Fraser, MacKenzie und MacLeod

So, wir wären dann wieder da. Und haben mal das schottische Wetter plus 8 Grad mit uns mit gezogen. Aber bekanntlich fährt man ja weder wegen des Wetters (es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung) noch wegen des Essens („Mama, kann ich bitte einfach nur einen Salat bekommen?“) in Jamies Heimat.

Denn trotz den beiden Minuspunkten lieben der Autor und ich Schottland einfach. Und so faßten wir den zugegebenermaßen tapferen Entschluß, Kind Nummer Eins und Kind Nummer Zwei unter den einen Arm, das spärlich zugelassene Gepäck von RyanAir unter den anderen zu nehmen und die Highlands zu erkunden.

Und es war großartig! Wir hatten absolut liebevolle Bed and Breakfasts, deren Besitzerinnen uns und unsere Kinder von oben bis unten verwöhnt haben. Wir waren in Museen, aus denen die Kinder erst gar nicht wieder rauswollten. Wir hatten Expeditionen, bei denen die Kinder gebettelt haben, doch bitte, bitte ein Stück weiter, nur noch ein Stück, biiiiiiiittttttteeeee, weiter gehen zu dürfen. Aus Ausgleich gab es Schlösser und viel Landschaft für den erziehenden Teil der Familie.

Ach, es war schön.

Auch wenn ich meine Tochter gestern das letzte Mal unter der Dusche gesehen habe und sie dann bis auf weiteres zu ihrer Freundin verschwunden ist – so zehn Tage Familie auf sehr engem Raum ist doch als Überdosis für eine 7jährige anzusehen. Und nicht nur für die.

Denn ehrlich gesagt, wir waren auch froh als Kind Nummer Zwei dann heute in den Kindergarten stürmte und wir ganzganzganz allein in einem Raum waren, der mehr als 25qm umfasste und Zugang zu einer Küche hatten, die uns gehörte.

Was uns nicht daran hindern wird, das Ganze zu wiederholen. Sobald unsere Kinder ihren Schlösser- und Burgenboykott aufgehoben haben.

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Published in: on 3. August 2010 at 19:49  Schreibe einen Kommentar  

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