Life

Rückblick April 2012

Gelesen: Noch mal die Circle Triologie von Nora Roberts and „Das Graveyardbuch“ von Neil Gaiman
Gesungen: Seit langer Zeit mal wieder in der Küche
Gehört: Die Geräuschkulisse beim Volleyball meiner Tochter
Gesehen: HAH! Ich war im Kino in „Iron Sky“
Getrunken: Ehm, Appletini, Rosemary Martini, viel Crémant und noch mehr Green Shakes
Gegessen: Einen Bio-Lammbraten, den der Autor zum Geburtstag von selbstgezogenen Schafen bekommen hat. Mit Rosmarinkartoffeln und Salat.
Gekocht: Ebensolchen
Gefreut: Über den ersten Platz beim Skirennen von Kind Nummer Eins
Geknipst: viel für WSDHA
Gelacht: Hielt sich diesen Monat dann doch eher in Grenzen
Geärgert: Ein wenig über mich selbst
Gekauft: Flugtickets. Viele Flugtickts.
Gespielt: City of Fog.
Gefeiert: Zählt des Autors Geburtstag vom 31ten des letzten Jahres noch, wenn man reinfeiert?
Gefühlt: Sorge, Hilflosigkeit, Genervtheit, Trauer

Wie immer, die Idee ist vom Schäfchen.

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Zitat des Tages

Gestern abend kam bei Checker Can im Kika ein Bericht über Energiegewinnung in Deutschland im 21. Jahrhundert. Der Vollständigkeit halber zählten sie auch die Atomkraftwerke auf mit dem umstrittenen Element Uran. Meine Tochter setzte sich kerzengerade auf und meinte

„Häh? Uran? Ich kenn nur Urin. Und damit kann man Strom erzeugen? Cool!“

Womit klar wäre, dass es meine Tochter sein wird, die die Energiekrise der Welt lösen wird.

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11. Gebot: Du sollst Deiner Tochter glauben.

Meine Tochter hat heute eine Exkursion in die nächstgelegene Stadt mit Stadtmauern. Gestern abend kam ein Anruf der Mutter einer Schulkameradin, ob ich was davon wüßte, dass die Kinder morgen erst um neun da sein sollten. Kurze Frage an Kind Nummer Eins, die wußte davon nix und war der Meinung, sie hätten normal die ersten beiden Stunden Unterricht. Was nicht immer was heißt. Also eine andere Mutter angerufen, deren Tochter auch sagte, 9 Uhr sei es. Kurze Bemerkung zum Kinde, wie sie mit Mutters Schlaf so liederlich umgehen können.

Zeitsprung: Heute morgen, 7.40 Uhr. Ich nippe am ersten Kaffee. Das Telefon geht. Die Klassenlehrerin ist dran. Wo denn Kind Nummer Eins bliebe oder ob sie krank sei? Und wo wir dabei seien, Freundin L1 und L2 seien auch nicht da, ob ich über deren Verbleib was wisse. Und nein, natürlich wäre erst Unterricht. Ups.

Und wie ich dem Kinde zurufe, sie solle hinne machen, den einen Hörer für die L1-Mutter zwischen Ohr und Schulter habe und mit der Hand per SMS L2s Mutter informiere, baut sich mein Kind vor mir auf und sagt in ruhigem Ton:

„Siehst Du Mama, hättest Du mal auf Deine eigene Tochter gehört. Aber neeeiiiiin, Du mußtest ja den anderen Kindern mehr glauben als mir. Das kommt davon. Lass Dir das mal eine Lehre sein!“

Ja, mein Kind, lass ich. Versprochen. Wenn ich dann endlich meinen ersten Kaffee hatte.

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Manege frei

Ich war gerade im Zirkus. Eigentlich sollte der Autor mit beiden Kindern in den Zirkus gehen, der gerade im Dorf gastiert. Im Sinne von: es war versprochen Aber da ihn eine Knieverletzung von den Beinen gehauen hat und Kind Nummer Zwei die eine oder andere Session auf der Toilette hat, lief es auf Kind Nummer Eins und mich hinaus.

Und jede auch noch so subtile oder unsubtile Bemerkung, dass ein Zirkus nicht das ist, was man an einem sonnigen, schönen Sonntagnachmittag machen möchte, fruchteten absolut gar nicht. Also mußte ich mit.

Das Problem ist: Ich mag Zirkus nicht. Nicht, dass ich nicht Respekt vor der akrobatischen Leistung der Menschen dort habe – wahrlich nicht. Aber ich halte nichts davon, Tiere in engen Wagen von A nach B zu bringen, damit sie in B auch nicht wirklich viel Auslauf haben. Nun waren in diesem Zirkus die Viecher häufig draussen, sie wurden gut behandelt und auch die Ställe sahen gut aus – einen Vorteil hat, der nur zwei Häuser von ihrem Standort wohnt und auch mal einen Blick drauf werfen kann, wenn gerade keiner guckt.

Nur bezog sich das auf die Huftiere. Der Zirkus war einer der noch wenigen übriggebliebenen Raubtierzirkusse. Und die Biester waren in einem Wagen zusammengepfercht. Und einen wirklich guten Eindruck machten sie in der Manege auch nicht, mal abgesehen davon, dass der Dompteur die Tiere nicht wirkich im Griff zu haben schien. Und mal ehrlich – wieviel Klischee braucht es noch, einen Tiger Sultan zu nennen?

