Quarantäne im Dorf

Wie ist das eigentlich, wenn in einem Haus mehr als eine Krankheit herrscht, kann man dann eine Quarantänestation einrichten oder muß ich das Haus teilen und zwei abteilen? Frei nach dem Motto, man kann auch Pest und Cholera kriegen?

Aber von vorne: In der Nacht von Montag auf Dienstag meinte meine schon genesende Tochter einen Rückfall zu bekommen. Und da ich kein sich die Seele aus dem Leib brechendes Kind in die Schule schicke, blieb sie daheim. Was ich dem Autor um kurz vor sieben per AIM mitteilte. Worauf er nur meinte, seine Kollegen hätten ihn soeben heimgeschickt, nachdem er die ersten knappe Stunde seiner Arbeitszeit auf dem Thron verbrachte.

Und so verbrachten sie beide den Tag im Bett – sehr nahe an der heimischen, stark frequentierten, für diesen Zweck für den Rest der Familie gesperrten Toilette, tranken Elektrolyhte und aßen Zwieback.
Derweil ich eine offenen Stelle im Gesicht mit Cortisonsalbe bekämpfte, was aber nicht half. Wesewegen ich dann heute erst zu meiner Hausärztin ging und die mich stantepedes zur Fachärztin überwies, die Impetigo contagiosa diagnostizierte, mir eine antibiotische Salbe und ansonsten Quarantäne verschrieb, da das Zeug böse ansteckend ist.

Daher schleppte sich der Autor nachmittags in die Verwahreinrichtung, holte Kind Nummer Zwei ab und schwenkte mit den Worten

„Rate doch mal, wer gerade im Kindergarten Durchfall bekommen hat?“

eine durchsichtige Plastiktüte, die das enthielt, was mal des Kindes Unterhose war.

Jo. Jetzt sitzen wir hier alle fest. Ich hätte dann bitte gerne mal einen ganzen Monat ohne Krankheit. Falls das nicht zuviel verlangt ist. Bitte.

Ach ja, und wenn jemand weiß, wie ich an Krankenhauspackungen Desinfektionszeugs in allen Formen komme, bitte eine kurze, nicht infizierte Mail an mich.

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Published in: on 10. März 2010 at 18:25  Schreibe einen Kommentar  

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