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Frohe Ostern!

Ich wünsche allen Lesern ein frohes und gesegnetes Osterfest!

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Der Räbin neuer Streich

Ich bin gerade wieder zur offiziellen Rabenmutter des Ortes gekürt worden. Meine Tochter hingegen zum coolsten Mädchen der Schule. Der Grund: Sie ist heute das erste Mal alleine geflogen. Und das kam so:

Der Skiurlaub fand ja dieses Jahr ohne den Possumvater statt, weil der wegen Familienangelegenheiten kurzfristig absagen mußte. Und so bekam er auch nicht mit, wie Kind Nummer Eins Dritte beim Skirennen wurde und sich somit für den 9. Filzmoser Kinderski-Grandprix qualifizierte. Er wurde nur sehr aufgeregt, als er davon hörte, dass sein Enkelkind „gesichtet“ würde. Ich versuchte ihm verzweifelt zu erklären, dass es sich hierbei doch eher um einen recht klugen Marketingzug des Filzmooser Touristikverbandes handeln würde, aber nein – er war nicht davon abzubringen, dass er seine erstgeborene Enkelin zu diesem wichtigen Event bringen müsse. Wohlgemerkt – sie, nicht den Rest von uns.

Das Kind war auch gleich ganz begeistert, meldete aber Bedenken an, dass sie da ja nicht alleine hinfliegen könne. Was mich wiederum erstaunte, denn dieses Kind fliegt mehr, als das es Bus fährt.

„Ja, aber Mama – ich krieg doch nicht alleine das Gepäck von diesem Band!“ Praktisch veranlagt wie immer. Ich erklärte ihr dann das Konzept der Flugbegleitung von Kindern und damit war für sie dann alles geklärt.
Und so wurden Hotel und Flüge gebucht. Und dann ging es los.

„Du kannst doch nicht das Kind alleine fliegen lassen!“ Tu ich ja auch nicht, der Pilot fliegt.

„Warum denn nicht? Sie wird beim Personal abgegeben, die bringen sie in die Maschine, wieder raus, helfen mit dem Gepäck und geben sie beim Opa ab!“ Das einzige Problem dass ich damit hatte, war, dass Opa aus dem Ruhrgebiet zwei Stunden vorher anreiste und wenn der Verspätung gehabt hätte, *dann* hätten wir ein Problem gehabt.

„Ja, aber – was ist denn, wenn was passiert, wenn der Flieger abstürzt? Wenn es auch nur Turbulenzen gibt?“ Noch mal – an Bord sind gemeinhin zwei Piloten, die den Flieger steuern, da hab ich nix mit zu tun.

„Und das kann ich genau wie verhindern, wenn ich mit in der Maschine bin?“ Zumal mir bei Turbulenzen schlechter wird als dem Kind. Meine Tochter hingegen hörte auf ihre Ankündigung des Alleinfluges nur Dinge wie

„Äääächt? Boha, krass! Das geht? Cool, ey! Nie darf ich sowas!“

Jaja, ich geb ja zu, ich war auch ein klitzekleinwenig nervös, als ich sie zum Gate brachte. Und ja, ich bin jetzt sehr beruhigt, wo ich weiss, dass sie gut angekommen und mit Opa im Hoteltaxi sitzt. Und sie ist stolz wie Oskar, dass sie das geschafft hat. Womit Ziel Nummer Eins erfüllt ist. Ziel Nummer Zwei ist viel Spaß und Zeit mit Opa.

Ok, ein klein wenig Angst hab ich doch: Nämlich wie ich das Kind wieder einnorde, wenn sie wieder da ist. Denn so wie ich meinen Vater kenne, wird meine Tochter eine erhebliche Zufuhr an Zucker in jeglicher Form bekommen. Und so wie ich wiederum sie kenne, wird sie mit einem Augenaufschlag Opa so becircen, dass sie auch alles andere bekommt.

Aber damit beschäftige ich mich dann, wenn ich sie wieder habe. Bei mir.

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Österlicher linguistischer Exkurs

Kind Nummer Zwei stellt eine Frage, die schon Millionen von Kindern umtrieb.

„Mama, wie sieht denn der Osterhase aus?“

„Das weiß ich nicht, ich hab ihn doch auch noch nie gesehen!“ Antwort gegeben, bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

„Aber Mama, natürlich hast Du den schon gesehen, der sagt Dir doch immer, wo er was versteckt und wo wir suchen müssen.“ Kleines, kluges Ding.

„Eh, jaaaaaaa, der ruft mir das immer zu, damit wir das wissen.“ Noch mal rausgewunden.

„Mama, wann hast Du den Osterhasisch gelehernt?“ Ehhhh…

„Ehhhh, ach, das lernt man, wenn man Kinder kriegt.“ Ist gut jetzt?

„Eeeeecht? Mama, sag mal was auf Osterhasisch bitte….“ Kopf -> Tischkante

Und so ging die Konversation noch ein paar Minuten lang, wobei ich festgestellt habe, dass, wenn man mal die Grammatik und Rechtschreibung wegläßt, die Entwicklung einer neuen Sprache so schwer gar nicht ist.

Vor allem, wenn sie hauptsächlich aus den Worten „Hecke“ „dort“ und „Schokolade“ besteht.

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