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Das bißchen Haushalt – heute: Spülen

Die letzten Tage hier sind selbst für unsere Verhältnisse unglaublich stressig. Viel Arbeit, viel Reisserei und viel Gartenarbeit, weil man ja nie weiß, wie lange das Wetter hält.

Und weil ja immer noch was geht, hat uns unsere Spülmaschine verlassen. Also nicht wirklich, aber sie spült so derart unzuverlässig, daß man es auch einfach sein lassen kann. Und kein Spülmaschinenmonteur weit und breit in Sicht. Also bedeutet das abwaschen auf die alte Art.
Was wir ja gerne vergessen, ist, das unsere Kinder das so gar nicht mehr kennen. Also das regelmäßige Spülen und der Kampf, wer abtrocknen muss. Die Geschwisterstreits, die früher um das Thema

„Ich hab schon den Tisch gedeckt, Du machst den Abwasch!!!“

entbrannten. Heutzutage empfinden es die meisten Kinder ja schon als Zumutung, wenn sie die Maschine einräumen müssen – von ausräumen rede ich erst gar nicht.

Nun also das völlige Fehlen des automatischen Helferleins. In meinem Fall fängt die Problematik schon viel früher an – ich hab nicht mehr genug Tockentücher. Ich mein, seit Jahren hängen die bei uns nur noch für die Hände rum – da braucht man jetzt nicht so die Masse. Ich muss gleich noch mal einen Einkauf starten.

Kind Nummer Eins jedenfalls hat gestern den ersten Geschirrberg mit erstaunlichem Gleichmut beäugt, sagte was von

„Ich war ja den ganzen Tag nicht da und hab auch gar nicht hier gegessen, ich muss das nicht wegmachen.“

und wurde vom Auto sehr schnell eingenordet. Was sie mehr erstaunt hat, als das sie protestierte. Und Kind Nummer Zwei hingegen war ehrlich erstaunt.

„Spülen? Mama, was ist Spülen?“ Kleine Stirn in Denkerfalten.

„Eh, das ist nicht Dein Ernst, Kind Nummer Zwei, oder?“

„Meinst Du das Spülen im Waschbecken?“

Nun, ich habe das Gefühl, wir werden unseren Kindern helfen diese Wissenslücke sehr schnell und sehr intensiv aufzufüllen. Bis der Spülmaschinenfritze einen Termin frei hat.

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Das Laufrad der Zeit

Wir räumen und reissen ja hier gerade an allen Ecken und Enden. Und wo wir schon mal mit dem Hänger zur Kippe fahren müssen, kann man sich ja auch von dem Ballast befreien, der in der Garage (und im Garten) lagert, den nun wirklich kein Mensch mehr braucht.

Neben dem sündteuren Kaninchenstall – der ein freundliches, neues Zuhause gefunden hat – waren das vor allem Kindersachen. Das Kinderspielhaus, in dem nicht mehr als 10 Mal gespielt wurde und das hauptsächlich als Lager für Kinderstühle diente. Der Hochstuhl, der nunmehr zwei Kinder ertragen hat und der von Kind Nummer Zwei schon lange verschmäht wird, weil er ein großer Junge ist. Das Laufrad, das Bobbycar, der Roller und der Traktor, weil die Kinder nur noch eins kennen – ihr Fahrrad. Desgleichen der kleine Kindersitz und der Fahrradsitz.

Das ist alles an Kindergarten oder kleine Nachbarsenkel gegangen und das ist besser als auf den Schutthof. Aber ein wenig sentimental wird man da doch noch werden dürfen bei dem Gedanken, daß meine Kinder aus dem Alter raus sind. Das treibt einem schon das eine oder andere Tränchen in die Augen.

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem rein zufällig beide Kinder gerade eine Lesenacht und auf Freundinnenbesuch sind.

Alles eine Frage der richtigen Perspektive.

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Das Buch – ein Freund fürs Leben

Wir machen in diesem Haus ja gerade das große Herbstaufräumen. Nicht nur das Arbeitszimmer muß dran glauben, nein, auch die Schränke in den anderen Räumen – wo wir einmal dabei sind. Gestern war Kleider- und Bücherschrank meines Sohnes dran.

Kleider waren einfach. Es wurde ein Shirt genommen das paßt und daran wurden alle anderen Shirts gemessen Alles was kürzer war, kam gnadelos wahlweise in den Altkleidersack oder in den Sack für den Kindergarten.

Interessanter war das bei den Büchern. Meine Kinder stehen uns da ja in nichts nach – sie sind körperlich unfähig irgendwas wegzuschmeissen, was bedrucktes Papier ist. Also mußte ich nachhelfen. Was leider dazu führte, daß ich um jedes einzelne Buch eine harte Diskussion führte. Auch wenn es „Baby-Bücher“ waren. Nun bin ich ja gerne bereit, das eine oder andere Lieblingsbuch zu behalten, auch wenn man rausgewachsen ist. Aber nicht alle. Und so diskutierten wir einen verregneten Nachmittag lang, an dessen Ende ein großer Mulitifunktionsgerätekarton bis zur Hälfte gefüllt war. Soweit so gut, der Karton geht jetzt wahlweise in den Kindergarten oder die Bibliothek.

