Ermahnungen now and then

Was ist eigentlich die neue Adaption von „Ich glaub ich hab einen Sprung in der Platte!“? „Ich glaub, ich hab einen Kratzer auf der CD!“? Hört sich doof an. Aber nicht halb so blöde, wie meine stetigen Wiederholungen, die ich so im Laufe eines Tages von mir gebe.

„Hände waschen!“ Ja, auch wenn Du vor 10 Minuten schon mal auf der Toilette warst und Dir schon mal die Hände gewaschen hast.

„Nicht mit offenem Mund essen!“ Ich weiß, negative Sätze sind kontraproduktiv, aber ich bin nun mal nicht logisch, wenn ich nur 30cm neben mir einen Kartoffel-Ei-Spinatbrei einspeicheln sehe.

„Sachen wegräumen!“ und zwar aaaaallllllllleeeee.

„Hand aus der Hose!“ Seit fast einem Jahr jeden einzelnen Tag, zu jeder sich bietenden Gelegenheit, egal wo wir sind, sobald er auch nur mal kurz zur Ruhe kommt.

Ich weiß, ich bin eine schreckliche strenge, pädagogisch unwertvolle und spießige Mutter. Aber entgegen der Technik scheinen sich die Methoden von Kindern, Eltern in den alltäglichen Wahnsinn zu treiben, nicht wirklich verändert zu haben.

Advertisements
Published in: on 28. Februar 2010 at 14:55  Schreibe einen Kommentar  

A drum, a drum! MacBeth doth come.

Nur, damit niemand denkt, das hier wäre ein reiner KKK-Blog. Ich kann auch noch ein weiteres K für die Kultur dranhängen, wenn ich will. Ich war nämlich gestern hier. Nicht das hier falsche Vermutungen aufkommen, ich lese nicht die Feuilletons der hiesigen oder gar überregionalen Presse – aber meine ganz persönliche Kulturbeauftragte Frau Lostinabadbook tut das. Und sie war es auch, die einen gemeinsamen Theaterbesuch vorgeschlagen hat.

Nachdem dann also gleich zwei Babysitter abgesagt hatte, sass ich ohne Autor, dafür neben einem leeren Platz im wirklich schönen HauEins, dessen Besucheraltersdurchschnitt wir im übrigen ruinierten. Und zwar nach oben wie nach unten. Es kamen viele Besucher der älteren Generation und erstaunlicherweise noch mehr Leute, die eindeutig am jüngeren Ende der 20er waren. Nur wir Mittdreißiger bis -vierziger, wir waren mal wieder unterrepräsentiert. Was einiges über uns aussagt, finde ich.

Aber egal, der Nebel waberte verheißungsvoll, alles war dunkel und ich ließ mich von dem eher…eh….spartanischen Bühnenbild nicht abschrecken. Nachdem ich Mitte der Neunziger in Bochum mal Spalding Gray´s „Schwimmen nach Kambodscha“ gesehen habe, das mit einer Colakiste als Requisite auskam (und das ich richtig, richtig gut fand), hab ich meine Meinung über spartanische Bühnenbilder revidiert. Und auch hier fehlte so ungefähr alles, was man sich bei einer MacBeth-Aufführung so denken könnte.

Es gab noch nicht mal einen einzigen Dolch, geschweige denn ein Schwert. Aber – und das fand ich wiederum sehr nervenschonend – auch nicht literweise Kunstblut oder aufgespießte Köpfe. Und alle Schauspieler behielten zu jeden Zeitpunkt ihre Klamotten an, was ich immer als sehr großes Plus empfinde.

Was ich ehrlich gesagt recht schwierig fand, war der Spagat zwischen Übertitel und dem Treiben auf der Bühne. Da wir recht weit vorn sassen, mußte ich mich entscheiden – lesen und verstehen, was da vorne abging oder auf die Schauspieler achten und das eine oder andere Detail zu verpassen. Anfangs klebten meine Augen an den Übertiteln – und ich verpaßte dabei ziemlich grandiose Schauspielkunst. Irgendwann bei Mord 5 und 6 entschied ich mich für die Akteure und die Gefahr, eben nicht alles haargenau mitzukriegen – und war gefesselt. Zwei Stunden, ohne Pause durch und es war noch nicht mal anstrengend. Es war gut. Einfach gut.

