Alternative Heilmethoden im Possum-Haus

Kind Nummer Eins ist eindeutig nicht von mir.

Das Kind hustet sich seit gestern einen Wolf und hatte heute morgen 38,2. Damit ist für die Mutter entschieden, dass das Kind daheim bleibt. Punkt.

„Aber Mama, *hust* ich mu *hust* ß doch heute in die *huuuuuuust* Schule. Wir lernen doch für den Te *husthusthusthuuuuuuust* st.“ Gut, es ist nur ein trockener Husten und hört sich nicht so gefährlich an. Und es geht ihr auch abgesehen davon gut, aber subfibril kommt bei mir niemand in die Verwahranstalt.

„Nope. Du bleibst hier. Trink den Tee und leg Dich noch mal hin. Und nachher können wir ja ein paar Übungen machen, wenn Du unbedingt willst.“ Schon alleine, damit das kranke Huhn beschäftigt ist.

„Ooooch, *hust* wenn ich schon mal zuhause *hust* bin, dann ich auch die restlichen Folgen von Eureka gucken. *Huuuuuuuuuuuuuuuuust*. Da ruh ich *husthust* mich dann am besten bei aus.“

Womit zumindest der Autor keinen Vaterschaftstest mehr braucht.

 

Published in: on 30. Januar 2013 at 07:50  Schreibe einen Kommentar  

Dschungelcamp und Genderpolitik, die Zweite

Einen Tag nach der Erkenntnis, dass auch Männer sich schminken dürfen, kam Kind Nummer Zwei hinzu, als Mutter versuchte, aus sich einen Menschen zu machen.

„Mama, kannst Du mich auch mal bepinseln?“ Fragts und zeigt auf die Puderquaste.

„Aber sicher, wenn Du das willst.“ Eine ganz normale Phase, erklärt jeder anerkannte Kinderpsychologe. Allein, das Kind verzieht beim Abpudern das Gesicht.

„Warum bepinselt man sich eigentlich?“ Mutter kriegt alleine bei dem Ausdruck schon wieder Lachtränen in die Augen.

„Na, weil man dann hübscher ist!“ Und jünger. Und faltenfreier.

„Mama, bei dir aber nicht. Du bist damit nicht hübscher.“ Ich muß dringend einen Termin beim Notar machen und das Kind enterben lasen.

„Du bist auch so hübsch.“ Oder zum Alleinerben einsetzen lassen

„Weil Du nämlich eine Mama bist und die sind immer hübsch.“ Ab dem Punkt hab ich dann einfach aufgehört, drüber nachzudenken.

Published in: on 27. Januar 2013 at 09:30  Comments (1)  

Dschungelcamp und Genderpolitik, die Erste.

Im Hause Possum ist ja wieder das Dschungelcamp angesagt.  Aufgrund der Uhrzeit wird manchmal im Bett geguckt. Da kann es schon mal passieren, dass ein Kind zu früh zum kuscheln kommt. So auch die Tage: Kind Nummer Zwei machte einen Umweg von der Toilette zu Mutter im Bett und starrte gebannt auf Olivia Jones, die sich gerade restaurierte.

„Mamaaaa? Mama, warum schminkt sich der Mann?“ Natürlich. Warum kannst Du nicht kommen, wenn die Leute da Würmer-Pasta essen?

„Weil er das schön findet.“ Es ist nie zu früh , den Grundstein für eine verantwortungsvolle Genderpolitik zu legen.

Nachdenkliches Nicken. Einen Tag später finde ich ihn zusammen mit Kind Nummer Zwei in ihrem Zimmer im rosa Tütü und mit pinkfarbener Schärpenbluse.

„Eh, was macht ihr denn da?“ Ganz wohl scheint ihm nicht dabei zu sein

„Mama, wir spielen Designer und Kind Nummer Zwei ist mein Modell.“ Aha. Mutter dreht sich sehr schnell um und verläßt mit bebenden Schultern das Zimmer.

Nach 10 Minuten kommt der Kleine dann runter und verkündete, der wäre jetzt doch lieber ein Gepard. Ja, mein Schatz, findet Mutter auch. Irgendwie.

 

Published in: on 26. Januar 2013 at 09:07  Schreibe einen Kommentar  

Eins plus eins gleich Piep

Du weißt, Du hast ein Kind des 21ten Jahrhunderts, wenn es mit 6 Jahren zum erstem Mal im Leben einen Taschenrechner sieht, der nichts anderes kann, als rechnen. Und sich nach drei Minuten ausprobieren an seinen Vater wendet mit der Frage:

„Daddy, wo macht denn man bei diesem Rechner the Sound an?“

Wir hatten ja damals noch Rechenschieber, mein Kind.

Published in: on 21. Januar 2013 at 07:20  Comments (3)  

Zitat des Tages

Da Autor und Kind Nummer Zwei beide krank zuhause weilen, verbringen sie sehr, sehr viel Zeit dick eingemummelt auf der Couch zusammen. Und wie sie so im Radio „und das beste aus den 80ern“ hören, guckt der Sohn den Vater mit sehr großen Augen an und fragt

„Du, Daddy, hast Du eigentlich schon in den Eighties gelebt?“

Ich hoffe einfach mal, das diese Frage noch aufgrund von Fieberwahn gestellt wurde.

