Tue Gutes und rede drüber

Ich bin ja mehr so der Passiv-Spender, ich gebe es zu. Sobald irgendwas auf der Welt passiert, fühle ich mich daran erinnert, dass ich mal wieder was tun sollte. Gibt es irgendwo eine Aktion, die ich cool finde (wie diese hier), dann bin ich dabei. Klamotten, Kindermöbel und abgelegtes Spielzeug geht an die örtliche Tafel. Aber das war es auch schon.

Deswegen bin ich immer sehr fasziniert, wenn Menschen wirklich was Orginelles auf die Beine stellen, um sehr direkt zu helfen. Ich meine, man muss schon reichlich durchgeknallt sein, um mit einem VW-Bus von Deutschland nach Indien zu fahren, im Gepäck einen transportablen Kicker von nur 80kg, um mit pakistanischen Grenzern und buddistischen Mönchen Tischfussball zu spielen. Der Kicker als Kommunikationsmittel. Okeeeeeeeee – aber es hat offensichtlich geklappt.

Und auf der Reise wurde dann die Idee vom Projekt Muni geboren, das es sich zum Ziel gesetzt hat, in Indien bettelnde Kinder von der Straße in die Schule zu schicken, indem man ihren Eltern Arbeit verschafft, damit die mehr verdienen als ihre Kinder mit betteln. Stichwort: Nachhaltige Hilfe. Eine sehr coole Idee, wie ich finde.

Und bevor jetzt die Meckerei losgeht. Ja, es gibt auch hier Kindern, denen es schlecht geht. Ja, man kann auch anders helfen. Man muss es eben nur tun. Und zu diesem Behufe gibt es die geniale Seite von Betterplace, bei dem man sein eigenes, interessantes Projekt ins Leben rufen und bekannt machen kann. Oder aber für schon bestehende spenden kann.

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Published in: on 29. Juni 2012 at 13:23  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Wie heißt esdoch so schön:
    Es gibt nichts Gutes – außer, man tut es!!!

  2. Das Schöne am Ausland ist doch die Dankbarkeit in den fremdländischen Kinderaugen. Auch der „Gutes – Tuer“ tut das ja nicht, weil er Gutes tun will, sondern er tut es für sich. Wegen der Anerkennung. Der Dankbarkeit. Und des schönen Gefühls. Man überlege sich mal, wieviel Gutes er für die Reisekosten hätte tun können. Und warum nimmt sich jemand vor, die Probleme der Inder zu lösen? Derselben Inder, die unsere Politiker noch massenhaft mit Greencard einfliegen lassen wollten, damit sie uns technologisch auf die Sprünge helfen?

    Nicht mehr benötigte Klamotten der „Tafel“ zu überlassen, ist sicher nicht so befriedigend, gibt auch nicht so einen Gefühlskick, aber man denke nur an das Klima. Das freut sich, weil keine klimaschädliche Reise nach Indien unternommen werden mußte. So gesehen, hat die Blogautorin viel weiser gehandelt. 😉


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