Obwohl ich zugeben muß, daß ich mich im U-Bahnschacht doch das eine oder andere Mal prüfend umgeschaut habe, ob da nicht ein schwarzer Mann mit wehendem Mantel und wirrem Gesichtsausdruck hinter mir hergestürmt kommt.

So gestählt bin ich dann heute auch bereit, mir ein weiteres Kulturhighlight zu Gemüte zu führen, das der Autor für sich und mich heute abend vorgesehen hat.

Sozusagen als Gegenpart – und als angemessene Unterhaltung für eine Fast-Vierzigerin.

Published in: on 26. Februar 2010 at 09:03  Schreibe einen Kommentar  

Das zukunftsorientierte Perfekt

Warum genau wollte ich noch mal, daß mein Kind reden lernt? Vorbei die Tage, an denen ich sagte

„Kind, sag mir was Du willst, ich versteh Dich nicht!“

Heute geht es eher in die Richtung

„Mama, ist heute Spielzeugtag?“ Spielzeugtag ist im Kindergarten immer Freitags, damit sich das Mitbringen von Barbies/Supertrucks/Trampolins in Grenzen hält.

„Nein, heute nicht, heute ist Dienstag.“ Was ich auch nur schon dreimal gesagt habe.

„Doch, heute ist ein Spielzeugtag.“ Wetten, daß nicht?!

„Neeeeiiiiheeeeiiin“ Kind Nummer Zwei kriegt diesen gelangweilten Blick in den Augen, den Kinder immer kriegen, wenn die Eltern zu blöde sind, was zu verstehen.

„Mama, Daddy hat mir morgen gesagt, daß ich ein Spielzeug mitnehmen darf.“ Gut, das mit der Zeitlinie haben wir noch nicht so ganz intus.

Und es bedurfte auch nur 10 Minuten weiterer Diskussion, daß Daddy genau das am Donnerstagabend gesagt hat, was aber nun auch schon wieder vier Tage her ist, auf jeden Fall aber in der Vergangenheit liegt.

Die nächste Phase dürfte dann die „Warum-Phase“ werden, derer Anfänge ich jetzt eben gerade beim verzweifelten Versuch diesen Artikel zu schreiben, Zeugin wurde. Schön, daß man sich auf einige Dinge eben doch noch verlassen kann.

Wo hab ich nur die Adresse von dem Shop, der die Drahtseilnerven rollenweise verkauft?

Published in: on 23. Februar 2010 at 08:24  Schreibe einen Kommentar  

Dinge, die man nicht früh genug lernen kann

Damals, als Kind Nummer Eins noch sehr klein war, las ich den einzigen Ratgeber zum Thema Kinderkriegen und Kindererziehung, den ich nicht nach ein paar Seiten in den Kamin gepfeffert habe. Eigentlich ist es mehr eine Reihe, beginnend mit der Schwangerschaft bis hin WiederinsNormaleLebeneingliedern, wenn das Kind in die Pubertät kommt. Die Autorin, Vicki Iovine, hat vier Kinder und lebt in Scheidung – ich kann kaum erwarten Ihr Buch „Girlfriends Guide to get your own live back after a divorce“ oder so zu lesen. Aber ich verliere mich.

Eigentlich wollte ich sagen, daß die Frau in fast allem recht hat. Auch wenn man das erst Jahre später erfährt. So las ich also mit dem ersten Kind an der Brust über die Tatsache, wie sich nächtliche Gewohnheiten und Familiensonntagsroutinen verändern, wenn die Kinder ihre Freunde über Nacht zu Besuch haben. Damals hab ich da drüber gelacht.

Heute lache ich nicht mehr.

Gestern abend dehnte sich, mal wieder, ein Nachmittagsbesuch von Kind Nummer Eins auf die Nacht aus. Was häufiger vorkommt, in der einen oder der anderen Richtung.

