Rückblick November 2010

Mal wieder, weil es soviel Spaß macht. Mit einem Dank an das liebe Schäfchen

Gelesen: Zuviel Fanfiction – nichts Neues an der Front
Gesungen: Weihnachtslieder zusammen mit den Kindern
Gehört: Scherben von Daniel Wirtz
Gesehen: StarTrek, den letzten Film – immer wieder gut
Getrunken: viel, sehr viel Cremant (Note to self: in Kombination mit Rotwein ganz schlecht am nächsten Morgen)
Gegessen: ThanksGiving Dinner
Gekocht: Ebensolches
Gefreut: Über den Schutzengel, den mir Kind Nummer Eins geschenkt hat
Geknipst: Kind Nummer Zwei bei seinem ersten Schachspiel
Gelacht: Mit den Kindern
Geärgert: Über die kaputte Heizung, die dann doch nicht kaputt war, jedenfalls nicht ganz so richtig
Genäht: Fällt aus wegen ist nicht
Gekauft: Viele, viele warme Sachen
Gespielt: LKW-überholen auf der Autobahn
Gefeiert: Immer noch ThanksGiving
Gefühlt: Kälte. Viel Kälte.

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Published in: on 30. November 2010 at 19:14  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Ich weiß, langsam wird das hier eine Zitate-Sammlung, aber der hier war einfach zu gut.

Gerade eben, halb acht morgens, ich stehe auf, der Autor und Kind Nummer Zwei liegen zusammen im Bett. Der Kleine schlägt die Augen auf, setzt sich hin und meint total desorientiert

„Mama, weckst Du mich dann auf?“ Huh?

„Wann soll ich Dich aufwecken, mein Schatz?“ Schlaftrunken kommt noch im Zurückfallen

„Na, wenn ich ausgeschlafen hab.“ Schnarch.

Ok, Engelchen. Mach ich.

Published in: on 27. November 2010 at 07:49  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Wie bereits mehrfach erwähnt, testet mein Sohn gerade die Strapazierfähigkeit der deutschen Sprache. Wofür er ordnungsgemäß regelmäßig getadelt wird. Und es fruchtet. Letztens sah er uns mit großen Augen am Morgen an und sprach

„Aber Mama, Du sagst doch auch jeden Morgen „Scheißwetter!““

Schön, daß er es wenigstens bei anderen bemerkt. Jetzt müssen wir nur noch an der Selbstwahrnehmung arbeiten.

Published in: on 24. November 2010 at 16:38  Schreibe einen Kommentar  

Dinge, die immer an Wochenenden passieren

Es ist November. In drei Tagen, so hat es Wetterdienst vorausgesagt, soll es schneien. Und somit der perfekte Zeitpunkt für unsere Heizung, ihren Geist aufzugeben. Meinte sie. Und zwar genau gestern. Also eigentlich wahrscheinlich schon in der Nacht auf gestern, denn irgendwie wurde es nach einem Familiennickerchen doch sehr kalt.

Und genau wußten wir es dann, als Autor und Kind Nummer Zwei nach dem Abriss der im Keller nass gewordenen Verkleidung – ganz andere, nicht minder nervige Geschichte – duschen wollten. Und es von oben schallte

„Possum, das Wasser wird nicht warm!“.

Also runter zur Heizung, alles schien gut, Kontroll-Lampe (die wird im Verlauf der Geschichte noch eine größere Rolle spielen) leuchtete. Gas lief aber nicht. Also die Notrufnummer beim hiesigen Versorger angerufen, der uns versicherte, es gäbe keine Abschaltungen und wenn man uns das Gas gesperrt hätte, dann wäre ein Mann mit einem Plombiergerät in unseren Keller gegangen, das hätte wir sicherlich bemerkt. Und wir sollten doch den Entstörungsknopf, der mit der roten Lampe, mal ein und aus schalten.

