Denn nichts ist so einfach, wie es scheint

Kennt jemand die Geschichte von den Kindern aus Bullerbü? Die, in der die beiden Mädchen einkaufen gehen sollen und ständig was vergessen? Nur weil die Geschichten von Astrid Lindgren aus einem anderen Jahrtausend stammen, heißt das nicht, dass meine Tochter das nicht auch kann.

Sie hatte nämlich eine Freundin über Nacht da und beide verkündeten lauthals, sie würden Sonntagmorgens Brötchen holen gehen. Also gab ich Ihnen Geld und einen Zettel mit den verschiedenen Brötchen mit, die sie holen sollten. Fröhlich pfeiffend zogen sie denn auch los.

Und kamen 15 Minuten später zurück. Mit ihren Brötchen. Ohne meine, die vom Autor oder die von Kind Nummer Zwei.

„Mama, Du hast uns keinen Zettel….oh, ist das der da? Da in der Tüte? Ups! Wir….eh….gehen dann noch mal!“

Zehn Minuten später standen sie kleinlaut vor der Tür.

„Mama, kannst Du uns noch mal das Geld geben. Das, hrm, liegt auf dem Küchentisch. Neben den Brötchen. Also unseren.“

Und so machten sie sich auf zum dritten Versuch, die Familie mit morgendlichem Backwerk zu versorgen. Diesmal schafften sie es sogar. Bis auf eine Sorte, aber die, so haben sie mir sehr glaubhaft versichert, war schon ausverkauft. Kunststück, wenn man 40 Minuten braucht um 9 Brötchen zu holen, dann sind die besten Stücke schon weg.

Das Leben ist eben kein Kinderbuch.

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Published in: on 27. Juli 2011 at 13:01  Schreibe einen Kommentar  

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