Schon das Essen gestaltete sich interessant, ob der unterschiedlichen Ess- und Tischgewohnheiten. Sehr interessant.
Die eigentliche InsBettgeh-Zeit verschob sich zwar nicht wirklich, wohl aber die Einschlafzeit. Mit halbstündlich wachsender Autorität haben wir sie dann um halb elf in den Schlaf gebracht. Beim eigenen ZuBettgehen stellt sich an solchen Abenden immer die Frage nach der Kleidung. Jedes Mal, wenn wir Übernachtungsbesuch haben, halte ich dem Autor seinen einzigen Pyjama hinne, den er mit peinvollem Blick anzieht. Kinder in dem Alter tendieren schon mal dazu, nachts aus Gewohnheit/Heimweh/Lemmingeffekt in das Bett der Gasteltern zu klettern. Da möchte man doch lieber auf der sehr sicheren Seite sein.
Ebenso wie morgens. Denn bisher waren alle Kinder nach solchen Nächten um spätestens halb acht wach und wollten schon vor dem ersten Kaffee unwichtige Dinge wissen wie

„Duhu, Possummama, kann ich einen Kakao, Bonbon und/oder Chips“?

Und spätestens beim Frühstück erzählen die Mädchen dann Dinge von zuhause, die ich nie wissen wollte und von denen ich auch nicht weiß, ob sie denn wirklich so eins zu eins stimmen. Und frage mich, was sie ihren Eltern wohl erzählen, wie es im Hause Possum zugeht. Das macht mir schon Angst.

Wobei mir noch mehr Angst macht, daß dieses Verhalten bei kleinen Mädchen anscheinend generisch ist und somit leider keine Einbahnstraße.
Ich will glaube ich überhaupt gar nicht wissen, was mein Kind erzählt, wenn es woanders schläft.

Da hofft man, daß es wirklich eine stumme Übereinkunft á la „Glaubst Du nicht meinem Kinde, glaub ich nicht Deinem Kinde alles.“ Auch das hat Vicki Iovine mich schon sehr früh gelehrt.

Published in: on 21. Februar 2010 at 09:09  Schreibe einen Kommentar  

Morgens um acht im Dorfe

Irgendwie komm ich hier gerade zu nix. Wenn man fast 4 Jahre lang gewohnt ist, fast nur von zuhause zu arbeiten und dann muß man kundentechnisch gesehen auf einmal das Haus verlassen, dann ist das schon seltsam. Und wenn man das dann aufgrund von vorhergehendem Urlaub plötzlich auch noch vier Mal in einer Woche tun muß, dann ist das mehr als ungewohnt.

Plötzlich muß man sich ordentlich anziehen und schminken, bevor man aus dem Haus geht, denn gleich nach dem Verbringen der Kinder in die Verwahranstalten muß man als angemessen gekleidetes Mitglied der arbeitenden Bevölkerung in einem fremden Büro sitzen und hat womöglich auch noch Kundenkontakt. Nicht, daß ich mich beschweren will, Göttin der Arbeit bewahre, aber man kriegt ja so gar nix geschafft. Zuhause bleibt alles liegen und im eigenen Büro auch. Mal eben Mails beantworten geht nur in den allerseltensten Fällen, dringede Anrufe werden verschoben und Blogs liegen brach.

Auf der Haben-Seite hingegen stehen neue, interessante Erfahrungen und Kontakte und eine Rechtfertigung, endlich mal wieder neue Klamotten kaufen zu dürfen. Und das Geld dafür zu haben.

Doch, ja, ich sehe das als eine neue Herausforderung an, jeden Morgen nicht nur körperlich sondern auch geistig und in ansprechender Form anwesend zu sein.

Wobei ich mich frage, wann endlich der lässige Chic von Sportswear Einzug in die Büros dieser Welt erhält.

Published in: on 18. Februar 2010 at 16:44  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Heute morgen von Kind Nummer Zwei. Dem Nachtdienst des Autors schuldend haben wir uns zum Early-Morning-Tea bei Freunden eingezeckt. Tochter spielt mit Freundestochter, Sohn mit dem Hund und wird aufgrund akutem Rüsselflußes von Mutter abgefangen.

„Maaaaann, Kind Nummer Eins, warum läuft Dir denn schon wieder die Nase?“ Dabei war das Kind gestern wieder gesund.

„Ich hab Schnupfen, Mama!“ Sprachs, stellte seine Diagnose und ging wieder mit dem Kind toben.

