Life

Noch schnell, bevor es vorbei ist…

Das war 2010…

Vielen Dank liebes Schäfchen.

Zugenommen oder abgenommen?

Weder noch. Ich würde mal sagen, meinen Bauch haben nun endgültig Schwangerschaft und Alter ruiniert…

Haare länger oder kürzer?

Gleichgeblieben.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Immer noch blind wie ein Maulwurf. Ich hoffe auf die Altersweitsichtigkeit.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Etwas weniger – glaube ich. Aber ich will da auch nicht wirklich drüber nachdenken, wat wech is, is wech.

Der hirnrissigste Plan?

Mit zwei Kindern und Gepäck Ryan Air zu fliegen. Ganz doofe Idee.

Die gefährlichste Unternehmung?

Gestern alleine aufs Garagendach steigen, um da Schnee zu schieben – ohne das jemand die Leiter hielt.

Der beste Sex?

Ich nehme den Joker.

Die teuerste Anschaffung?

Dieses Jahr war es eher die Summe vieler kleinerer Sachen, glaube ich.

Das leckerste Essen?

Oh, Himmel, keine Ahunung mehr….aber mit Sicherheit war es nicht das Essen in Schottland.

Das beeindruckenste Buch?

Mein LaRousse.

Der ergreifendste Film?

Dieses Jahr so gar nicht – aber ich bin auch noch nicht zu Inception gekommen.

Die beste CD?

Ich nehm einen Podcast und das ist und bleibt mein Zeitzeichen von WDR5

Das schönste Konzert?

Eh….

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Meiner Familie, dem Blog, Fanfiction, dem Garten, Freunden…

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Auch hier – es war die Summe der Zeit mit obigen.

Vorherrschendes Gefühl 2010?

Dankbarkeit, daß keiner krank wurde.

2010 zum ersten Mal getan?

Urlaubsplanung für einen Kurzurlaub komplett aus der Hand gegeben.

2010 nach langer Zeit wieder getan?

Im Hamam gewesen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

– Streit
– Wasser im Keller und anderswo
– zuviel Schnee

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Das wir dringend einen iPad benötigen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Wenn ich das wüßte…

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Da schwanke ich zwischen besagtem Kurztrip und einem hyperteurem, aber genialem Messer.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Achtung, Mami-Platitüde: „Du bist die beste Mama der Welt!“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Da sollte man Kinder, Autor oder Freunde befragen. Aber ich bin eher dafür bekannt, klare Worte denn nette Sachen zu sagen.

2010 war mit einem Satz?

2010 war irgendwie weder Fisch noch Fleisch, irgendwie war es ein Lala-Jahr, aber immerhin war niemand nenneswert krank und dafür muss man schon dankbar sein. (Stand nirgendwo, wie lang der Satz sein darf.)

In diesem Sinne: Einen guten Rutsch und einen schönen Abend, wie immer man ihn auch begehen will.

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Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Lesern gesegnete Weihnachten und ein friedliches Fest – wo auch immer man sich befindet!

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Alle Jahre wieder – Teil 12

Irgendjemand oder irgendetwas scheint eine Menge dagegen zu haben, daß ich Weihnachten zuhause bei meiner Familie in der alten Heimat feiere. Was letztes Jahr noch Wetter und Krankheit gemeinsam machen mußten, schaffte dieses Jahr das Wetter ganz alleine.

Nach langem Bangen und Hoffen und Warten auf Bedingungen, die uns nicht wahlweise in den nächsten Graben schicken, stundenlang auf der Autobahn stehen oder uns einen LKW küssen lassen, haben der Possumvater, der Autor und ich uns gestern morgen entschlossen, daß wir Weihnachten zuhause feiern. Zwar war es gestern noch nicht so schlimm wie heute – wirklich sicher und entspannend war es nach Augenzeugenberichten aber auch nicht. Und eine Entscheidung mußte her, sogar ich brauche ungefähr ein bis zwei Tage um Weihnachten aus der Erde zu stampfen, deswegen konnten wir nicht auch noch den Donnerstag abwarten, um dann vielleicht am Freitag doch noch den Weg in Richtung Münsterland antreten. Oder eben auch nicht.

