Morgens um acht im Dorfe

Irgendwie komm ich hier gerade zu nix. Wenn man fast 4 Jahre lang gewohnt ist, fast nur von zuhause zu arbeiten und dann muß man kundentechnisch gesehen auf einmal das Haus verlassen, dann ist das schon seltsam. Und wenn man das dann aufgrund von vorhergehendem Urlaub plötzlich auch noch vier Mal in einer Woche tun muß, dann ist das mehr als ungewohnt.

Plötzlich muß man sich ordentlich anziehen und schminken, bevor man aus dem Haus geht, denn gleich nach dem Verbringen der Kinder in die Verwahranstalten muß man als angemessen gekleidetes Mitglied der arbeitenden Bevölkerung in einem fremden Büro sitzen und hat womöglich auch noch Kundenkontakt. Nicht, daß ich mich beschweren will, Göttin der Arbeit bewahre, aber man kriegt ja so gar nix geschafft. Zuhause bleibt alles liegen und im eigenen Büro auch. Mal eben Mails beantworten geht nur in den allerseltensten Fällen, dringede Anrufe werden verschoben und Blogs liegen brach.

Auf der Haben-Seite hingegen stehen neue, interessante Erfahrungen und Kontakte und eine Rechtfertigung, endlich mal wieder neue Klamotten kaufen zu dürfen. Und das Geld dafür zu haben.

Doch, ja, ich sehe das als eine neue Herausforderung an, jeden Morgen nicht nur körperlich sondern auch geistig und in ansprechender Form anwesend zu sein.

Wobei ich mich frage, wann endlich der lässige Chic von Sportswear Einzug in die Büros dieser Welt erhält.

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Published in: on 18. Februar 2010 at 16:44  Schreibe einen Kommentar  

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