Auch gut, damit wären dann die Arztrechnungen auch halbiert, wenn das Kind seine eigenen Diagnosen stellt.

Published in: on 14. Februar 2010 at 19:57  Schreibe einen Kommentar  

12 von 12 im Februar 2010

Und es ist wieder soweit, 12 von 12 im Februar 2010 und weil die Kinderärztin heute meine Hoffnung auf ein zumindest tagsüber kinderfreies Haus zerstört hat, hab ich mich beeilt, damit ich dann ab 13 Uhr das zu 98% gesunde Kind dem Autor zu Schlafe übergeben und endlich anfangen kann, zu arbeiten.

Nun aber:

Kaum von der Nachtschicht da, schon beim Frühsport. Damit ich überhaupt aus der Garage kam, um

Kind Nummer Eins zur Schule zu bringen. Sie war seit Wochen in keinem anderen Outfit mehr auf dem Weg zur oder von der Schule anzutreffen. Danach dann zur Kinderärztin, die Kind Nummer Zwei erst ab Montag wieder zur KiTa freigegeben hat.

Zeit, die Medikamente einzupacken. Das ganze Zeug haben meine Kinder in der letzten Woche in der einen oder anderen Form bekommen. Der Blick aus dem Fenster

Jeden Tag ein klein wenig weißer, die Wände im Garten ein klein wenig höher. Ich kann es langsam nicht mehr sehen, vor allem, wenn die Wolkendecke so grau ist. Der Versuch, ein wenig Farbe in unser Leben zu bringen

oder auch so

scheitert irgendwie.

Daher wird das Kind von der Beschäftigungsanlage dem Bildungsfernsehen gerissen und

auf einen Spaziergang zu unserem dorfeigenen, größten Schneemann (4,60m nebst Familie) zu gehen.

Dabei sind wir an den traurigen Überresten meiner Rose vorbeigekommen sowie

meinem eigenen, kleinen, verschneiten Winterwald.

Noch schnell bei der Tanten-Nachbarin vorbei, den kleinen gerade genesenden, sich tapfer haltenden Jungen geben und dabei Süsskram abstauben. Dann schnell heim und

und in der Bibliothek nach Ideen für heute abend gesucht. Das Ergebnis wird hier dann aber nicht mehr erscheinen, weil die Erschafferin in Arbeit untergehen wird.

So, das war schnell, kurz, schmerzlos und sehr schneelastig.

Mehr gibt es hier

Published in: on 12. Februar 2010 at 12:21  Schreibe einen Kommentar  

Post-Post-Feminismus

Das Nähen bei Tine hat dann im Hause Possum noch zu gesellschaftspolitischen Diskussionen geführt. Ich hatte nämlich nebenher die Bermerkung fallen lassen, daß meine Oma, eine gelernte Weißnäherin nicht begeistert war, daß ihre Enkelin so gar kein Geschick und Freude an Handarbeiten fand.

Vielleicht habe ich mich nicht ganz kinderadäquat, jedenfalls fand Kind Nummer Eins das sehr interessant und fragte, warum Uroma Mama denn Vorträge darüber gehalten hat, daß sie so niemals einen Mann findet darüber so unglücklich war. Worauf der Autor ihr erklärte, daß es eben früher wesentlich festgefügtere Rollenbilder gab und damals die Männer arbeiten zu gehen hatten, während die Frauen das Haus hüten mußten und noch bevor er zu der Passage kam, daß Frauen noch vor ein paar Jahrzehnten kaum Selbstbestimmungsrechte hatten, unterbrach ihn das Kind

„Die Männer sind arbeiten gegangen und die Frauen durften zuhause bleiben? Yeah, cooooooool!“

Womit wir wieder in einem Erziehungssegment versagt haben. Frau Schwarzer, bitte übernehmen Sie!

Published in: on 9. Februar 2010 at 08:14  Schreibe einen Kommentar  

Same procedure – Teil 5

Ich bin ja weit davon entfernt, anderen Menschen Ratschläge zu geben, wie sie ihr Leben gestalten sollen. Und schon gar nicht meinen lieben Netzfreundschaften. Doch komme ich nicht umhin, der guten Tine einen sehr guten Rat zu geben.

