu führen bin ich noch nicht mal in Normalzustand fähig.

Published in: on 17. Januar 2010 at 21:54  Schreibe einen Kommentar  

Deppenaward bitte einmal hier

Ein Forum, das ich mein Stammforum nennen, hat eine nützliche Einrichtung, die sich „Depp des Monats“ nennt. Bis jetzt bin ich immer haarscharf dran vorbeigerauscht. Jetzt nicht mehr, glaube ich. Die Krone werd ich diesmal wohl nicht mehr los. Aber von vorn.

Gestern, ich war wegen akuter Eitelkeit mit Eisfüssen und steifgefrorenen Fingern im Treptower Park unterwegs, geht das Handy und ein sehr aufgebrachter Autor mokierte sich sehr laut und ausführlich darüber, daß ich ganz offensichtlich die Rechnung des Gutachters nicht bezahlt hätte, er hätte schon angerufen, wie peinlich das denn wäre, bitte. Nun war ich aber ganz, ganz sicher, das überwiesen zu haben. Und sogar, daß ich BLZ und Kto-Nummer zweimal überprüft hatte.

Da gestern abend nichts mehr zu regeln war, rief ich also heute morgen bie der Bankhotline an und plusterte mich ohne Ende auf. Die nette Dame an der Hotline meinte dann nach einigem Suchen, jaja, das wäre schon richtig, ab einer bestimmten Summe würde die Bank automatisch blocken. Worauf ich mich echauffierte, daß es soviel nun auch nicht gewesen sei und was sie sich einbilden würden, mir vorzuschreiben, was ich überweisen dürfe und was nicht und was, zum Geier, sie das denn anginge.

Die Dame hörte sich das sehr ruhig an und meinte, das sei schon richtig und niemand wolle mir etwas vorschreiben, aber leider, leider hätte ich nicht derart viel Geld auf meinem Konto und mein Dispo wäre schon weit vor 100.000 Euro ausgeschöpft. Es könne natürlich sein, daß ich einfach Punkt und Komma vertauscht hätte. Das käme schon mal vor. Und genau das wäre ein Grund, warum die Bank sich vorbehalten würde, da zu intervenieren.

Ich habe eine Entschuldigung gemurmelt und das Gespräch sehr hastig beendet. Und mir fest vorgenommen, ab jetzt einfach den Autor unsere Überweisungen machen zu lassen.

Published in: on 14. Januar 2010 at 21:25  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Der Autor meditiert ja fleißig – sehr zur Freude unserer Katze, die schon in dem Moment, wo der immer noch sehr knackige Autoren-Po den Zafu berührt neben selbigen steht und gekrault werden will.

Aber nicht nur die Katze findet Entspannungstechniken toll. Auch Kind Nummer Eins ist angetan, zumal in Ihrer Verwahranstalt Yoga angeboten wird. Und so erfuhr ich nach unserem Mittagschlaf gestern von ihr.

„Mama, ich hab mir Daddys Matte und das runde Kissen geholt und hab Yoga gemacht, als ihr geschlafen habt. Ich weiß zwar nicht, wie das geht, aber ich hab das mal gemacht.“

Hah! Naturtalent das Kind. Andere brauchen dafür Jahrzehnte!

Published in: on 12. Januar 2010 at 12:40  Schreibe einen Kommentar  

Hilfe, der Schnee kütt

Daisy ist Geschichte und die Welt steht erstaunlicherweise noch. Kaum ist die letzte Flocke gefallen, streiten sich die Experten, ob zu früh oder zu spät, zuviel oder zuwenig gewarnt wurde. Und der Rest der Bevölkerung jammert ob der weissen Last.

Leute, wir haben Januar und der befindet sich in einer Jahreszeit names Winter. Das Weiße da draußen nennt sich Schnee und ist für diesen Monat total normal. Und wer meint, die Investition von Winterreifen wäre eine unnütze, der soll entweder seinen Wagen stehenlassen oder wenigstens nicht meckern – vor allem dann nicht, wenn er die Schuld zugesprochen bekommt, weil er einen Unfall verursacht. Zudem war diese plötzlich über uns hereinbrechende, in dieser Jahreszeit wirklich absolut nicht zu erwartetende Schneekatastrophe nun wirklich lange angekündigt. Muß ich da verstehen, warum man unbedingt abends um kurz vor zehn noch mit Kindern auf die Autobahn muß oder ausgerechnet in die Gegend zu fahren, die vom Schneesturm vorgesehenermaßen am heftigsten heimgesucht wird?

Ich hab da echte Probleme, Mitleid aufzubringen. Zumal Daisy uns den Gefallen getan hat und eine Wochenendschicht eingelegt hat. Die große Mehrheit mußte eben nicht zur Arbeit, sondern hätte es sich nett zuhause gemütlich machen können. Stattdessen mußten ihretwegen aber die Leute, die arbeiten mußten THW-Mitarbeiter, Rot-Kreuzler, Johanniter. Straßenräumer, Feuerwehrleute, Polizisten und wie die Engel alle heißen raus, obwohl sie woanders wesentlich dringender hätte gebraucht werden können.

Es ist weder der Strom ausgefallen noch kam es zu Lebensmittelengpässen noch wurden reihenweise Dächer abgedeckt. Im Gegensatz zu anderen Ländern haben wir wirklich Glück. Also sollten sich einige Meckerbolzen mal am Riemen reißen und ihren gesunden Menschenverstand – falls vorhanden – einschalten.

So, und jetzt geh ich Schnee schippen.

Published in: on 11. Januar 2010 at 09:05  Schreibe einen Kommentar