Heimweh und Stockbrot

Meine Tochter weilt seit gestern auf dem Reiterhof. Sie war aufgeregt und hat mich sehr, sehr schnell und bestimmt von dannen geschickt. Soweit so gut, eine Mutter muß mit sowas fertig werden.

Vorhin kam ein Anruf vom „Kids-Telefon“ des Reiterhofes und eine tränenstickende Stimme sagte

„Ich hab so Heimweh, ich vermi….“ Klack, Leitung tot, Mutter kriegt die Panik. Hilfe, das Kind! Also schnell die Nummer am Computer rausgesucht und zurück gerufen. Sehr wohlerzogene Mitreiterinnenkinder holten dann auch sofort das in seinem Zimmer verschwundene Kind, das mit sehr wässriger Stimme wieder an den Apperat kam

„Plötzlich war das Gespräch weg und ich vermisse Euch doch so, sogar Kind Nummer Zwei.“ Was tut man da? Als Mutter, eineinhalb Stunden weit weg? Man fragt nach dem Pflegepony, wie es heißt, wie es aussieht und sofort. Funktionierte auch. Bis die Stimme wieder anfing zu zittern

„Mama, ich hab so Heimweh nach Euch und ich verm…Du, Mama, ich muß jetzt Schluss machen, wir machen Stockbrot, da will ich mitmachen, hab Dich lieb – tschüüüühüüüsss!“ Klack. Leitung wieder tot, diesmal mit Absicht.

Ich brauch das nicht. Ha jemand mal bitte einen Beruhigungsschnapps für mich?

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Published in: on 1. August 2011 at 19:56  Schreibe einen Kommentar  

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