Aber es hat mir schon ein wenig das Herz gebrochen, als mein Sohn gestern abend noch mal vor dem Karton kniete, mal dieses und mal jenes Buch rausholte. Und als ich dann meinte, es sei nun doch Zeit für das Bett, holte er noch schnell ein Dinosaurier-Fühlbuch raus, seufzte und meinte

„Ja, gleich. Ich muß mich nur von jedem Dino noch mal verabschieden!“

Ich hab das Buch heute wieder rausgeholt und in seinen Schrank gestellt.

Und heute geht die Kiste weg, sonst ist der Schrank wieder voll. Wie die Bruder- und Schwesterexemplare der Eltern. Und das will ja keiner.

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Zitat des Tages

Die Kinder sind ja immer noch vernarrt in das iPad, vor allem Kind Nummer Zwei. Regulierende Maßnahmen sind da zwingend notwendig, zumal er auch zunehmend unvorsichtiger wird. Treppen gehen mit dem Ding in der Hand wurde daher ersatzlos gestrichen.

„Mama, warum darf ich denn nicht das iPad mit nach oben in mein Zimmer nehmen?“ Aus ungefähr 100 Gründen.

„Aus einigen Gründen nicht. Unter anderem deswegen, weil Du es letztens hast runterfallen lassen.“ Das ist ein Fakt.

„Hab ich gar nicht. Es ist mir nur aus der Hand gerutscht.“

Gut. Machen wir mit den restlichen 99 Gründen weiter.

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Es herbstet sehr

Es wird früh Herbst dieses Jahr – nicht nur was das Wetter angeht. Die Possumfamilie hat es dieses Jahr wirklich früh erwischt mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Kopf- und Gliederschmerzen. Vor allem – und das ist selten – das Possum selbst.

Normalerweise gibt es ja in diesem Hause folgenden Krankheitsverlauf: Der Autor oder eines der Kinder fängt sich was ein. Dann fallen bis auf die Mutter einer nach dem anderen um. Sie werden gehegt und gepflegt und wenn sie wieder gesund sind, haut es Muttern einmal hart einen Tag von den Beinen und gut ist es.

Nicht so dieses Mal. Dieses Mal kündigte es sich bei mir als erstes an. Donnerstagabend. Am Freitag war ich schon nur noch auf Dreiviertel-Leistung und war froh, daß der Holzmensch nicht wie abgesprochen am Wochenende liefern wollte. Das muss er gehört haben, denn er rief am Samstagmorgen um acht an und war 30 Minuten später da. Worauf wir dann beide Kinder zur Kinderarbeit zwangen, der mittlerweile auch angeschlagene Autor seine Handschuhe überstreifte und ein subfibriles Possum auf den Holzberg zuwankte.

Man sagt, Schwitzen hilft, aber das tat es in diesem Fall nicht. Und auch die drei Gläser Cremant, die man mir gestern förmlich aufschwatze trugen nicht zur Wiedererlangung meines fröhlichen Selbst bei. Daher wollte ich nur schreiben, daß ich heute keinen Eintrag hinbekomme.

Sorry.

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Freitagsfüller

Habe ich heute mal wieder Lust drauf. Danke an Barbara.

1. Kürbisse mag ich am liebsten im Ofen mit Butter und Salz gebacken .

2. Arbeitsreiche, aber aufregenden Wochen liegen vor mir.

3. Als ich 10 Jahre alt war, war kein Buch vor mir sicher.

4. Ein Ipad, ein neues Telefon, ein altes Telefon, eine Kamera und ein zu sortierender Papierberg liegen neben mir auf dem Tisch.

5. Wenn ich leben könnte wo ich wollte dann wäre das irgendwo am Wasser .

6. Lieber September, so ein paar Sonnenstrahlen wären nett!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein paar Folgen von „Lost Girl“ , morgen habe ich einen Gartentag geplant und Sonntag möchte ich mich für ein Photoprojekt von einer Freundin fotographieren lassen.

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Zitat des Tages

Meine Tochter hat gerade eine gewisse Obsession mit Radschlägen. Immer und überall. Ganz egal wo, wobei sie jetzt die Ansage bekommen hat, dass alles, was vier Wände und ein Dach hat Radschlag-Verbotszone ist, seitdem sie mehrere Fastunfälle hatte, die beinnahe das Abräumen von Regalen mit dem Fuß beinhaltete.

Jedenfalls machte sie mich damit so kirre, dass ich am Wochenende meine noch vorhandenen Kenntnisse zusammen genommen habe und ihr im Garten gezeigt habe, dass ihr Mutter durchaus weiß, wie so ein Rad geht.

Danach herrschte Stille.

Und dann

„Mamaaaa, für eine alte Frau kannst Du das richtig gut.“

Ich nehm auch das, wie so vieles, mal als Kompliment.

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