Family, Life

Zitat des Tages

Schon etwas länger her. Es war Ostersonntag bei den Possumkinder Urgroßeltern. Der Osterhase war mehr als fleißig und hat jedes einzelne, noch so kleine Schokoladenei einzeln versteckt. Nach anstrengender Suche baute sich Kind Nummer Zwei endlich vor seiner nur 50cm größeren Uroma auf und meinte

„Uroma, Osterhasen müssen hoppeln, weil sie keine Laufbeine haben.“

Sprachs, war sehr zufrieden mit sich und seiner seiner Erklärung und biss in ein Schokohasen.

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Family

Zuwachs im Hause Possum

Meine Tochter will ja seit fast eineinhalb Jahren Kaninchen haben. Ich will seit immer keine Kaninchen haben. Ich finde, die Biester sind langweilig, stinken und machen kann man auch nichts mit ihnen.

Und weil dieses Leben meines ist, ist kurz vor Ostern die Raumpflegerin auf des Autoren Arbeit auf ihn zu und meinte

„Herr Autor, Sie haben doch Kinder und einen Garten. Wollen sie nicht unsere Zwergwidder? Wir müssen Sie umständehalber abgeben und da dachte ich….“

Um eine eine Woche lange Email-Korrespondenz kurz zu machen – sehr zur Freude der Kinder sind wir seit gestern Besitzer von zwei wuschigen, braunen Zwergkaninchen. Kind Nummer Eins hat Stein und Bein geschworen, jeden Tag eher aufzustehen, um auch ja die Tiere zu versorgen – ich geb ihr 14 Tage. Mein Sohn hingegen ist trotz seiner dreijährigen Sturm- und Drang Zeit zu den „Kaminchen“ erstaunlich zärtlich und lieb.

Die Tiere sind mit einem Stall gekommen, das Außengehege mußte aus Autoplatzgründen leider dort bleiben. Also hab ich nach einem Freigehege gegoogelt. Schwerer Fehler. Denn da hab ich dann gefunden, was man bei diesen vermeintlichen „Kinder-Tieren“ alles falsch machen kann, wie groß so ein Stall sein sollte und das 80% aller Zwerge wegen zu enger Haltung mittlerweile psychotische Wracks sind, bei denen auch Zwergwidderpsychologen kaum noch helfen können.

Das wollen wir natürlich nicht. Zumal wir sie ja geistig völlig gesund bekommen haben – soweit ich als Laie das beurteilen kann. Also wurde gestern abend noch eine Kaninchenvilla mit Auslauf geordert. Per Express. Bis dahin werden die Tiere beschäftigt, wo es nur geht.

Zum Beispiel mit einem Tierarztbesuch morgen. Da wird dann die Kastration des Bockes besprochen. Und die wird noch schneller durchgeführt als irgendein Express-Dienst seinen Weg hier hin finden kann.

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Family

Samstagnachmittag im Fast-Pott

Der Autor kann einem ja schon ein wenig leid tun. Er, der er seinen Kindern Football näher bringen will, was hier nur nachts läuft und somit leider für die Kinder eher nicht erreichbar ist. Dafür ist aber Fußball allgegenwärtig. Vor allem im Hause des Possumvaters, der quasi auf einem Fußballfeld zur Welt gekommen ist. Und im Hause der Cousinentöchter, die mehr von Fußball verstehen als der gemeine Bayern-Fan. Was genau das jedoch bedeutet, das mußte der Autor am Ostersamstag erfahren.

Da hat nämlich der Possumvater zum Shoppen eines Schalke-Shirts in Größe 104 geladen, damit Kind Nummer Zwei mit ihm in die Kneipe zum Schalke-Bayern gucken gehen kann. Im Partnerlook versteht sich. Sohn war total aufgeregt. Auf die Frage, ob sie denn auch mit will, meinte Kind Nummer Eins, sie wolle eigentlich zu einem echten Spiel in ein echtes Stadion. Was wiederum genau einen Anruf bei einer der Cousinentöchter entfernt war.

Und so brachte ich also Tochter ins Stadion, damit sie – in der VIP-Lounge natürlich, was den Possumvater wiederum sehr beeindruckte – sehen konnte wie RW Ahlen wohl nächstes Jahr wieder um den Aufstieg spielen darf. Und nicht nur das, sie diskutierte den Spielverlauf mit dem staunenden Großvater. Und das sehr lebhaft.

Freilich erst, als der sich von der Schalker Schlappe erholt hatte. Nach dem 0:2 ging nämlich das Handy, mein Sohn hatte genug gesehen und wünschte abgeholt zu werden. Und so kämpfte ich mich durch die volle Gaststätte mit einem 3jährigen in Vollschalke-Montour auf dem Arm in Richtung Ausgang, als er von einem Mit-Fan angesprochen wurde.

„Na, gehste nach Hause. Kannst das Elend auch nicht mehr sehen, was?“ Worauf das Kind ihn anschaute und mit einem knappen

„Jau“ antwortete.

Der Autor war sehr tapfer und hörte sich all die Fußballgeschichten seiner Kinder an. Und er war interessiert und er lächelte und machte die richtigen Geräusche. Und als die Kinder dann komatös im Bett lagen, da klappte er den Laptop auf und eröffnete mir nach kurzer Recherche, daß wir in diesem Sommer zu den Berlin Adler gehen.

Und wenn es das Letzte ist, was wir tun.

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Life

Alle Jahre wieder

In den Verwahranstalten ist Ostern ausgebrochen und somit machen die Großen Osterolympiaden und die Kleinen Eierlauf mit bunten Eiern, die bitte von den Eltern zu sponsoren sind. Kein Problem. Dachte ich. Weil bei uns erst am Samstag Eierfärben angesagt ist, wollte ich schnell in den Supermarkt und zu diesem Behufe welche kaufen, gegessen werde die Dinger ja eh nicht.

Alleine, in drei Supermärkten gab es keine bunten Eier mehr. Ich meine, es gibt sie nicht nur acht Wochen vorher, sondern in diesem Teil des Landes auch im Herbst. Nur nicht in der Woche vor Ostern. Warum auch? Genauso, wie es am vierten Advent nur noch eine sehr, sehr ausgesuchte Auswahl an Lebkuchen gibt.

Jaaaa, werden jetzt meine lieben ehemaligen Mitstudendenten, die Herren und Damen Produktmanager, sagen diese Saisonartikel bekommt man ja nach dem Feiertag nicht mehr los. Ne, natürlich nicht, wir sind ja auch seit 3 Monaten mit dem Zeug totgeworfen worden. Würde man diese speziellen Leckerchen nur so, sagen wir mal, vier Wochen von den jeweiligen Ereignis bekommen, dann würde die Leute auch ein paar Tage vor dem Fest noch gierig zugreifen.

Was nun, kleines Nahrungsmittelmanagerlein?

Grummel, ich jedenfalls konnte mich gestern um halb zehn noch hinstellen und meinem Sohn abekühlte, gekochte Eier marmorieren und habe immer noch grün-rote Finger.

Danke dafür, Herr Lidl, Frau Kaufland und Ehepaar Netto!

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