Also haben wir alle unserem unguten Bauchgefühl nachgegeben und ich habe den Koffer wieder ausgepackt und Kind Nummer Zwei in die Verwahranstalt gebracht, wobei das Kind natürlich gebrüllt hat, er wolle aber zu Opa und sich nur mit der Aussicht des Weihnachtsbaumkaufes und dem dazugehörigen Feature einmal im Jahr vorne sitzen zu dürfen, beruhigen ließ. Kind Nummer Eins war noch in der Schule und durfte ausnahmsweise ihr Handy mitnehmen, mit dem sie mich dann anrief und ich sie statt zum Parkplatz in den Hort umleitete, was a) maßlose Enttäuschung und b) das Versprechen auf 30 Minuten Elfenspielen mit Mutter zur Folge hatte.

Somit sass ich dann gestern statt in einem Stau mit einem Glas gutem Rotwein vor dem Kamin und neben dem flugs gekauftem und mit den Kugeln vom letzten Jahr geschmückten Baum und habe ein Buch gelesen. Und der Autor ist heute mehr oder minder pünktlich heim gekommen und mußte sich nicht mit unglaublichen Menschenmassen auf dem Bahnsteig drängeln, um in seine Bahn zu kommen, die dann doch wahrscheinlich auf offener Strecke stehen geblieben wäre – so sie denn überhaupt führe.

Ich werde es wie letztes Jahr wieder sehr vermissen, das Weihnachten im Kreis meiner gesamten Familie, aber manchmal ist es einfach besser, wenn man auf die Vernunft und sein Gefühl hört und seinem Gewissen einfach mal eine niedere Priorität einräumt. Oder wie die beste Schwiegermutter von allen in solchen Momenten sagt

„Wer weiß, wozu es gut ist.“

Ist ja alles richtig. Aber wenn nächstes Jahr zur Abwechslung bitte mal ein Wetter herrschen würde, bei dem ich auch wirklich fahren kann und dann noch alle Kinder und Eltern gesund sind, dann fänd ich das doch mal wieder sehr, sehr nett. Wirklich.

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Das „Last Christmas“ der Kinder

Ich bin ja wirklich dafür, daß meine Kinder sich kreativ in allen Belangen ausleben. Wirklich. Vor allem, weil ich es ja bekanntlich nicht bin, also kreativ. Und wegen meiner können sie dabei auch gerne experimentieren.

Aber wenn ich noch ein einziges Mal „In der Weihnachtsbäckerei“ in seinen verschiedenen Versionen plus den Streit meiner Kinder, ob es jetzt „Kleckserei“ oder „Sauerei“ heißt hören muß, dann sage ich sämtliches Kekse backen für die nächsten drei Jahre ab.

Ich mein das ernst!

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Harry Potter und die Streifenhörnchen

Ein Eintrag für meine Potterliebenden und englischsprachigen Leser – geht leider gerade nicht anders, tschulligung.

Kind Nummer Eins hat bei irgendeiner Freundin den ersten Harry Potter Film geschaut – auf Deutsch. Das geht natürlich so nicht, meinte der Autor und fing an, dem Kind den ersten Teil im Orginal vorzulesen. Und wenn Kind Nummer Eins sowas Tolles bekommt, dann muß Kind Nummer Zwei das natürlich auch haben. Also sitzen die Kinder jetzt jeden Abend an ihren Vater gekuschelt und hören gespannt zu, was dem bekanntesten Jungen aus dem Privet Drive, Number four, alles so passiert.

Gestern nun tauchte Hagrid das erste Mal auf und holte allerlei Dinge aus seinem Mantel:

(…) a copper kettle, a squashy package of sausages, a poker, a teapot, several chipped mugs —“ *

Genau in diesem Moment ging ein aufgeregtes Quitschen hier los

„Chipmunks? Hagrid hatte Chipmunks in seinem Coat? Cooooooooooooool!“ Womit das Buch jetzt nur noch Harry Potter und die Chipmunks im Hause Possum heißt.