Haben wir getan, es tat sich mehr so gar nichts. Also den Mann für alle Fälle unseres Vertrauens angerufen – es war mittlerweile Samstagabend 18 Uhr – und uns die Nummer des Heizungsmonteurs wiederum seines Vertrauens geben lassen. Der war leider gerade irgendwo in Brandenburg unterwegs, versprach aber am nächsten Tag vorbei zu kommen. Den Abend verbrachten wir schon mal mit Berechnungen, wie wir uns welche neue Brennwerttherme aus den Rippen schneiden könnten.

Mittags rief ich dann an, zwar war es dank Kamin nicht wirklich kalt hier war, aber so ganz ohne warmes Wasser will man sich ja auch nicht mehr unter die Menschheit trauen.

„Jaaaaaa“ meinte der gute Mann „haben sie denn schon den Entstörungsknopf gedrückt?“

„Ja, mehrmals!“ Sooooo doof sind wir ja nun auch nicht.

„Sie meinen schon den unten und nicht den an der Konsole, der zeigt nämlich nur an, daß da eine Störung ist und der unten am Kessel, das ist der, der das Ganze wieder entstört!“ Ok, wir sind so doof.

Also krabbele ich auf dem Boden rum, finde den *richtigen* Entstörungsknopf und drücke ihn, es brummt und rumort, das Ding springt an. Und seitdem ist es auch an. Zwar braucht die Fußbodenheizung ein Weilchen, aber so heißes Wasser, das aus dem Hahn kommt ist ja schon sehr praktisch.

Allerdings kommt der Heizungsmann morgen trotzdem kurz vorbei und checkt das Ding noch mal durch. Der Winter ist lang und hat noch viele Wochenenden.

Published in: on 21. November 2010 at 22:16  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Meine Tochter wollte uns gerade zeigen, wieviel Sit-ups sie schafft. Kind Nummer Zwei fand das toll!

„Mama, Kind Nummer eins rollt die Yoghurt-Matte aus.“

Hauptsache, sie macht danach wieder sauber!

Published in: on 19. November 2010 at 16:13  Schreibe einen Kommentar  

Schlaf, Mütterlein, schlaf

Ich hab ihn gefunden, den Ausknopf bei Kind Nummer Zwei. Gut, er ist nur sehr temporär verfügbar, aber es ist ein Anfang. Und das kam so:

Als ich gestern ins Bett ging, war ich noch komplett aufgedreht, aber die Uhrzeit sagte eindeutig, daß es nun Zeit sei. Als ich also endlich unter die Quilts schlüpfte, lag da schon ein kleines Bündel und informierte mich darüber, daß Christian, die Wärmflasche sehr warm sein und ich doch bitte vorsichtig sein sollte. Und wo er schon mal wach war, dachte ich, wir könnten noch ein wenig plaudern.

„Kind Nummer Zwei, was hast Du denn heute so gemacht?“ Des Abends über den Tag reden, ist ein wichtiges Ding für Kinder.

„Mama, Du sollst jetzt schlafen und nicht reden!“ Hm.

„Ich will nicht schlafen. Komm, sollen wir was spielen?“ Damit krieg ich Dich!

„Spielen? Jetzt? Mama es ist spät und wir wollen schlafen!“ Huh? Mutter dreht und wendet sich und versucht eine gute Schlafposition zu kriegen.

„Mama! Ich bin müde und Du sollst jetzt endlich ruhig liegen!“ So. Da hatte ich es. Das Kind seufzte theatralisch, sagte noch mal genervt

„So, und jetzt schlafen wir!“ drehte sich um und ließ mich neben sich in der Dunkelheit liegen.

Wenn wir das jetzt noch tages- und nachtzeitunabhänging hinbekommen, dann schreib ich einen Ratgeber und werde reich. Ein guter Plan. Er wird sich spätestens heute abend in Luft auflösen, aber in der Theorie hört er sich schon mal gut an. Find ich.

