Tod im Kleiderschrank

Mütter kennen das – man braucht eine Sommer-, Winter-, Herbstgardrobe, weil man das restliche Jahr lediglich für die Brut einkaufen geht und somit im eigenen Kleiderschrank die Motten schon aus lauter Verzweiflung Selbstmord begehen. Daher schaufelt man sich einen Tag frei, fährt in ein großes Einkaufszentrum und legt los.

Oh, Shirts für den Kleinen im Angebot – mal sehen….

Ah, endlich die kurzen Shorts, die Kind Nummer Eins dringend für das Trainingscamp braucht.

Ohhhh, ein Hemdenausverkauf von der einzigen Marke, die dem Autor steht.

Leinenhosen, traumhaft, und so günstig – leider nur noch in den Größen 34 (wer trägt denn sowas), 36 (die Zeiten sind lange vorbei), 42 (eh, nein) und 44 (danke, auch eher nicht). Aber da wäre noch ein Kleid, meine Größe, mein Material, mein Schnitt – leider für Riesinnen gemacht. T-Shirts, traumhaft schön – leider vom Schnitt her nicht für mich gemacht….und so ging es gestern in einer Tour. Irgendwann gab ich auf.

Am Ende schleppte ich drei große Tüten ins Auto – mit genau keinem Teil für mich. Null. Nada. Niente. Das stand so nicht in der Jobbeschreibung als Mutter, dass ich in Klamotten von vor Jahren rumrenne. Und zwar nicht lediglich aus finanziellen Gründen sondern einfach, weil man irgendwann keinen Nerv mehr hat, für einen selbst auch noch rumzurennen.

Da hilft nur eins: Das nächste Mal nehme ich mir fest vor, nur was für die Kinder und den Autor zu kaufen und auf keinen Fall was für mich selbst. Vielleicht hilft das ja.

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Published in: on 2. Juli 2012 at 13:24  Comments (6)  

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6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Das kenne ich nur zu gut. Meine Kleine ist erst acht Monate. Und ich habe mir seitdem exakt ein T-Shirt und eine Jacke gekauft. Und für meinen Mann gut ein halbes Dutzend Shirts und für sie natürlich endlos Klamotten. Aber das gehört bei Babies ja dazu, oder?

  2. Ja, das hilft. Definitiv!

  3. Perfekt recherchiert, … bin ich froh, dass es nicht nur mir so geht 😉

  4. Oh, das Problem haben nicht nur Mütter!
    Auch wenn die Ablenkungen etwas kleiner sind, die anderen Probleme sind genauso da und es macht definitiv keinen Spaß!
    Wie Frauen shoppen gehen können, einfach so aus Spaß wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. (Oder ist das eine Erfindung der Frauenzeitschriftenmafia?)

    Und noch schlimmer als Klamotten sind Schuhe.
    Da ich Schuhe grundsätzlich probieren muss, der rechte Fuß ist durch eine Verletzung dicker/grösser/empfindlicher, ist das der echte Horror.

  5. seien sie froh das sich ihre kleidergrösse nicht rasant geändert hat sonst würden sie heulend in der umkleide stehen weil nix richtig sitzen will, oder sie nix finden

  6. Ich laufe auch nur in Klamotten von vor der Geburt von Kind1 herum. Aber für die letzten Hochzeitsfeierlichkeiten habe ich dann kurzerhand online bestellt (und 90% zurückgeschickt), damit ich mal an neue Klamotten komme. Legt man die Skrupel bezüglich der Rücksendung ab, ist das recht praktikabel.


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