Bodhi im Dorf

Tiere, die wir unser eigen nennen, passen ja in die Familie. Oder sie passen sich an. Keine Ahnung, auf jeden Fall sind sie seltsam. Zum Beispiel Timmi, unsere Katze. Sie hat mehr als seltsame Trigger.

Minka beispielsweise, unsere erste Katze, konnte sich im hintersten Winkel dieses Hauses aufhalten, in dem Moment, wo ich ein Messer geschärft habe, stand sie Gewehr bei Fuß und wollte ihren Anteil vom Essen und war sichtlich empört, wenn es sich nur um Gemüse handelte.
Boogie, die Katze aus dem früheren Leben des Autors, hörte auf Kilometer Entfernung, wenn eine Dose aufgemacht wurde. Und Gnade dem Menschen Bastet, wenn es nichts Katzenverdauliches war.
Und Schnuffi, die Katze aus meinem Elternhaus, war innerhalb von Nanosekunden bei meinen Füßen, wenn ich den Kühlschrank aufgemacht habe. Die Katze hat sehr viel Zeit in der Küche verbracht.

Timmi hingegen scheint nach Höherem zu streben. Sobald am Abend des Autors Po auf dem Zafu landet, ist sie da. Wenn er dann seine Meditationsposition eingenommen hat, streicht sie um seine Knie und Hände und wünscht gesteichelt zu werden. Wenn er das dann ausgiebig getan hat, dann setzt sie sich zwischen seine Beine auf den Zabouton und schaut sphinxartig zu ihm auf, auf das sie erleuchtet werde.
Die Hälfte der Zeit verbringt dann der Autor damit, das Tier zu streicheln. So wird das natürlich nix mit der Erleuchtung.

Wetten, Buddha hatte keine Katze.

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Published in: on 14. Mai 2010 at 07:32  Schreibe einen Kommentar  

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