Göttin sei Dank hat meine Tochter das dann jetzt auch mitbekommen

„Mama, was schreit der denn immer die Tiere so an? Guck mal, die haben schon zurückgelegte Ohren. Die mögen das gar nicht!“

Nein, mein Schatz, wir können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass zumindest diese beiden Tiger an diesem Tag absolut keinen Bock hatten. Und mit ebensolcher Sicherheit war das mein letzter Besuch in einem Zirkus mit Tieren, bis die ersten Enkel kommen.

Versprochen.

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die nur ein Kind kann

Die große Welt der Zahlen in einem fünfjährigen Universum

Ich bin gestern mit meinem Sohn zu Fuß in den Kindergarten gegangen, weil sein Fahrrad aufgrund einer Planänderung am Tag davor noch ebenda stand. Mein Sohn findet laufen langweilig, deswegen fing er an zu zählen. Eins, zwei, drei…bis Hundert. Und zwar erstaunlich vollständig. Lediglich die 16, die 17 und die 88 fehlten.

„Sag mal, wo hast Du denn bis 100 zählen gelernt?“ Mutter war mehr als erstaunt.

„Na, beim Schäfchen zählen. Du hast doch gesagt, ich soll Schäfchen zählen.“ Ja, schon, aber gleich bis 100?

„Ach, sind die gesprungen oder gelaufen?“ Details, mein Sohn, Details.

„Ne, die haben gestanden, sonst gibt das so ein Durcheinander.“ Mein Sohn, der Ordnungsfreak. Man lernt immer mal dazu.

„Ah, ok. Das war dann aber eine große Herde.“ Jedenfalls für so ein kleines Kinderhirn.

„Naja, ich glaub, ich hab manche doppelt gezählt!“ Ah, ach so. Na dann.

„Und was hast Du gemacht, wenn Du bei 100 angekommen bist?“ Denn das Zahlenkonzept über 100 hat er sichtlich noch nicht verinnerlicht.

„Ach, bevor ich da von vorne anfange, da schlaf ich dann lieber ein. Wird dann ja auch langweilig!“ Genau. Da ist schlafen doch viel spannender.

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Zitat des Tages

Mein Sohn hat gerade die Phase, neue Wörter zu erkunden.

„Mama, was ist verlegen?“ Ach, Kind, da könnte ich Dir Bücher drüber schreiben. Aber bevor ich antworten konnte, sprang Kind Nummer Eins ein, die es liebt, ihrem Bruder Dinge beizubringen.

„Das ist, wenn Dir Sachen peinlich sind!“ Sehr gut auf den Punkt gebracht. Kurzes, nachdenkliches Schweigen beim 5jährigen. Und dann der bedeutungsschwangere Satz

„Mir ist aber gar nichts peinlich!“

Ja, mein Kind, dass habe ich bei den verschiedensten Gelegenheiten auch schon festgestellt.

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Wenn der Osterhase Ski bringt

Ich weiss natürlich, dass der besagte 9. Filzmooser Atomic Kinder Ski Grand Prix eine reine Marketing Veranstaltung der dortigen Tourismusindustrie ist. Auch wenn sie laut dem Possumvater durchaus professionell aufgezogen wurde. Mit Erstellung von Leistungsklassen, Verlosung der Startnummern durch den Bürgermeister, kostenloses Rennwachsen der Skier und einer Menge Zuschauer.

Und genauso weiss ich auch, dass da die Kinder der Einheimischen mitfahren und daher meine Tochter eher unter ferner liefen da mit fahren würde. Schon alleine deswegen habe ich bei dem Kind den Ball recht flach halten müssen, damit die Enttäuschung nicht gar so gross ist.

Um so erstaunter war ich, als sie nicht in der untersten Leistungsklasse eingeteilt wurde. Womit schon mal klar war, dass des Possumvaters Investitionen in diverse Skikurse nicht umsonst waren.

Nur, als mir dann von einem sehr aufgeregten Kind am Ostersonntag sehr stolz verkündet wurde, dass sie in ihrer Leistungsklasse von neun Kindern den ersten (das ist diese Zahl hier: 1) Platz gemacht hat – da war ich sprachlos. Derweil das Kind schon weiterplapperte, dass sie keine Ahnung hat, wie sie denn nun den „total großen Pokal“ und die Skier nach Hause bekommt. Skier wie in

„Ja, Mama die Skier hat man für den ersten Platz bekommen und ich hab doch gewonnen!!“ Prima, kannst Du bei uns die Müllkippe im Winter mit runterfahren. Noch was, was wir nächstes Jahr mitschleppen müssen.

Denn Opa macht schon Pläne für nächstes Jahr, die mindestens einen Skiurlaub beinhalten. Mit Kursen für Kind Nummer Eins. Und Kind Nummer Zwei wird dann auch endgültig auf den Ski gebracht, denn wer weiß, ob wir nicht die erste Skidynastie von Flachländern werden.

Ja, ich weiss, dieses Post ist ein ekelhaftes Mütterangeberposting, aber manchmal muss das eben sein. Also: Prost – angestossen wird. Mit einem ordentlichen Oaschkatzlschwoaf!

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