Published in: on 17. November 2010 at 08:19  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Kind Nummer Zwei darf noch kein Kaugummi kauen. Das hat Gründe und die Possum-Mutter ist da sehr strikt. Bei seiner kleinen Freundin hat er eins gemopst. Und kommt – natürlich – fünf Minuten später angerannt.

„Mama! Mama ich hab das chewing gum verschluckt. Mama, kacker ich jetzt bubbles?“

Natürlich hab ich ihm die einzig richtige Antwort gegeben. Er kontrolliert seit zwei Tagen die Kloschüssel.

Published in: on 13. November 2010 at 22:37  Schreibe einen Kommentar  

Alle Jahre wieder

Normalerweise werde ich an dieser Stelle ja immer nostalgisch. So von wegen

„Ach, so groß ist Kind Nummer Zwei nun auch schon. Hach ja!“ und nippe am Rotwein.

Heute denke ich nur

„Geschafft!“ und sehne mich nach einem entspannenden Schaumbad, in dem alles, was ich höre nur das leise Knistern der kleinen Bläschen ist. So sechs Vierjährige sind ja schon laut. Und anstrengend. Und sie reiben auch schon mal ein wenig an den Nerven.

Aber was tut man nicht alles für ein glückliches Kind, daß beim Zubettgehen gerade schon fragte, wieviel Male er noch schlafen muß, bis er das nächste Mal so einen tollen Geburtstag hat.

Noch 365 Mal, mein Schatz.
Oder 52 Wochen und 1 Tage.
Oder 8760 Stunden.
Oder 525600 Minuten.
Oder 31536000 Sekunden.

Und es wird ausgelagert in einen schönen, großen, nicht zu unserem Haus gehörenden Indoorspielplatz. Und wenn es das Letzte ist, was ich tue.

Published in: on 10. November 2010 at 21:17  Schreibe einen Kommentar  

Noch jemand ein Mohnbrötchen?

Und in der Kategorie „Warum haben wir dem Kind das Reden beigebracht“ heute folgende Episode:

„Kind Nummer Eins, eigentlich könntest Du ja mal raus, Brötchen holen!“ Es regnet schließlich in Strömen und ich mag nicht immer nass werden.

„Mama, Du willst ja nur, daß ich Brötchen hole, weil die FrauLostinabadbook-Tochter das auch macht.“ Eben. Nimm Dir gefälligst ein Beispiel daran, dass andere Kinder ihre Mütter verwöhnen!

„Mama. Wenn die Tochter von FrauLostinabadbook aus dem Fenster springt, soll ich dann hinterher springen?“

Es ist hart, wenn man mit seinen eigenen Waffen geschlagen wird. Von einer 7jährigen. Ich geh dann mal Brötchen holen.

Published in: on 6. November 2010 at 14:46  Schreibe einen Kommentar  

Die feine Umschreibung profaner Tätigkeiten

Kind Nummer Zwei ist gerade im Schimpfwortealter. Und nicht nur er, sondern alle seine kleinen Freunde und Freundinnen auch. Das geht in einer Tour

„Kacka, Kacka, Kacka“ Die kleine Freundin hat Spaß.

„Eh, Du hast Kacka gesagt, Du mußt Dich entschuldigen“ Kind Nummer Zwei, ganz der feine Herr.

„Naaaaaaaaa gut. Tschuuuuuuligung!“ Freundin hat schon den kleine Mädchen spezifischen gelangweilten Ton drauf.

Soweit regelte sich das noch selbst, aber irgendwann wurde es dann echt zuviel. Also sprach Possum ein Machtwort.

„Noch ein Schimpfwort und es gibt Ärger!“ Das sass – noch geht das – und es war Ruhe. Fünf Minuten später tönte es dann aus dem gekachelten Raum über mir

„Mama, ich hab gekaa….Ich war auf Toileeeeeette!“ Das hätte auch die Queen nicht besser ausdrücken können, mein Schatz.

Published in: on 3. November 2010 at 17:47  Schreibe einen Kommentar