Der Autor hat recht, es wird ernsthaft Zeit, den Kindern echte Hochliteratur nahe zu bringen.

*[Harry Potter and the Philosopher´s Stone, J.K. Rowling, S. 40]

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Dornröschens geteilte Hecke

Mal wieder was aus der Rubrik „Was sich Kinderlose nicht vorstellen können/wollen“. Gestern war Kindergartenweihnachtsfeier von Kind Nummer Zwei. Seitdem Kind Nummer Eins in eine Verwahranstalt geht, machen wir das mit – logischerweise. Und man *hat* da aufzulaufen, es sei denn man will schon im Kindesalter anfangen, für die Therapierechnungen der Kinder zu sparen, weil sie sich dann dereinst ungeliebt und ungewollt fühlen, weil man es im Dezember vor 23 Jahren leider nicht geschafft hat, zur Uraufführung von Dornröschen im neuen Gewand zu kommen.

Mein Sohn hatte den Part der Hecke und er nahm seine Darstellung so ernst, daß er sogar die tschechische Verfilmung anschaute und sich von dem Dornengestrüpp da inspirieren liess. Mit dem Ergebnis, daß er sich am Montag mit seinem Erzieher zusammensetzte und überlegte, wie er sich denn am publikumswirksamsten am Ende teilen könne, wo er doch nur einer sei.

Jedenfalls sassen wir gestern nachmittag in der angemieteten Schulaula und harrten der Weihnachtsdinge, die da kommen sollten. Ich mit schlechtem Gewissen, weil Tochterkind sich ausgerechnet den gestrigen Mittag aussuchte um Fieber zu bekommen, der Autor aber so kurzfristig nicht eher von der Arbeit wegkonnte. Und so lag sie mit meinem Laptop und einem Film im Bett, während ich auf der Theaterpremiere meines Sohnes sass. Wobei sitzen auch eher sinnbildlich gemeint ist. Zusammen mit Dreiviertel der anderen Eltern stand ich um Kinder und Weihnachtsmann, um den besten Winkel für die zu schießenden Fotos zu bekommen.

Und es war laut. Sehr laut. Wenn knapp über 40 Kinder unglaublich aufgeregt sind und einem Ereignis harren, auf das sie sich mehr als sechs Wochen vorbereitet haben, dann neigen sie schon mal zur Kompensation ihres emotionalen Zustandes durch Schreien und wildes Rumrennen. Oder anders: Eine Horde Kleinkinder tobte schreiend durch den Saal und baute Energie ab. Das muß man schon aushalten können.

Aber dann fing es an: Erstaunlich geordnet und diszipliniert, vorschriftsmäßig mit roten Wangen und leuchtenden Augen trugen sie ihren Text und ihre Lieder vor. Und alle Eltern warfen sich in Pose und waren rechtmäßig stolz. Naja, bis auf die, deren Kinder kurz vor dem Auftritt von unmenschlichem Lampenfieber übermannt wurden, das nur eine Mutter trösten kann.

Und ja, von aussen sah es mit Sicherheit aus wie das fleischgewordene Klischee und war ein perfektes Beispiel dafür, wie sich innerhalb von Sekunden intelligente, erwachsene Menschen zu emotionalen Weicheiern mit Tränen der Rührung in den Augen verwandeln. Und ja, ich weiß auch, daß es über diese Mutation viele, viele zynische und sarkastische Artikel gibt. Und nein, es macht mir gar nichts.

Denn bei manchen Dingen muss man einfach dabei sein, um sie zu verstehen. Und um sie zu schätzen.

Und so, genau so soll es sein.

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Zitat des Tages

Das Wetter ist schlecht und meine Familie vertreibt sich die Zeit mit youtube gucken. Besonders beliebt ist derzeit dieser Spot eines bekannten Mobilfunkanbieters. Und kaum ist der vorbei, fordert Kind Nummer Eins auch schon

„Mama, mach doch jetzt auch mal die Werbung mit dem Wischmop.“

Mir passiert in Terminal 5 sowas nie.

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