Das Buch – ein Freund fürs Leben

Wir machen in diesem Haus ja gerade das große Herbstaufräumen. Nicht nur das Arbeitszimmer muß dran glauben, nein, auch die Schränke in den anderen Räumen – wo wir einmal dabei sind. Gestern war Kleider- und Bücherschrank meines Sohnes dran.

Kleider waren einfach. Es wurde ein Shirt genommen das paßt und daran wurden alle anderen Shirts gemessen Alles was kürzer war, kam gnadelos wahlweise in den Altkleidersack oder in den Sack für den Kindergarten.

Interessanter war das bei den Büchern. Meine Kinder stehen uns da ja in nichts nach – sie sind körperlich unfähig irgendwas wegzuschmeissen, was bedrucktes Papier ist. Also mußte ich nachhelfen. Was leider dazu führte, daß ich um jedes einzelne Buch eine harte Diskussion führte. Auch wenn es „Baby-Bücher“ waren. Nun bin ich ja gerne bereit, das eine oder andere Lieblingsbuch zu behalten, auch wenn man rausgewachsen ist. Aber nicht alle. Und so diskutierten wir einen verregneten Nachmittag lang, an dessen Ende ein großer Mulitifunktionsgerätekarton bis zur Hälfte gefüllt war. Soweit so gut, der Karton geht jetzt wahlweise in den Kindergarten oder die Bibliothek.

Aber es hat mir schon ein wenig das Herz gebrochen, als mein Sohn gestern abend noch mal vor dem Karton kniete, mal dieses und mal jenes Buch rausholte. Und als ich dann meinte, es sei nun doch Zeit für das Bett, holte er noch schnell ein Dinosaurier-Fühlbuch raus, seufzte und meinte

„Ja, gleich. Ich muß mich nur von jedem Dino noch mal verabschieden!“

Ich hab das Buch heute wieder rausgeholt und in seinen Schrank gestellt.

Und heute geht die Kiste weg, sonst ist der Schrank wieder voll. Wie die Bruder- und Schwesterexemplare der Eltern. Und das will ja keiner.

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Published in: on 19. September 2011 at 07:22  Schreibe einen Kommentar  

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