Published in: on 16. Januar 2013 at 07:56  Comments (5)  

Das Dorf-Lazarett

Wunderbar, ich liebe diese Zeit des Jahres.

Kind Nummer Zwei hustet seit letzter Woche, war aber sonst fit – ich hab ihn aus Regenerationsgründen zwei Tage trotzdem zuhause gelassen. Am Freitag war dann der Autor nach drei Tagen zur Arbeit schleppen soweit, dass er sogar ohne Androhung körperlicher Gewalt zuhause blieb. Samstagmittag sah alles soweit wieder ok aus. Dachte ich.

Samstagabend sass ich dann mit Kind Nummer Zwei in der Notaufnahme, weil er offensichtlich eine Mittelohrentzündung hatte (was ich mittlerweile nach zwei Kindern normalerweise mit Ibuprofen und vielen, vielen Nasentropfen selbst behandele), bei der aus irgendwelchen Gründen der Schmerzsaft nicht angeschlagen hat. Da wird einem dann doch ein wenig anders und man läßt doch besser einen Arzt drüberschauen. Jetzt haben wir einen Medikamentencocktail, der zu wirken scheint. So gut, dass seit gestern abend das andere Ohr dran ist.

Kaum war ich nach knapp drei Stunden (immerhin inklusive der Suche nach einer Notapotheke) wieder daheim, schneidet sich Kind Nimmer Eins Äpfel und kalkuliert die frisch geschliffenen Messer nicht ein. Ich hatte quasi den Mantel schon wieder an, da entschloß sich der vom Autor angelegte Druckverband doch seine Arbeit zu tun. Bisher sieht es gut aus.

Und seit gestern schwächelt der Autor nicht nur wieder, es geht ganz rapide bergab. Mal sehen, was die beste Hausärztin von allen gleich sagt, aber gut hört sich das nicht an, was der Mann geräuschemäßig von sich gibt.

Schwester Possum zieht sich dann jetzt mal die Schwesternuniform an, setzt sich das Häubchen auf  und meldet sich wieder, wenn die gute, alte Hühnersuppe plus das gute Zeug aus der Apotheke ihre Dienste geleistet haben.

 

Published in: on 14. Januar 2013 at 10:50  Comments (6)  

Die bunte Kugel aus dem Dschungel

Wie schon in den Jahre zuvor sitze ich um diese Zeit, sehr untypisch für mich, vor dem Fernseher und freue mich auf das Dschungel-Camp.

Wobei freuen ist dieses Jahr wohl zuviel gesagt ist, ich werde es mit einer Mischung aus Erwartung und Traurigkeit sehen. Wie gut kann das Camp ohne Dirk Bach schon sein?

Aber es ist wie alles im Leben: Es geht weiter. Immer und irgendwie. Und es ist müßig darüber zu sinnieren, ob die Show hätte abgesetzt werden sollen oder nicht. Denn ersetzbar sind wir alle. Nur manche eben schwerer als andere. Es wird natürlich anders werden. Wie anders wird sich zeigen, aber eines ist sicher:

Dickie, Du wirst mir gleich fehlen.

Published in: on 11. Januar 2013 at 21:05  Comments (2)  

Regentropfen an mein Fenster klopfen

Es gibt einige Gründe, diesen Dauerregen zu hassen.

Man bekommt schlicht nicht genug Sonne ab und das legt sich aufs Gemüt.

Der innere Schweinehund, sich zum Laufen aufzuraffen wird quasi übermenschlich groß.

Durch dieses Nasskalte friert man dauernd.

Und der Körper will Kalorien, die man dann wegen des Schweinehundes nicht mehr abbaut.

Man tritt ständig in Modder und hat dreckige Schuhe.

Die Haare sehen permanent so aus, als ob man in die Steckdose gegriffen hätte.

Alles ist klamm und örks.

Alles richtig und blöde. Aber das allerschlimmste:

Man kann die Brut nicht einfach in den Garten kicken, wenn sie drinnen aufgrund von Bewegungsmangel über Tisch und Bänke geht, sehr lauthals schreien und sich auch sonst benehmen, als wären sie drei Wochen eingesperrt gewesen. Was sie im Moment tatsächlich fast sind. Und eine Wii hilft auch nur so lange und dann wird sie langweilig.

Ich will wahlweise Sonne oder Schnee oder aber am besten beides.

Ist das denn so schwer?

 

Published in: on 7. Januar 2013 at 16:23  Comments (9)  

Das fängt ja gut an…

Die Apothekerin meinte ja vorhin als sie meine Rezepte sah zu mir, ab jetzt könne es nur besser werden. Ich wünschte, das hätte sie nicht gesagt…

Letztes Jahr haben wir um diese Zeit genau das auch von uns gegeben und es kam schlimmer.

Also, liebes 2013  – das bist Du jetzt gar nicht. Das, was wir gerade haben, das sind nur die Nachwehen von 2012.

Einverstanden?

Published in: on 3. Januar 2013 at 16:47  Comments (2)  

Frohes, neues Jahr!

Ich wünsche allen Lesern ein gutes 2013!

Möge das Jahr jedem genau das bringen, was man am meisten braucht!

 

Published in: on 1. Januar 2013 at 09:01  Comments (1)