Sage einfach „Nein, Du das geht jetzt gar nicht, unsere Fische haben Durchfall“ oder so, wenn sich Frau Possum mit Familie ankündigt. Wie schon in den Jahren zuvor, machen wir unsere Tour von Warth jedesmal über die Tine-Familie, bevor es zurück zum Flughafen geht. Aber von vorne.

Am Donnerstag meinte meine Tochter abends Fieber zu bekommen, wollte aber am Freitag unbedingt zum Abschiedsrennen auf die Ski. Nur um dann sehr kurzfristig nach dem Rennen über Ohrenschmerzen zu klagen. Nun gehen ja Ohrenschmerzen und Fliegen gar nicht zusammen. Also Tine angerufen und gefragt ob wir a) trotz Fieber kommen können und b) sie doch schon mal den Samstagsnotdienst ausfindig machen soll. So sind wir in die Nacht gegangen.

Nur um um 23:30 Uhr von einem heißen Kind Nummer Zwei wach zu werden. Der hatte einen leichten Kruppanfall mit – und das war neu – 40,2 Grad Fieber. Da sass ich also auf dem Berg, ein kruppiges Kind mit hoch Fieber und ein mittelohrkrankes mit dagegen moderaten 38,9 Grad, das einen Schreianfall bekam, weil ihrem Bruder ein Zäpfchen impliziert wurde. Das machte keinen Spaß.

Und so sind wir dann sehr früh vom Berg runter, weil die Tine-Zwischenstation einen Kinderarzt aufgetan hatte, der zwischen 10 und 11 an einem Samstag auf hat. An einem An- und Rückreisesamstag in den Bergen wohlgemerkt. Um fünf vor elf waren wir beim Arzt.

Ergebnis: Mittelohrentzündung – wie gedacht – bei Kind Nummer Eins, das wir mit stündlicher Behandlich hoffentlich flugfähig bekommen. Und einen Virus plus Krupp bei Kind Nummer Zwei, der den gestrigen Tag hauptsächlich auf der Couch neben mir verbracht hat. Schlafend.

Und wenn ich gleich das Go des Arztes bekomme, dann werde ich die Kinder heute abend zudröhnen mit allem was die Kinderpharmazie hergibt und den letzten Teil der Heimreise antreten.

Aber bis dahin sind noch 9 Stunden Zeit. Wer weiß, was bis dahin noch dazwischen kommt.

Published in: on 7. Februar 2010 at 08:59  Schreibe einen Kommentar  

Unendliche Weiten des Netzes – nächstes Dorf rechts

Die Welt des Netzes ist ja sooooooooo klein. Die Tage hatte ich eine gar köstliche Weinprobe österreichischer Weine, am nächsten Morgen werde ich von der Sommeliere (ich find den Strich für das zweite e gerade nicht) und Juniorchefin auf dem Weg zum Frühstück gestoppt

„Frau Possum, sind Sie das Possum, das den Blog hat???“ Oh Gott, hab ich was Böses geschrieben???

„Ehm, jaaaaaaaaaaaaaaa?!“ Defensivtaktik fahren ist immer erst mal gut.

„Also, meine Freundin hat mich gerade angerufen, ob Sie ein Gast von uns sind – das würde alles mit den Einträgen passen und so.“ Puh.

„Jaja, das bin ich, aber ich war lieb und schreib nur, daß es hier in der Jägeralpe wirklich schön ist“ – weil alles andere auch eine schlichte Lüge wäre wie man dieses und die letzten beiden Jahre nachschlagen kann.

Jetzt frag ich mich mal wieder, ob das alles gut oder schlecht ist, daß ich mein Herz auf der Tastatur trage. Und es zeigt, das Netz ist ein Dorf. Was zu beweisen war.

Aber wenn ich ehrlich bin, dann ist es für mein kleines Schreiberlingerherz eine Wohltat, wenn man fern von der Heimat aufs Blog angesprochen und auch noch gelobt wird. Damit entscheide ich mich gerade spontan mal für „gut“. Weitere Lobhuddeleien bitte in meine Mailbox – die ist trotz Urlaub offen. Weit offen.

Published in: on 5. Februar 2010 at 17:47  Schreibe einen Kommentar